<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104</id><updated>2011-11-28T01:07:14.098+01:00</updated><title type='text'>Anekdoten eines Arbeitslosen</title><subtitle type='html'>In diesem Fortsetzungsroman meistert ein junger Arbeitsloser sein Leben zwischen Ämtern, Anträgen und Alkohol. Christians schlimmster Alptraum ist es, wieder einen Job zu haben und er tut alles, um das zu verhindern. Skuril, Bizarr - unterhaltsam: Die Anekdoten eines Arbeitslosen.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>372</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-601048299048825904</id><published>2011-07-25T13:50:00.002+02:00</published><updated>2011-07-25T15:41:23.452+02:00</updated><title type='text'>Ende und Neubeginn</title><content type='html'>Über ein Jahr ist es nun her, dass ich Deutschland und damit auch diesem Blog hier den Rücken gekehrt habe. Eine  zu lange Zeit, wie ich finde. Vieles hat sich in meinem Leben verändert. Einiges zum Positiven, anderes zum Negativen. Auch ein Jahr nach dem Eintritt in die Arbeitslosigkeit bin ich aber immer noch der Christian geblieben, den ihr kennengelernt habt. Jung, undynamisch, unflexibel und dafür immer in Schwierigkeiten. Was wäre mein Leben auch ohne Sorgen, Stress und Schulden bei der Arbeitsagentur?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie es weiterging erfahrt Ihr bald – jedoch an anderer Stelle.&lt;br /&gt;Ab diesem Herbst könnt Ihr auf &lt;a href="http://abgewrackt.blogspot.com/"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;http://abgewrackt.blogspot.com&lt;/span&gt;&lt;/a&gt; regelmäßig ein neues Kapitel meines Daseins aufschlagen. Ist das etwa nichts?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich freue mich, wenn treue Fans und neue Leser das neue Blog zahlreich besuchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Start von „Abgewrackt 2“ endet aber auch die Ära dieser Seite endgültig. Alle älteren Beiträge werden in den nächsten Tagen gelöscht. Wer  den ersten Teil dennoch nicht missen möchte und noch nicht bei der kostenlosen PDF-Variante den Downloadmanager angeschmissen hatte, bekommt nun noch einmal die Gelegenheit, das komplette Werk käuflich zu erwerben. Für 3,44 Euro (also weniger als einen schlappen Cent pro Tag) wird es zukünftig im Amazon Kindle Store erhältlich sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer keinen Kindle sein eigen nennt, geht leider erst einmal leer aus. Ob und wie das eBook zu „Abgewrackt – Die Anekdoten eines Arbeitslosen“ für weitere Reader bzw. Formate erscheinen wird, steht noch in den Sternen. Der Kindle-Store funktioniert allerdings auch auf jedem Smartphone, Tablet oder PC.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer mich zukünftig und für bereits geleistete Arbeit unterstützen möchte ohne gleich ein eBook zu kaufen, hat dazu nun mittels Flattr die Möglichkeit. Alle auf diesem Wege geleisteten Spenden werden sofort ihrem natürlichen Verwertungskreislauf (Bier, Tiefkühlbaguettes und Nutten) zugeführt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Öffentlichen Solidaritätsbekundungen, Zuprosten oder Bewerbungsnacktfotos steht nun auch nichts mehr im Wege. Christian ist jetzt auf Facebook. Als Fan erfahrt Ihr dort exklusiv, wann und wie es mit dem neuen Blog losgeht.&lt;br /&gt;Gefällt mir!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nochmal in Kurzform:&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;- Bookmark anpassen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;- eBook kaufen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;- Für Bier und Nutten die Pinke in den virtuellen Klingelbeutel schmeissen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;- Fan werden&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;- Abgewrackt 2 lesen&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf einen heißen Herbst! Man liest sich!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Euer,&lt;br /&gt;Christian&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.amazon.de/gp/offer-listing/B005CBJ1RU/ref=as_li_tf_il?ie=UTF8&amp;amp;tag=annekdoeinesa-21&amp;amp;linkCode=am2&amp;amp;camp=1638&amp;amp;creative=6742&amp;amp;creativeASIN=B005CBJ1RU"&gt;&lt;img src="http://ws.assoc-amazon.de/widgets/q?_encoding=UTF8&amp;amp;Format=_SL160_&amp;amp;ASIN=B005CBJ1RU&amp;amp;MarketPlace=DE&amp;amp;ID=AsinImage&amp;amp;WS=1&amp;amp;tag=annekdoeinesa-21&amp;amp;ServiceVersion=20070822" border="0" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=annekdoeinesa-21&amp;amp;l=as2&amp;amp;o=3&amp;amp;a=B005CBJ1RU" alt="" style="border: medium none ! important; margin: 0px ! important;" border="0" height="1" width="1" /&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-601048299048825904?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/601048299048825904/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2011/07/ende-und-neubeginn.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/601048299048825904'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/601048299048825904'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2011/07/ende-und-neubeginn.html' title='Ende und Neubeginn'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3886411104354648135</id><published>2010-07-30T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-07-30T20:50:00.851+02:00</updated><title type='text'>Urlaub</title><content type='html'>Urlaub ist eine feine Sache.&lt;br /&gt;Zuerst hatte ich überlegt, ob ich mit der Aktion „Pfandflaschensammeln für Ameland“ in der Innenstadt niederlasse und mir so meine Reise finanzieren sollte. Doch weil der beliebteste Bettelort direkt neben der Außenstelle des Kinderschutzbundes liegt, befürchtete ich nach meiner Charity-Aktion einen Charité-Aufenthalt. Der Trauertourismus boomt, aber Ferien in einem Tunnel sind nicht so meine Sache. Wobei Trauernde und Bettler sich recht ähnlich sind. Viele innenstädtische Bettler haben auf ihren selbstgekrakelten Schildern kreative Sprüche. „Habe Diabetes“ oder „Leide an Hartz IV“. Neulich hingegen traf ich einen Zeitgenossen, der seinen Pappkarton nur durch ein schlichtes „Bin am Betteln“ verziert hatte. Aufgrund der sitzenden Haltung in der Fußgängerzone und des Hundenapfes mit Kleingeld neben ihm hätten das die Passanten sicher nie gemerkt. Ich fahre ja auch nicht mit dem Bus und hänge mir dabei ein Schild mit „Bin am Busfahren“ um den Hals. Trauernde schon, die schreiben auf ihre Transparente auch „Wir trauern“, weil man sie sonst mit einer Gothicparty verwechseln könnte. Auf einem großen Plakat in Duisburg steht derzeit auch geschrieben: „Hier starben im Interesse der konsum- und profitorientierten Spaßindustrie 20 Menschen“ Darunter befinden sich unzählige Funzelkerzen, 2-Cent-Teelichter, Plüschteddybären aus dem Kirmesautomat und Plastikrosen vom Schießstand daneben – kurz: billiger Ramsch, produziert von der „konsum- und profitorientierten Spaßindustrie“. Diese sensationsgeilen und verblödeten Kadavertouris sollte man auch mal zerquetschen. Hoffentlich kommt es bei der Trauerfeier zur Massenpanik und Merkel und Wulff sind mitten drin.&lt;br /&gt;Aber was rege ich mich auf, ich bin von allem weit weg. Ich sitze im wunderschönen Thailand, lagere mein gebrochenes Bein und schaue über Satellit RTL oder schlechte Pornos, was intellektuell auf das Gleiche hinausläuft. Ich Idiot musste bei dem billigsten All-Inclusive-Angebot zuschlagen. Hier angekommen stellte ich enttäuscht fest, dass Regenzeit herrscht und auch die Rothemden keine Party mehr feiern. Die Thaifrauen vögel ich aus Angst vor Krankheiten nicht, da müssen die schlechten Pornos reichen. Wenigstens ist das Bier billig und Post von der Arbeitsagentur bekomme ich hier auch nicht.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3886411104354648135?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3886411104354648135/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/urlaub.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3886411104354648135'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3886411104354648135'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/urlaub.html' title='Urlaub'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-425028446709327100</id><published>2010-07-28T23:31:00.003+02:00</published><updated>2010-07-28T23:41:24.815+02:00</updated><title type='text'>Was WikiLeaks nicht veröffentlichen wollte...</title><content type='html'>...findet Ihr jetzt &lt;a href="http://www.multiupload.com/TC7AO45DIY"&gt;hier&lt;/a&gt; - 365 Tage Arbeitslosigkeit zusammengefasst auf 477 Seiten. Ein Dokument, das schockiert und die wahre Fratze der Behörden und Leistungsempfänger enthüllt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Viel Spaß!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-425028446709327100?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/425028446709327100/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/was-wikileaks-nicht-veroffentlichen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/425028446709327100'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/425028446709327100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/was-wikileaks-nicht-veroffentlichen.html' title='Was WikiLeaks nicht veröffentlichen wollte...'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8796903374043824253</id><published>2010-07-23T00:55:00.003+02:00</published><updated>2010-07-23T02:05:24.262+02:00</updated><title type='text'>Gegen Langeweile und die Sommerpause!</title><content type='html'>Langsam ist es mir wieder möglich ohne fremde Hilfe zu essen. Das trifft sich sehr gut, denn gerade beim ohnehin unschönen Dinner im Elternhaus demütigt es einen noch mehr, wenn man dabei mit einem Plastiklöffel von der Mutter gefüttert wird, während man vorher in ein Babylätzchen eingewickelt wurde. Wenn der Fras dann noch so widerlich schmeckt, dass man sich bei jedem Bissen am liebsten übergeben würde, man es aber nicht kann, ohne seine Mutter vollzukotzen, ist ein Zustand erreicht, in dem man jede Art von Freitod seiner Behinderung vorzieht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Stell dich nicht so an, Christian. Ich hatte auch schon mal den Arm gebrochen und nicht so ein Theater darum gemacht.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Lass ihn, Schatz. Er macht doch Fortschritte.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Es ziemt sich einfach nicht, Pizza mit der Hand zu essen. Eigentlich ziemt es sich überhaupt nicht, Pizza zu essen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Außer mit Blick auf die Adria. Wir sollten mal wieder verreisen, findest du nicht auch?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Unbedingt.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Oh, ja. Urlaub könnt ich auch gut gebrauchen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: » Papperlapapp. Was du brauchst, ist eine anständige Arbeit.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Mutti, ich bin krankgeschrieben. Arbeitsunfähig. Selbst das Arbeitsamt hat das eingesehen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Ach, die sind doch bloß froh, wenn du aus der Statistik raus bist. So sieht es nämlich aus.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Ganz genau, Schatz.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Soll mir auch recht sein. Also, wohin geht die Reise?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Also Christian, wir hatten jetzt nicht geplant, dich mitzunehmen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Warum nicht? Früher musste ich auch immer mit, obwohl ich nicht wollte. Jetzt will ich und darf nicht. Wo bleibt da die Logik?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Damals warst du minderjährig. Wir hatten die Aufsichtspflicht.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: » Ach so ist das.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Was hältst du von den Bahamas, Schatz?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Klingt gut.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Thailand soll schön sein zur Zeit.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Thailand?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Ja. Spiel, Spaß, Spannung. Alles drin, in Thailand.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Papperlapapp. Ich mag keine Schlitzaugen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Aber auf den Bahamas sind Neger.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Hm. Die sprechen Englisch, die sind wenigstens ein bisschen so wie wir.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Seit wann kannst du Englisch?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Papperlapapp. Dann eben nicht auf die Bahamas.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Wie wäre es mit Ameland?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Das ist ja schrecklich, was dort passiert ist.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Ja, unfassbar. Wie können die Kinder nur so etwas tun?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Katholische Erziehung, wenn ihr mich fragt.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Beide: »Christian!«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Also wirklich.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Halb so wild. Irgendwann wird der Papst ihnen sicher verklickern, dass es sich nicht ziemt, anderen kleinen Jungs mit der dicken Colaflasche den klitzekleinen Anus wund zu bumsen. Natürlich nur, wenn nicht gerade die Iren dazwischen kommen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Muss es denn sein? Solche Wörter beim Essen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Ich gelobe hiermit nie wieder am Essenstisch Papst zu sagen.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Christian, du weißt, was deine Mutter meint. «&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: » Aber ihr redet doch auch darüber.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Was deine Mutter sagte war, dass es schrecklich ist, was dort passiert ist.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Ja, ich finde es ja auch schrecklich, dass die denen Nudelhölzer und Baseballkeulen in den Arsch geschoben haben.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: » Christian, es reicht.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Ich drücke doch nur mein Bedauern aus.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Verschone uns mit Details!«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: » Wenn schon, denn schon. Wusstet ihr schon, dass ein paar Jungs erst mitgemacht haben, nachdem sie selbst die Kerze in die Mokkahöhle bekommen haben? Das ist doch fast wie in der Kirche, oder nicht?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Wenn du nicht augenblicklich aufhörst, kannst du bei dir zu Hause weiter Unsinn über die Kirche reden.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: »Treib es nicht zu weit! Oder hast du wieder irgendwas genommen?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Nicht das ich wüsste.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Das kommt alles von diesem Cannadingens. Bestimmt hatten die Kinder auch was davon geraucht, da denkt man ja nicht mehr richtig, wie man an unserem Sohn hier unschwer erkennen kann.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Das geht nicht.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Und wieso soll das nicht gehen?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: » Weil es auf Ameland keine Coffeeshops gibt.«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Und woher will der Herr das wissen?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: » Wir waren dort auf Klassenfahrt mit der Realschule, du erinnerst dich?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: »Ach, und da hattest du nichts Besseres zu tun, als nach Drogen Ausschau zu halten? Wie alt warst du da? 14? 15?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: »Was hätte ich denn machen sollen? Meinen Mitschülern nachts die Poperze spreizen und mit der Taschenlampe ausleuchten?«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: » Raus, Christian!«&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danke! Ehrlich gesagt, ist es mir vollkommen egal, wann, wo und wie, welches Kind mit einem anderen Kind fickt und ob es freiwillig oder unfreiwillig passiert. Die Kinder von heute sind sowieso alle gefickt. Und ob Dennis (15) nun Kevin (13) die Colaflasche in den Arsch, oder Dennis (15) und Kevin (13) ihre Prengel in Jaquelines (10) Muschi schieben, mag andere interessieren, aber mich nicht. Was liegt denn näher, als dass Jungs, die vermutlich noch nachts von der deutschen Fußballnationalmannschaft träumen, in einem Sportlager andere Jungs ins Popoloch penetrieren?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kirche ist schwul und Fußball ist auch schwul. Wenn wir Papst und(Fast-)Weltmeister sind, dürfen wir uns nicht wundern, wenn unsere Kinder rumschwulen.&lt;br /&gt;Aber es gibt neben Fußball und der Kirche noch viele andere Gründe, warum die Jugend aus einem Haufen sexuell Orientierungsloser besteht. Wer statt ordentlichen Hetero-Hardcore-Fickfilmen, in seiner Jugend lieber Mangapornos konsumiert, in denen der Cousin mit der Cousine ganz ohne Drogen eine Stunde lang durchvögeln kann, obwohl sich ihre Vagina zwischenzeitlich in einen Superpenis verwandelt hat, wird irgendwann übermütig und hält sich für einen immergeilen Schwammkopf. Und wenn noch dazu Bushido anfängt und der Jugend erzählt, dass es schon okay sei, Sex mit dicken Frauen zu haben und es auf die inneren Werte ankäme, muss man sich wirklich nicht mehr wundern, wenn irgendwann jedes Loch gefickt wird, in dessen Nähe sich keine Haare befinden.&lt;br /&gt;Ich sollte dem Stadtsportbund Osnabrück dennoch nahe legen, nächstes Jahr nach Belgien zu reisen. Dort fallen sie nicht so auf. Wahrscheinlich werden sie aber eher vom Erzbistum nach Augsburg einbestellt. Meinen Job im Priesteramt kann ich bei der Konkurrenz auf jeden Fall knicken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hauptsache ist aber, dass ich weder eine Colaflasche noch diesen Fras weiter in mich hineinstopfen musste, sondern mir zu Hause selbstständig ein wohlschmeckendes Bier öffnen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Das PDF erscheint voraussichtlich im Laufe des Sonntages!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8796903374043824253?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8796903374043824253/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/gegen-langeweile-und-die-sommerpause.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8796903374043824253'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8796903374043824253'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/gegen-langeweile-und-die-sommerpause.html' title='Gegen Langeweile und die Sommerpause!'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7626424957291397602</id><published>2010-07-13T14:44:00.003+02:00</published><updated>2010-07-13T16:42:59.126+02:00</updated><title type='text'>Wie es weitergeht...</title><content type='html'>...kann ich an dieser Stelle noch nicht mit absoluter Sicherheit sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fest steht aber, dass nach 365 Tagen noch nicht alles vorbei ist.&lt;br /&gt;Das Blog wird in den nächsten Tagen überarbeitet und zunächst in der Hartz IV-Variante für Jedermann, in der kostenlosen PDF-Version, veröffentlicht.&lt;br /&gt;Wer es klassischer mag und ein paar Euro investieren möchte, wird bald die Gelegenheit erhalten, "Abgewrackt - Die Anekdoten eines Arbeitslosen" über das Internet oder den Buchhandel in gebundener Form zu erwerben. Natürlich auch ideal als Geschenk für (frische) Arbeitslose geeignet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Jahr mit ALG1 geht zu Ende, doch es gilt, was ich bereits der Kanzlerin schrieb: Wie es weiter geht, ist ungewiss. Eine baldige Rückkehr an dieser Stelle nicht ausgeschlossen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis dahin danke ich allen Lesern, natürlich auch den Leserinnen, die sich vom offenen Umgang mit dem anderen Geschlecht nicht haben abgeschrecken lassen, für ihre Treue, ihr Durchhaltevermögen, ihre Kommentare und ihre Zuschriften. An dieser Stelle besonderen Dank für das Angebot, Bier zu spenden!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7626424957291397602?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7626424957291397602/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/wie-es-weitergeht.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7626424957291397602'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7626424957291397602'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/wie-es-weitergeht.html' title='Wie es weitergeht...'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5041901235342687616</id><published>2010-07-10T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-07-10T20:00:00.462+02:00</updated><title type='text'>Tag 365</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Liebe Herr Bundeskanzlerin Merkel,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;nach langen Tagen, Wochen und Monaten, in denen ich verzweifelt auf Antwort von Ihnen wartete, habe ich es nun aufgegeben. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mittlerweile bin ich froh, nicht Teil Ihres Versagerkabinettes geworden zu sein. Eine größere Schmach hätte ich wohl nur erfahren, wenn meine Eltern mich auf ein Fußballinternat geschickt hätten und ich nun für den DFB spielen müsste. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Im Moment sitze ich auf meinem Balkon und übe mich darin, mit zwei gebrochenen Armen zu schreiben. Sicherlich, ich könnte mir schöneres vorstellen, doch eigentlich geht es mir gut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich muss mich nicht mit sinkender Beliebtheit oder schlechten Umfragewerten herumschlagen, denn mich mochte sowieso noch nie jemand. Ich muss mir auch nicht eingestehen, dass meine größten Konkurrenten Roland Koch und Sigmar Gabriel sind, was mit Sicherheit zu einer handfesten Depression führen würde. Und ich muss mir heute Abend auch nicht dieses lächerliche Spiel um den dritten Platz bei der Fußball-WM anschauen, denn mein Fernseher bleibt von nun an guten Gewissens aus. Ich würde fast behaupten, mir geht es in allen wesentlichen Punkten besser als Ihnen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Was nun aus mir wird? Ich weiß es nicht. Aber ich habe sechs Monate Zeit, um mir darüber Gedanken zu machen. Vielleicht veröffentliche ich meine Erfahrungen in einem Buch und schwäche damit nachhaltig die Arbeitsmoral in diesem Land. Vielleicht gönne ich mir auch erst einmal einen Urlaub, so wie Sie. Wir werden sehen…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;In einem Land zu leben, in dem die Wähler von Ihrer Regierung die Schnauze voll haben, gibt Hoffnung. Würden sie nicht dafür die große Koalition zurückhaben wollen, könnte man sich glatt daran klammern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Doch ob Arnsberg oder Afghanistan, Mainz oder Mallorca, Tübingen oder Thailand – wo immer ich hingehen werde, und da geht es mir wie Ihnen, werde ich ein Stück deutsche Kultur mitnehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Leben Sie wohl, Frau Bundeskanzler, und nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass ich als Arbeitsminister zukünftig nicht mehr zur Verfügung stehen werde. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mit freundlichen Grüßen,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christian Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5041901235342687616?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5041901235342687616/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-365.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5041901235342687616'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5041901235342687616'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-365.html' title='Tag 365'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3443402817997635516</id><published>2010-07-09T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-07-09T20:00:01.959+02:00</updated><title type='text'>Tag 364</title><content type='html'>Die Entlassungsformalitäten dauerten ewig. Als wäre ich mit meinem verkrüppelten Astralkörper nicht genug gestraft, wurde ich auch noch auf Gehhilfen fünfmal quer durch die Station geschickt. Für einen kurzen Moment hätte mich diese Tortur sogar mit allen gehbehinderten Senioren und Seniorinnen des Landes versöhnt, im krankhauseigenen Bistro musste ich ihnen allerdings dann beweisen, dass ich ihre Attacken nicht mehr ohne Gegenwehr hinnehme. Trotz vollem Körpereinsatz habe ich das Stückchen Kuchen dennoch nicht bekommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich nach langem Warten endlich den Assistenzarzt zu Gesicht bekam, versuche er mich wieder mit seinem nichtvorhandenen Humor zu erfreuen. „Sind wir denn etwas wackelig auf den Beinen“, fragte er, während ich ihm auf den Gehhilfen entgegen humpelte. „Lassen Sie mich endlich hier raus. Ich muss mir einen Job suchen und arbeiten“. Ja, das hatte ich gesagt, ohne jegliche Ironie und mit voller Entschlossenheit. Schneider, Brunner, Cartier – ich hatte sie alle besiegt. Doch beim Anblick des Damenbartes von Frau Mihalovic, weiß auch ich, wann Schluss ist und mit wem man sich besser nicht anlegt. Und die Übernahme der Firma Schellack Elektrotechnik ist durchaus eine Option, mit der ich meine Zukunft bodenständig und geordnet gestalten könnte. „Das können Sie vergessen“, lachte der Arzt spöttisch. „Die nächsten sechs Monate steht Krankengymnastik auf dem Programm. Na ja, eigentlich nur zwei Termine, mehr wird Ihre Kasse nicht bezahlen. Trotzdem: Bei den komplizierten Brüchen werden Sie eine lange Zeit arbeitsunfähig sein“.&lt;br /&gt;„Arbeitsunfähig?“ fragte ich ungläubig und lange hallte das Wort über den Stationsflur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Jahr lang hätte ich alles für einen Zettel gegeben, der mir offiziell bescheinigt, dass ich unfähig bin zu arbeiten. Ich hätte ihn mir eingerahmt, vielleicht Flyer damit gestaltet und über der Stadt per Flugzeug abgeworfen. Jeder hätte es wissen sollen, dass Christian Pfitzer arbeitsunfähig ist. Doch jetzt? Nicht den Anflug von Freude. Im Gegenteil, tiefe, innere Sehnsucht nach vulgären Baustellendialogen, engen Kabelschächten und schweißtreibenden Montagen erfasste mich. Und die Panik, dass ich sehr lange nicht selbstständig onanieren könnte. Ich will arbeiten – und kann es nicht. Es ist tatsächlich ganz genau so wie bei den alkoholkranken Akademikern, die man noch von der Schule oder aus dem Fernsehen kennt. Der Wille ist da, doch die Möglichkeiten begrenzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zum ersten Mal seit einem Jahr fühlte ich mich entmannt. Und das lag nicht daran, dass ich direkt nach dem Betreten meiner Wohnung alle erdenklichen akrobatischen Möglichkeiten erfolgslos ausprobierte, um mir sexuelle Befriedigung zu verschaffen. Nein. Es ist die Arbeitslosigkeit, die mich minderwertig fühlen lässt. Ein dickes Konto, Mietfreiheit und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. Wie lange hatte ich mich danach gesehnt, doch jetzt, wo ich alles habe, fühlt es sich in mir leer an.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3443402817997635516?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3443402817997635516/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-364.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3443402817997635516'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3443402817997635516'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-364.html' title='Tag 364'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3587092936587629746</id><published>2010-07-08T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-07-08T20:00:02.404+02:00</updated><title type='text'>Tag 363</title><content type='html'>Von dem gestrigen Fußballspiel habe ich lediglich den leisen ARD-Livekommentar über den Flur mithören können, allerdings auch nur dann, wenn einer der beiden Untoten mal nicht gestöhnt oder geschnarcht hat. Ich fühlte mich wie in Misery ohne in einer Partnerschaft zu sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In einem städtischen Klinikum kann der Alltag monotoner und gleichförmiger sein als in meinen eigenen vier Wänden. Ja, das geht. Pünktlich klopfte Schwester Rabbiata, brachte den gleichen Fras wie gestern und kündigte die Visite an, die wieder viel zu spät erfolgte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ach, Herr Pfitzer, Sie sind ja immer noch hier!?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sollte ich entlassen werden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein. Aber Sie wollten sich doch etwas zu lesen holen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Haha.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Kleiner Scherz, Herr Pfitzer. Aber ich bräuchte noch dringend Ihre Krankenkassenkarte und die 10 Euro Gebühr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich finde Sie nicht lustig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nun, das war kein Scherz. Außerdem brauche ich noch ein paar Daten für die Versicherung. Sie sind also von Ihrem Balkon gefallen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Was haben Sie auf dem Balkon gemacht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Was soll ich gemacht haben? Ich stand dort.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Und warum sind Sie runtergefallen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Baumängel. Deshalb waren ja auch die Handwerker da, schätze ich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Oh, dann muss ich das an die Polizei weitergeben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Just in diesem Moment öffnete sich erneut die Tür und Herr Wilhelm sn. stürmte herein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wilhelm: Herr Pfitzer, Herr Pfitzer, geht es Ihnen gut?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Den Umständen entsprechend. Ich habe Ihr Geld, Herr Wilhelm.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Arzt: Also, ich gebe das dann an die Polizei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wilhelm: Polizei?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Arzt: Ja? Wer sind Sie, wenn ich fragen darf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wilhelm: Wilhelm, Wolfgang Wilhelm. Bin der Vermieter von dem jungen Herrn. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Arzt: Dann gehört Ihnen der baufällige Balkon?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wilhelm: Baufällig? Wieso?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Arzt: Na, weil der junge Mann von dort einen Abflug gemacht hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wilhelm: Wir dachten, es sei ein Selbstmordversuch, mein Sohn und ich. Wegen des ganzen Ärgers, wegen der Miete. Wir haben auch den Notarzt gerufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Arzt: Das war sehr gut von Ihnen, Herr Wilhelm. Trotzdem, wenn bei dem Unfall grobe Fahrlässigkeit vorliegt, muss ich das melden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wilhelm: Aber…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Lassen Sie nur. Ich denke, ich habe mich einfach zu weit über das Geländer gelehnt. Und da ist es passiert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Arzt: Sind Sie sicher, Herr Pfitzer?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wilhelm: Es war ein Unfall! Wir wollten doch nicht…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ganz genau so war es. Ein Unfall.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als der Arzt mit dem Hinweis, dass Morgen wieder das Murmeltier grüßt, verschwunden war, beteuerte Wilhelm sn. noch lange, wie leid ihm alles tut. Ich solle mir um die Miete für die nächsten Monate keine Sorgen machen, solange ich bloß nicht die Polizei einschalte. Wilhelm jr. sei ja neulich erst betrunken Auto gefahren und könnte jetzt keine weiteren Probleme mit den Behörden gebrauchen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin habe ich ein Dach über dem Kopf, wenn ich morgen dieses Negativbeispiel für das deutsche Gesundheitswesen endlich wieder verlassen darf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3587092936587629746?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3587092936587629746/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-363.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3587092936587629746'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3587092936587629746'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-363.html' title='Tag 363'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1259308841002141559</id><published>2010-07-07T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-07-07T20:00:01.686+02:00</updated><title type='text'>Tag 362</title><content type='html'>Als ich wach wurde, fand ich mich in einem Krankenhausbett wieder. Auf dem Tisch standen welke Blumen und der warme Sommerwind blies vor die geschlossenen Fenster. Neben mir nahm ich leises Stöhnen wahr, das nicht nach einer weiblichen Person klang. Es klopfte an der Tür und eine grottenhässliche, dicke, alte Krankenschwester trat ein. „Frühstück und Bettpfannenwechsel“ sagte sie harsch, während sie mir ein ekelhaftes Frühstück und ein Glas gammeligen Orangensaft auf den Nachttisch stellte. „Scheiße“, sagte ich reflexartig. „Haben Sie auch endlich ausgeschlafen?“ fragte sie. „Auf Scheiße im Bett hab ich jetzt gar keinen Bock, also halten Sie bloß Ihren Schließmuskel geschlossen!“, fügte sie jedoch schnell hinzu ohne eine vorherige Antwort abzuwarten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich sah mich im Zimmer um. Ich lag am Bett zum Fenster, neben mir ein etwa 50jähriger Mann in einer Art Wachkoma und zur Wandseite ein Opa, der Röcheln und Stöhnen abwechselte. War das die Intensivstation oder das Sterbezimmer?&lt;br /&gt;Auf jeden Fall hatte ich zu viele Zombiefilme in meiner Kindheit gesehen, um es bei vollem Bewusstsein noch einen Moment länger in diesem Raum auszuhalten.&lt;br /&gt;Ich versuchte mich aufzurichten, was mir schwer fiel aber nach einiger Zeit schließlich gelang. „Legen Sie sich bloß wieder hin“, schnauzte mich die Schwester an. „Der Arzt kommt gleich zur Visite“. Ich bemerkte meine eingegipsten Arme und die Schiene um mein rechtes Bein. „Außerdem können Sie sowieso nicht weglaufen!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das musste wieder einer dieser Alpträume sein, dachte ich. Doch wo war Gandalf? Gestern war er doch noch da. Die Krankenschwester verließ den Raum und ich starrte zunächst auf ihr übergroßes, kraterförmiges Hinterteil und dann auf die geschlossene Tür. Lange. Sehr lange. Drei Stunden, grob geschätzt. Dann erschien der Arzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Guten Morgen, Herr Pfitzer, schön Sie bei Bewusstsein zu sehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gandalf?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Gandalf? Wenn Sie fernsehen möchten, Herr Pfitzer, kostet das 15 Euro pro Tag extra.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wann kann ich hier raus?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Oh, was das angeht, habe ich gute Neuigkeiten für Sie. Schon Übermorgen werden Sie entlassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Erst Übermorgen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja, und es ist nicht so, dass ich Sie aus medizinischen Gründen entlasse. Ehrlich gesagt: Wir brauchen Ihr Bett.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sie können es jetzt schon wieder haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ein wenig müssen wir schon noch beobachten. Ein gebrochenes Bein, zwei gebrochene Arme und eine verstauchte Schulter, kann man nicht so auf die leichte Schulter nehmen. Verstehen Sie den Wortwitz?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein, der interessiert mich auch reichlich wenig. Sie haben gerade gesagt, ich sei total verkrüppelt und komme erst in zwei Tagen hier raus! Hilfe!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Schreien Sie ruhig, Herr Pfitzer. Ihre beiden Zimmergenossen hören ohnehin nichts mehr. Nicht wahr, Herr Bogner? Herr Bogner? Oh, kann da mal kommen, ich glaube, wir haben einen medizinischen Notfall.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, aber nicht den krepierenden Opi da, sondern mich. Spritzen mich fit, geben Sie mir Drogen. Hauptsache ich komme hier raus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sehen Sie, Herr Pfitzer. Sie sind Kassenpatient, am besten wäre es, sie wären gar nicht hier. Aber ein Mindestmaß an Behandlung ist leider gesetzlich vorgeschrieben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sie sind doch hier der Chefarzt, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich? Ich bin Assistenzarzt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Bitte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er. Was denken Sie denn?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich dachte bislang, die Gesundheitsreform kommt erst noch. Aber offensichtlich habe ich mich getäuscht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich bin schon über der Zeit, wir sehen uns dann morgen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Könnte ich etwas zu lesen bekommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sicher. Holen Sie es sich einfach unten am Kiosk. Ha, den haben Sie aber verstanden, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und was mache ich wenn der Opa abkratzt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Rufen Sie einfach mit dem Notrufknopf die Schwester. Aber denken Sie daran: Missbrauch kostet 50 Euro.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1259308841002141559?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1259308841002141559/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-362.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1259308841002141559'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1259308841002141559'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-362.html' title='Tag 362'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2809700059650125246</id><published>2010-07-06T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-07-06T20:29:24.097+02:00</updated><title type='text'>Tag 361</title><content type='html'>Als ich wach wurde, fand ich mich in einem Krankenhausbett wieder. Auf dem Tisch standen frische Blumen und der warme Sommerwind blies durch die gekippten Fenster. Es klopfte an der Tür und eine bildhübsche, blonde Krankenschwester trat ein. „Wie geht es Ihnen denn heute, Herr Pfitzer?“ fragte sie, während sie mir ein leckeres Frühstück und ein Glas Sekt auf den Nachttisch stellte. „Scheiße“, antwortete ich. „Sie haben lange geschlafen“, ließ sie mich wissen. „Wenn es irgendetwas gibt, was ich für Sie tun kann, müssen Sie es nur sagen. Der Chefarzt schaut gleich nach Ihnen“. Ich blickte ihrem perfekten Hintern lange hinterher, auch als die Tür längst wieder geschlossen war.&lt;br /&gt;Kurze Zeit später kam der Chefarzt. Außer einem weißen Kittel zierte ihn eine lange, weiße Mähne.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Es freut mich dich zu sehen, Christian.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gandalf?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich bin gekommen um dir zu gratulieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wozu?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Zu deiner erfolgreichen Mission. Die letzte Prüfung…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich habe sie bestanden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Natürlich hast du das. Du bist schließlich der Auserwählte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wieso jetzt doch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nun, dir ist doch klar, dass das alles deine ganz persönliche Mission war. Wer außer dir hätte der Auserwählte sein können? Du hast richtig erfasst: Es ist dein Unterbewusstsein. Und du selbst kannst darüber entscheiden, was mit ihm geschieht. Und du hast die Arbeitsagentur besiegt und deine eigenen Dämonen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und was wird aus euch Fernsehgestalten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wir gehen zurück ins den Fernseher. Christian, ich weiß, welchen Entschluss du gefasst hast.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja. Du willst wieder arbeiten. Nichts war wichtiger, als dich aus der Arbeitslosigkeit zu holen. Du hast den größten Schritt auf diesem Weg gemacht, weil du dich bereits für die Arbeit entschieden hast.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber was soll ich machen? Keiner will mich! Meine Bewerbungen waren erfolglos.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nun, ich habe gehört ein kleiner Elektrotechnikbetrieb hat gerade Insolvenz angemeldet. Vielleicht könntest du das Geschäft übernehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ob es das ist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Alles wird gut, Christian. Du machst deinen Weg. Auch ohne Arbeitslosigkeit und Unterschichtenfernsehen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2809700059650125246?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2809700059650125246/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-361.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2809700059650125246'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2809700059650125246'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-361.html' title='Tag 361'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8754703124642960665</id><published>2010-07-05T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-07-05T20:00:01.828+02:00</updated><title type='text'>Tag 360</title><content type='html'>Mein Penis brannte mehr als mein Rachen, aber jede gute Party muss ein Ende haben. Die Argentinierin hat sich mehrfach bedankt, mir kam das spanisch vor, aber es lag weniger an meiner sexuellen Leistungsfähigkeit, als daran, dass ich als einziger ihre Körperöffnungen nicht mit einem Fußballtor verwechselt habe und den Torschrei auch beim Anblick ihrer Lippen nicht auf meinen hatte. Peter fühlte sich heute Morgen wie kurz nach dem Mauerfall, in einer anderen Welt, die ihn hoffnungslos überforderte. Dass jemand so viel Geld für ein altes Tittenheft hinblättert, konnte er nicht glauben. Und ich auch nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beim Frühstück saßen wir wieder bei harten Brötchen und billigem Korn zusammen. „Und Peter, was machst du nun mit deinem Anteil?“ fragte ich ihn. Schon wieder war sie da, die ostdeutsche Orientierungslosigkeit. „Ich weiß es nicht“, antwortete er zögerlich und nippte dabei an seinem Pinnchen. Ich blickte Pensionschefin Petra an, zurück zu Peter und dann wieder Petra. Dann war es mir klar: Petra und Peter. Mit meinem Vermittlerinstikt gelang es mir schnell, beide an einen Tisch und später auch in ein Bett zu bekommen. Vorher verabschiedete ich mich von Peter, zahlte ihm 8000 Euro, also seinen Anteil abzüglich der Nuttenkosten und der GEZ-Nachzahlung und wünschte ihm ein schönes Leben. Wir waren quitt und irgendwie ist er mir auch in den letzten Tagen ans Herz gewachsen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem ich „Petras Wohlfühlpension“ verlassen hatte, startete ich direkt durch zur Sparkasse. Der stellvertretende Filialleiter staunte nicht schlecht, als er mich wiedersah. Noch dazu mit einem so hohen Geldbetrag, den ich in bar einzahlen wollte. Er war zwar skeptisch, informierte aber nicht die Polizei. Warum auch, der Überfall war schließlich gescheitert und eine Beute existierte nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Danach bewunderte ich einige Stunden den Kontostand auf meinem Kontoauszug, fuhr schnell zum Stadtwerke-Kundencenter und beglich auch dort meine Schuld. Fehlte nur noch einer, Herr Wilhelm. Sicherlich, mit meinem Vermögen könnte ich glatt in eine bessere Gegend zu ziehen. Aber ich hatte beschlossen, wieder sesshaft zu werden. Ein fester Wohnsitz und ein geregelter Mieteingang sind da gute Voraussetzungen für einen Neuanfang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Leider wartete Wilhelm jr. immer noch im Treppenhaus. Da ich einer direkten Konfrontation aus dem Weg gehen wollte, kletterte ich auf das Baugerüst, zurück auf den Balkon und… rutschte ab. Ich segelte drei Meter in die Tiefe und wurde dabei nur von einem Betonpfeiler gebremst. Ich sah noch wie sich Familie Wilhelm über mich beugte, dann gingen die Lichter aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8754703124642960665?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8754703124642960665/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-360.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8754703124642960665'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8754703124642960665'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-360.html' title='Tag 360'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8218411204685982065</id><published>2010-07-04T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-07-04T23:00:27.900+02:00</updated><title type='text'>Tag 359</title><content type='html'>Die argentinische Prostituierte aus dem Nachbarzimmer musste sehr zu unserem und ihrem Leidwesen Sonderschichten schieben. Selbst als Professionelle, die schon alles gesehen, gehört und gespührt hat, dürfte es peinlich und erniedrigend zu gleich sein, wenn die Freier beim Orgasmus „Tor, Tor, Tor“ brüllen. Ich fand das Geschreie schon von Weitem aus unerträglich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Peter war davon überzeugt, sich der Polizei stellen zu müssen. „Ich will Sie nicht länger da mit hinein ziehen“, meinte er. „Gehen Sie ruhig nach Hause“. Unabhängig davon, dass ich keine Zuhause mehr habe, fragte ich zurück: „Und was wird aus Ihnen?“. „Nun“, antwortete er „Ich habe doch gestern schon in der Fußgängerzone geübt. Besser sie kriegen mich wegen dem Überfall, im Gefängnis ist die Grundversorgung wenigstens sichergestellt“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieder war es Mitleid, das mich erfasste, als ich das Schuldnerberaterdouble ansah. Ich könnte ihn wirklich bei meinen Eltern im Dachboden lagern, dachte ich. Die Enttäuschung über das Schließfach war mir immer noch ins Gesicht geschrieben. Doch ich hatte meinen Vater vor dem Knast bewahrt, also würde mir das beim GEZ-Schnüffler auch gelingen. Was blieb mir auch anderes übrig?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frühstück war bei unseren Übernachtungen inklusive. Ich schätze, die Pensionschefin, eine ältere Dame, die vermutlich auch im Gewerbe tätig war oder noch ist, hielt Peter und mich für ein Homopärchen bzw. mich für Peters Freier. Mir war`s egal. Ich forderte zusätzlich zum knüppelharten Brötchen mit alter Marmelade noch ein Herrengedeck. Kurze Zeit später brachte sie mir ein Pils und einen Schnaps, doch das reichte mir nicht: „Gute Frau, ich meinte natürlich ein „Willy-Herren-Gedeck“. Also mindestens das Dreifache.“&lt;br /&gt;„Du gefällst mir“, sagte eine einsame Stimme am Nachbartisch. Es war der Zuhälter der argentinischen Nutte. Er hatte zwar Ähnlichkeit mit Diego Maradona, weil er sich auch einen weißen Saddam-Hussein-Bart stehen ließ, war aber reinrassig deutsch und einfach nur vom Leben gezeichnet. „Na, los. Kommt rüber. Seid nicht schüchtern“. Einen Moment überlegte ich und fürchtete mich vor einem homoerotischen Dreier, bei dem ich für Geld sogar mitgemacht hätte. „Ihr seid doch keine Schwuchteln, oder? Der da sieht ja schon so aus, aber du? Was führt euch in dieses wunderschöne Etablissement? Interesse an ein paar heißen Latinas?“ fragte der Zuhälter. „Immer doch“, erwiderte ich. „Allerdings sind wir finanziell nicht so gut aufgestellt.“ „Wirtschaftskrise, was? Meine Geschäfte liefen auch mal besser.“ Er nippte an seinem Whiskeyglas. „Was kannst du denn anbieten?“, fragte er. „Ehrlich gesagt“, antwortete ich „Habe ich nur eine Flasche Apfelkorn und ein Pornoheft.“ Er lachte. Ich weiß gar nicht, was an meiner Armut witzig sein soll. Aber Hauptsache andere können sich darüber amüsieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Für den Apfelkorn kann ich dir zwei Minuten Blowjob geben. Aber von meiner hässlichsten Stute. Aber für das Pornoheft bekommst du nichts, es sei denn es ist die Hustler Erstausgabe von 1974, aber die ist es wohl nicht.“ Ich spuckte den Schnaps halb über den Tisch, nicht unbedingt wegen der Aussage, sondern vielmehr wegen des Geschmacks. Trotzdem: Der Gedanke war genial. Es ging nie um die Geldkassette. Das Pornoheft ist der Schatz gewesen. „Wenn es diese Ausgabe wäre, wie viel ist sie dann wert?“, fragte ich den Zuhälter interessiert. „15, vielleicht 20“, meinte er. „Für zwanzig Euro gibt es eine Menge Tiefkühlbaguettes“, dachte ich laut als ich in das alte Brötchen biss. „20000 Euro“, korrigierte er mich. Mir blieb das Brötchen im Hals stecken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie von der Tarantel gestochen sprang ich auf, schnappte mir Peter und fuhr mit ihm zum Bahnhof. Die Bahnhofshalle betrat ich jedoch alleine. Als ehemaliger Stasti- und anschließender Rundfunkspitzel kannte Peter die Kunst der Tarnung und so ließ ich ihn getrost in einem Gebüsch zurück. Ein Obdachloser verrichtete gerade sein Geschäft an der Schließfachwand, als ich meinen Schlüssel ins Schloss gleiten ließ. Ich schenkte ihm den Apfelkorn, er bedankte sich, indem er mir ausversehen auf die Schuhe pinkelte und ich entnahm das Pornoheft. Tatsächlich. Die Erstausgabe des Hustlers. In einem top Zustand, keine verklebten Seiten oder Flecke. Mit dem Tittenheft unterm Arm schnappte ich mir Peter und fuhr zurück in die Pension.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Freier tobte gerade, als in Pensionschefin Petra hinaus warf. Der Zuhälter saß immer noch am Tisch und kippte Korn. „Das gibt es doch gar nicht. Wie hast du die denn so schnell aufgetrieben?“ fragte er ungläubig, als ich ihm das Pornomagazin unter die Nase hielt. Er hätte fast auf das Blatt gesabbert, so sehr freute er sich darüber. Kalle, das war sein Name, war leidenschaftlicher Pornoheftchensammler. Eigentlich würden seine Frauen nur für diese Sammelleidenschaft anschaffen gehen, erklärte er. Am frühen Abend trieb er 20000 Euro auf. Ich fühlte mich übers Ohr gehauen, aber beim Anblick von soviel Geld wurde ich schwach. Außerdem gab es die Argentinierin dazu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt habe ich Peter mit ihr alleine gelassen. Es ist nur fair, wenn wir den Betrag teilen. So können wir beide einen Neuanfang starten. Heute Nacht wird auf jeden Fall noch ausgiebig in der Pension gefeiert. Kalle ist in Spendierlaune und das muss ich ausnutzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8218411204685982065?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8218411204685982065/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-359.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8218411204685982065'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8218411204685982065'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-359.html' title='Tag 359'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8024671196667041575</id><published>2010-07-03T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-07-03T20:00:00.373+02:00</updated><title type='text'>Tag 358</title><content type='html'>In der Pension stank es schon morgens übel, als die Sonne durch die dreckigen Fenster hinein auf mein Gesicht schien. Der GEZ-Peter schlief noch und für einen kurzen Moment dachte ich darüber nach, ob ich mich nicht heimlich, still und leise davon stehlen sollte. Ich hatte diesem Mann keinerlei moralische Verpflichtung gegenüber, umgekehrt, er war mir noch etwas schuldig. Aber genau diese Schuld wollte er begleichen – und ich meine Mietschuld. Deshalb waren wir überhaupt hier.&lt;br /&gt;Sicherlich, es hätte einen Anflug von Gerechtigkeit gehabt, wenn ich den Gebührenspitzel einfach den Justizbehörden übergeben hätte. Ein Mann, der Menschen dazu genötigt hat, Eva Herman fürs Vorlesen der Nachrichten zu bezahlen, gehört bestraft. Doch ich bin kein Richter. Und ohne seine Bemühungen, ja auch ohne die 200 Euro Provision, die ich selbst finanziert hatte, wären die bisherigen WM-Spiele nur halb so schön gewesen und mein Leben noch ein stückweit mehr im Arsch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So kam ich mir vor wie Brad Pitt in Thelma und Louise, nur ohne Thelma und auch ohne Louise. Mein neuer „Partner in Crime“ sah nach dem Aufstehen dafür mindestens so alt aus wie Susan Sarandon. „Wird Zeit das wir diese billige Absteige verlassen“, sagte ich, in einer Tonlage wie die Synchronstimme von Bud Spencer. Von draußen war ein entferntes Martinshorn zu hören. „Und wo sollen wir hin?“ fragte Peter. Ich suchte nach der Minibar und fand keine. Es war genau eine dieser Herbergen, in die man von einem geizigen Edgar Schellack bei einer längeren, auswärtigen Montage geschickt wird. „Es gibt zwei Möglichkeiten“, hielt ich fest. „Entweder wir ziehen beide zu meinen Eltern, lassen uns dann 24/7 Filmen und verkaufen die Fernsehübertragungsrechte weltweit. Oder aber, wir finden heraus, wozu dieser Schlüssel gehört.“ Ich blickte konzentriert auf das kleine, silberne Stück Wertarbeit. „Nun, glauben Sie die Rechte kauft jemand?“, fragte das Schuldnerberaterdouble. Ich konnte meine Augen nicht von dem Schlüssel lassen. „Was soll es“, sagte ich schließlich. „Ziehen wir halt beide zu meinen Eltern. Ich schlage vor, Sie nehmen den Dachboden und ich den Keller, dort ist es kühler.“ Peter zwegaterte rum, das heißt, er wollte etwas sagen, konnte sich aber nicht für die richtigen Worte entscheiden: „Ich glaube… es könnte sein… vielleicht… also ich denke, ich kenne diesen Schlüssel“, entwich im schließlich. Ich horchte auf. „Als es damals das Begrüßungsgeld gab, da hab ich auch ein Schließfach angemietet. Mein Schlüssel sah genauso aus“, sagte er weiter. Ich fragte nach: „Wo? Wo war das Schließfach?“ „Am Bahnhof“, antwortete er. „An der Unterführung, wo die Obdachlosen immer…“ Ich wusste, welchen Ort er meinte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nichts wäre auffälliger gewesen, als wenn ich mich mit dem GEZ-Mann am helllichten Tage hätte am Hauptbahnhof sehen lassen. Es musste eine Tarnung her. Zunächst kleidete ich Peter in meiner Kleidung und setze ihn in der Fußgängerzone aus. Von dem wenigen Kleingeld, was er in der kurzen Zeit einspielte, kaufte ich Deutschlandfanartikel und Vuvuzelas. So konnten wir uns unerkannt unters Volk mischen. Ich hätte natürlich auch die unsägliche Menschendeko aus meiner Wohnung holen können, doch das Risiko war mir zu hoch. Ohne Geld wollte ich nicht zurück ins Wilhelmsche Horrorhaus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Fußballfans getarnt betraten wir schließlich die Bahnhofshalle. Die Bundespolizei war auch schon da und lief auf den Bahnsteigen Streife. Viel Zeit würde nicht bleiben und so schickte ich mich an, die Schließfächer zu erreichen. Peter war noch nervöser als bei seinem missglückten Banküberfall. Es roch penetrant nach Urin der Obdachlosen, ich steckte den Schlüssel in das Fach mit der Nummer 127 und… er passte. Einen kurzen Moment hielt ich inne, schaute mich um und sicherte mich nach allen Seiten ab, dass uns niemand beobachtete. Im Fach selbst befand sich eine Flasche Apfelkorn, tatsächlich ein weiteres Pornoheft aus den 1970er Jahren und eine schwere Geldkassette.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war gar nicht so leicht diese unbemerkt aus der Bahnhofshalle zu transportieren. Überall sah man angetrunkene Fußballidioten und so stimmte ich ein Lied an und versuchte mit Peter an der Hand durch die Unterführung zu entkommen. Kurz liefen wir durch einen verlassenen Tunnel, bis am anderen Ende wieder Licht erschien. Doch weit kamen wir nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Was sind das denn für Opfer?“, fragte ein schwarzhaariges Migrantenkind ein anderes. „Keine Ahnung, Alter, Kartoffelspastis, Vater und Sohn haben sich verlaufen“.&lt;br /&gt;„Voll der Bastard man, der sieht ja aus wie der Schuldentyp aus dem Fernsehen“, ein Dritter. Ich versuchte die Jugendlichen zu zählen, doch sie vermehrten sich wie die Fliegen. Ich wusste schon, warum niemand außer den Obdachlosen die Unterführung benutzt. Weil man auf der anderen Seite direkt in einem sozialen Brennpunkt landet.&lt;br /&gt;„Hey, Jungs, na, wie geht`s? Wie läufts in der Hood? Schaut ihr auch gleich das Spiel?“, fragte ich die Gruppe. „Wir schauen gleich ein ganz anderes Spiel, man. Türkei gegen Deutschland, Alda.“, meldete sich der Wortführer. Ich korrigierte ihn: „Die Türkei spielt bei der WM doch gar nicht mit“. Er korrigierte mich mit einem Schlag ins Gesicht: „Wer hier mitspielt und wer nicht, entscheide ich man, ist das klar? Also, was macht ihr hier?“ fragte er. „Ihr habt das schon richtig erkannt. Ich und mein Vater, der gute Peter hier, wir haben uns verlaufen. Und wir gehen jetzt einfach wieder zurück.“ „Nichts da. Was ist in dem Ding da?“, fragte der Älteste der Randgruppe, der mit seinem umgewickelten Bandana aussah wie seine eigene Karikatur. „Keine Ahnung“, erwiderte ich wahrheitsgemäß. „Verpisst euch. Wir nehmen das Ding“, sagte der Wortführer wieder. „Tut mir leid. Aber das Ding kommt mit uns“, konterte ich bestimmt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein paar Schläge, Fußtritte und Minuten später kam ich wieder zu mir. Peter hatten sie noch übler zugerichtet. Die Geldkassette war weg und die Schläger auch. Wir waren am Arsch. „Sie sehen ja aus wie ein gerupftes Huhn“, stellte Peter fest. So fühlte ich mich. Doch was sollte ich machen? Die Polizei einschalten? Unmöglich. Und wenn der Inhalt der Geldkassette doch wertlos ist? Ich wollte gerade eine Zigarette anstecken und stellte dabei fest, dass die Jugendlichen mir auch meine Rauchwaren geklaut hatten, als ich mein Handy in der Hosentasche fand. Wahrscheinlich war ihnen das Modell schon zu alt, um es mitzunehmen. Ich erinnerte mich an den „Hustler“ vom Pfandautomat, fand auch auf Anhieb seine Nummer im Handy und rief ihn an. Schnell war Mesut, wie er eigentlich hieß, zur Stelle, passenderweise im Özil-Trikot. „Was los? Du hast Probleme hier gehabt? Man, dich haben ja sie ja krass erwischt, man. Das kommt davon, wenn man arbeitslos ist und auf der Straße rumhängt. Ich hab dir doch gesagt: Du musst hustlen, man.“ Ich fragte ihn nach den Schlägern und schnell stellte sich heraus, dass er jemanden kennt, der jemanden kennt, der die Schläger kennt. Oder zumindest einen von ihnen. Und so klopfte ich am späten Nachmittag an eine Plattbautür.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wer is da?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Pfitzer heiße ich. Ich komme wegen Özgür, ist der da.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Özgür nix da. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Es geht um eine Geldkassette, die ihr Sohn gestohlen hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wer is da? Polizei?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, hier ist die Polizei. Wo ist ihr Sohn, Herr… ehm… Öztürk? Özgür Öztürk? Na ach, egal. Also, wo ist er?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich weiß nix. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Haben Sie was dagegen wenn ich mich mal umschaue?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich nichts haben. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Dann machen Sie doch mal die Tür auf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Tür zu.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein, Tür auf!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Tür zu, auf.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Tür auf, nicht zu.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nix Polizei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Doch Polizei. Ich will jetzt rein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kam mir vor, wie Herr Wilhelm jr. Peter und Mesut, die neben mir standen konnten den Dialog genauso wenig nachvollziehen wie ich. Peter fühlte sich in dieser Gegend sehr, sehr unwohl. Wie es der Zufall wollte, kam just in dem Moment die Jugendgang um die Ecke, in dem wir unverrichteter Dinge wieder abziehen wollten. „Ey Lan“, rief Mesut. „Alter Özgür, bleib stehen, man. Ich wusste, dass du und deine Jungs das wart, man. Gib dem Jungen die Kassette man, er ist korrekt und außerdem ein Kunde von mir, ja?“. Özgür und seine Bande schienen Respekt zu haben. Immerhin, Mesut ist 17 und damit im Durchschnitt drei Jahre älter als die Gang. Ich kam mir vor wie ein Statist. Aber zwanzig Vierzehnjährige können brutaler sein als vierzehn Zwanzigjährige. „Alter, das nächste Mal, wenn ich wegen dir Deutschlandspiel verpasse, sag ich`s deinem Bruder, ist das klar, man?“, fragte Mesut drohend. Die Gang hinterließ uns die Geldkassette und entschuldigte sich vielmals für die Unannehmlichkeiten. Man gab mir die Zigaretten wieder und wünschte noch viel Erfolg beim Spiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch wie sollte ich das Teil öffnen, wenn schon zwanzig Unterschichtenkinder mit Migrationshintergrund das nicht zu Stande bringen? Ich warf sie nach einem Geistesblitz einfach vom Plattenbau, während Peter unten wartete. Tatsächlich, die Kassette zersprang. Ich musste mich beeilen, denn es würde nicht lange dauern, bis neue Sozialschwache auftauchen würden, um uns unserer Beute zu berauben. „Was ist drin, Peter, was ist drin?“ fragte ich aufgeregt. „Ein Brief. Ich lese vor: Li.. was soll das heißen? Ach, lieber Helmut. Lieber Helmut, Es fräut mich das du das Schlissfach gefunden hast. Es ist ales drhin, wi gesprohen.“ Eine Flasche Apfelkorn und ein Pornoheft. Vielleicht war es nur ein Carepaket nach dem Justizvollzug. „Das ist alles?“ fragte ich mich selbst enttäuscht. Alle Bemühungen um sonst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich setze den Rundfunkschnüffler noch zwei Stunden in die Fußgängerzone und kaufte mit ihm gemeinsam Bier, was wir genüsslich noch auf dem Parkplatz des Discountermarktes tranken. Was für ein beschissener Tag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8024671196667041575?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8024671196667041575/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-358.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8024671196667041575'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8024671196667041575'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-358.html' title='Tag 358'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5152566355056610903</id><published>2010-07-02T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-07-02T20:00:01.111+02:00</updated><title type='text'>Tag 357</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Machen Sie die Tür auf, Pfitzer!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Kann man nicht einmal mehr seine Morgentoilette verrichten, ohne dass Sie hier diesen Krawall veranstalten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich hab Sie gewarnt, Pfitzer. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hören Sie, ich habe doch erklärt, dass es mit dem Geld noch etwas dauert. Wir sind auf einem guten Weg, finden Sie nicht auch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Pfitzer, mir ist es egal, ob Sie dort gerade scheißen oder nicht. Ich hole Sie da raus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Einen Moment noch… ich spreche gleich wieder mit Ihnen... hey, haben Sie die Sicherung raus gedreht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wie denn auch, Sie stehen ja schließlich vor der Tür. Verdammte Scheiße.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne Strom war ich in meinem fensterlosen Badezimmer aufgeschmissen. Ich wischte mir blind den Arsch ab und diskutierte dann weiter mit Wilhelm jr. aus dem Treppenhaus, während ich noch in Boxershorts in meinem Flur stand und der unfrische Duft aus dem WC herüber wehte, da auch die Badlüftung nicht mehr lief.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Da hat wohl jemand seine Stromrechnung nicht bezahlt. Jetzt müssen sie rauskommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gar nichts muss ich. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Um 14 Uhr kommen die Nachmieter. Die würden sich gerne die Wohnung anschauen. Von innen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ihr Vater bekommt schon sein Geld. Wie soll ich es denn besorgen, wenn Sie hier Spalier stehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Oh ja, Sie besorgen das Geld. Pfitzer, das haben Sie gestern schon erzählt. Auf Ihr Geld kann man lange warten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unrecht hatte er nicht. Ich hatte keinerlei Ahnung, woher ich das Geld nehmen sollte, dass ich Familie Wilhelm schuldig war. Meine Investition in die deutsche Nationalmannschaft war fehlgeschlagen und die doppelten Sozialleistungen reichten gerade, um mein Konto endlich mal aus den Tiefen des Dispokredites zu führen. Als ich so nachdachte und Wilhelm es mir mit den potentiellen Nachmietern, die pünktlich um 14 Uhr um Einlass baten, schwer machte, einen klaren Gedanken zu fassen, blickte ich zufällig auf den Schließfachschlüssel. Wahrscheinlich werde ich diesem Schließfach nichts finden. Allerhöchstens Pornohefte. Aber es ist die einzige Chance.&lt;br /&gt;Erneut kletterte ich über Balkon und Baugerüst auf die Straße und schwang meinen Hintern in den Bus. Glücklicherweise fand sich hinter einem Sparkassenschalter noch arbeitendes Personal.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Entschuldigung, wie kann ich Ihnen helfen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich bin hier wegen eines Schließfaches.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich kenne Sie doch. Sind Sie nicht… Mustermann?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Pfitzer heiße ich. Christian Pfitzer. Ich habe hier einen Schlüssel, sehen Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich könnte schwören, Sie sind der Mustermann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Schließfachnummer 127. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie haben doch Hausverbot, Herr Mustermann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hier mein Ausweis. Christian Pfitzer, sehen Sie? Und hier, das ist der Schlüssel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Oh, das tut mir leid. Dann habe ich Sie tatsächlich verwechselt. Was den Schlüssel angeht, da kann ich Ihnen nicht helfen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Warum nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nun, er ist nicht von uns.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Hände hoch! Überfall!“ Auch das noch. Ein maskierter Mann mit gebücktem Gang trat an den Schalter. „Vollmachen, los vollmachen!“ Er übergab dem Sparkassenmitarbeiter einen Jutebeutel von der Apotheke. „Und keene Tricks!“&lt;br /&gt;„Die Softairpistole ist doch gar nicht entsichert“, stellte ich fest. „Pfitzer? Was machen Sie denn hier?“, fragte der mutmaßliche Gangster leise. „Sie sollten nicht hier sein.“ Jetzt erkannte ich ihn erst unter der Perücke und dem falschem Bart. Er sah um Jahre jünger aus. Der GEZ-Ermittler war offensichtlich so weit runtergebrannt, dass er es nötiger hatte als ich. „Ich will Geld. Also das Gleiche wie sie“, antwortete ich.&lt;br /&gt;Mit jeder Sekunde wurde der ehemalige Gebühreneintreiber nervöser. Der Sparkassenmitarbeiter blieb gelassen und packte seelenruhig das Geld ein. „Schneller jetzt!“ rief der GEZ-Mann. Ein schriller Ton heulte auf, der Mitarbeiter hatte den Alarm ausgelöst. In Panik griff der Ermittler nach dem Jutebeutel. Fälschlicherweise erwischte er mich und zog mich an seine Brust. „Ich habe eine Geisel!“ schrie er. „Und ich werde jetzt gehen!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wo haben Sie denn den Fluchtwagen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Verkauft. Habe ich doch erzählt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sie überfallen eine Bank ohne Fluchtwagen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wenn die Busse pünktlich kommen würden und sich der Kassierer nicht soviel Zeit gelassen hätte, dann gebe es jetzt kein Problem.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Da ich mir gerade meine Jeans am Stacheldraht eines Kleingartenzauns aufgerissen habe, gibt es schon ein Problem.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Vergessen Sie nicht, Sie sind meine Geisel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ach ja. Und was ist, wenn ich nicht mit Ihnen flüchte? Erschießen Sie mich dann?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Herr Pfitzer, ich habe das für Sie getan. Es tut mir wirklich leid, was ich mit Ihnen gemacht habe. Und da ich Ihnen bisher nur 200 Euro geben konnte, plagt mich mein schlechtes Gewissen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Man, warum haben Sie nicht einfach Fußballspiele manipuliert? Das hätte bestimmt besser geklappt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wollen Sie mir jetzt erzählen, wie man Geld macht? Sie haben doch wohl offensichtlich auch nichts.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Einen Schlüssel habe ich. Einen Schließfachschlüssel. Nur kenne ich das passende Schließfach nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Und den Inhalt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Auch nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Na, wenn das alles ist, was Sie haben, hoffe ich, Sie können Fußballspiele manipulieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nun, ich kenne da ein Sportcafé. Aber ohne Startkapital – keine Chance.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Was machen wir denn jetzt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Was Sie machen, ist mir egal. Ich werde jetzt nach Hause gehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Aber Herr Pfitzer, da wartet sicher schon die Polizei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Umso besser, dann können die gleich meinen Vermietersohn einsammeln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Aber die werden mich einsammeln wollen. Herr Pfitzer, ich bitte Sie, helfen Sie mir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war Mitleid. Ich konnte den abgewrackten, alten Mann einfach nicht alleine in der Kleingartensiedlung stehen lassen. Von meinem letzten Geld aßen wir ein paar Cheeseburger in einem Fast-Food-Restaurant und mieteten uns für eine Nacht in einer Pension ein. Hier gibt es wenigstens Strom. Und wenn jemand auf dem Flur steht, kann ich beruhigt sein, denn ist es nur der Zuhälter von der Nutte aus dem Nachbarzimmer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5152566355056610903?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5152566355056610903/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-357.html#comment-form' title='3 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5152566355056610903'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5152566355056610903'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-357.html' title='Tag 357'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>3</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8455601698603437451</id><published>2010-07-01T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-07-01T20:00:01.252+02:00</updated><title type='text'>Tag 356</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Machen Sie die Tür auf!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Herr Pfitzer, machen Sie es nicht noch schlimmer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich werde diese Wohnung nicht verlassen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Und ob Sie das tun werden. Ihre Zeit ist um. Sie hatten Zeit genug, Ihre sieben Sachen zu packen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Lassen Sie mich meine Schulden begleichen und hier bleiben. Ich bin seit heute Hartz IV-Empfänger.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das ist ja noch schlimmer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ist es nicht. Ich habe einen doppelten Geldeingang zu verzeichnen. Ich kann meine Miete direkt zahlen. Und wenn Sie mich zur Arbeitsagentur lassen, sorge ich noch heute dafür, dass die Mietzahlungen künftig direkt von Amtswegen aus auf dem Konto Ihres Vaters landen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Keine Chance, Pfitzer. Ich traue Ihnen nicht. Und meine Eltern tun es auch nicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber Sie werden doch wohl noch dem deutschen Staat und seiner Liquidität trauen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: In den heutigen Zeiten? Das ich nicht lache, Herr Pfitzer, das ich nicht lache. Machen Sie jetzt die Tür auf!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ohne Räumungsklage gehe ich nirgendwo hin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Warten Sie es ab und wenn ich eigenhändig die Tür einschlage.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Damit ruinieren Sie doch nur das Eigentum Ihres Vaters. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Da haben Sie Recht. Dann warte ich eben vor der Tür. Solange, bis Sie rauskommen. Und dann sind Sie das letzte Mal aus dieser Tür gekommen, haben wir uns verstanden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Denken Sie doch mal nach, Herr Wilhelm. Wenn ich jetzt ausziehe, zahle ich meine Schulden nie. Wenn ich meine Schulden zahle und bleibe, haben Sie bzw. Ihre Eltern doch viel mehr davon.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wo wollen Sie das Geld denn hernehmen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich habe einen Plan.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich auch. Ich rufe jetzt meinen Anwalt an. Und wenn wir Sie mit der Polizei rausholen, glauben Sie mir, wir holen Sie raus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich beobachtete Herrn Wilhelm jr. lange durch den Türspion. Er entfernte sich keinen Moment von meiner Wohnungstür, sondern blieb wie erstarrt im Treppenhaus wartend stehen. Ich war mir sicher, er würde die ganze Nacht da verbringen.&lt;br /&gt;Schnell verkaufte ich zwei Bier an die Fassadenmaler, kletterte von meinem Balkon auf das Baugerüst und von dort aus runter auf die Straße. Von dem Erlös bezahlte ich das Busgeld und fuhr in Windeseile zur Arbeitsagentur.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich in Herrn Cartiers Büro Eintritt wurde ich von einer burschikosen Dame zurückgepfiffen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Haben Sie einen Termin?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein, aber eine Goldkarte. Wo ist Herr Cartier? Er kennt mich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Herr Cartier arbeitet nicht mehr hier. Ich habe nun die Leitung des Jobcenters übernommen. Und Sie haben sicher keine „Goldkarte“.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Warum arbeitet er nicht mehr hier? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Oh, er hat sich versetzen lassen. In die Zentrale nach Nürnberg. Korruptionsabteilung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oha. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wenn Sie dann bitte einfach eine Nummer ziehen würden, ich habe zu tun.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich brauche nur eine Bestätigung von Ihnen, dass sie fortan meine Mietzahlung übernehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wie gesagt: Ziehen Sie bitte draußen eine Nummer. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Es ist dringend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Das interessiert mich nicht. Sie haben zu warten, wie jeder andere hier auch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hören Sie, Frau…&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Michailovic.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Michailovic? Es geht um Leben und Tod. Mein Leben und meinen Tod. Sie müssen das jetzt schnell erledigen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Raus jetzt oder ich rufe den Sicherheitsdienst.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Wartebereich traf ich einen alten Bekannten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hallöchen Eddy, was machst du denn hier?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Was? Ach, du faules Schwein, na, kein Wunder, dass ich dich hier treffe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ich hier bin, versteht sich von selbst. Aber was macht ein Edgar Schellack denn im ALG 2-Wartebereich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Na, was schon, du Penner. Warten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Was ist mit der Firma Schellack Elektrotechnik passiert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Was soll schon passiert sein. Ich bin insolvent. Dreimal darfst du raten, wem ich das zu verdanken habe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na, mir sicher nicht. Schließlich bin ich ja schon seit einem Jahr nicht mehr dabei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nach der Weihnachtsfeier war die Stimmung bei der Belegschaft entsprechend schlecht. Dann die Wirtschaftsflaute. Ach, was erzähl ich dir das eigentlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und jetzt gibt es die Extraportion Hartz IV, weil vorher an der Arbeitslosenversicherung gespart wurde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Für euch habe ich sie ja gezahlt. Ich dachte, mir passiert nichts, der Betrieb wäre sicher. Und jetzt kriege ich das gleiche Geld wie du. Da sieht man, wie ungerecht dieses Land ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Du hast die 209, ich die 215. Das ist ausgleichende Gerechtigkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zweieinhalb Stunden später hatte ich den Wisch. Ich fuhr zurück nach Hause und schloß die Haustür auf. „Wer ist da?“ ertönte der jüngere Wilhelm schon von oben. Ich schlich mich wieder raus, kletterte über das Baugerüst und meinen Balkon in die Wohnung und ging zur Wohnungstür. Ich schob Wilhelm jr. die Unterlagen unter der Tür durch, doch er war nicht zufrieden. Entweder ich würde meine Restschulden zahlen oder rausfliegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8455601698603437451?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8455601698603437451/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-356.html#comment-form' title='4 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8455601698603437451'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8455601698603437451'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/07/tag-356.html' title='Tag 356'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>4</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-45703071534370560</id><published>2010-06-30T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-30T20:00:01.640+02:00</updated><title type='text'>Tag 355</title><content type='html'>Die bisherigen Briefe von Knastbruder Jürgen an Onkel Helmut waren langweilig gewesen. Heute änderte sich das.&lt;br /&gt;Es war von einem Schließfachschlüssel die Rede, den Jürgen deponiert hatte. In diesem Schließfach sei „ales drihn“. Was immer er meinte, ich könnte es herausfinden, wenn ich doch nur den Schlüssel hätte. Und da fiel es mir ein: Ich hatte einen kleinen Schlüssel zusammen mit Helmuts sonstigem Krempel in den Mülltonnen vor dem Altenheim entsorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Neugier war geweckt. Ich las weiter und weiter, Brief um Brief. Als sich immer mehr herauskristallisierte, dass Helmut und Jürgen zusammen ein dickes Ding durchgezogen hatten, hielt mich nichts mehr und ich fuhr zum Altenheim.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es war die ekelhafteste Aktion, die ich in meinem Leben je durchgezogen habe. Ich denke, ein Jeder kann sich in etwa vorstellen, welche Art von Abfall sich in den grauen Tonnen eines Altenheimes verbirgt. Ich sah aus wie Kanalreiniger Mike, als ich nach gefühlten 30 Minuten den kleinen Schlüssel zwischen Windeln und Kathederbeuteln endlich gefunden hatte. Weil selbst mir so eine Fahrt im Bus zu peinlich gewesen wäre, lief ich schnurstracks zu Fuß nach Hause, während die Windelreste auf meinem Kopf langsam aber sicher schmolzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir wäre es auch lieber gewesen, man hätte mich heute zum Bundespräsidenten gewählt. Aber im Moment bin ich zufrieden, wenn ich das passende Schloss zum Schlüssel gefunden habe.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-45703071534370560?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/45703071534370560/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-355.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/45703071534370560'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/45703071534370560'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-355.html' title='Tag 355'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-616440185451754120</id><published>2010-06-29T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-29T20:00:00.101+02:00</updated><title type='text'>Tag 354</title><content type='html'>Ich brauche Geld. Viel Geld. In zwei Tagen soll ich meine Wohnung verlassen und habe noch immer keine Neue.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als letzten Versuch, meine Mietschulden loszuwerden, baute ich mir heute vor dem Haus einen kleinen Stand auf, an dem ich meine Deutschlandfahnen und andere, beim Public-Viewing geklaute, Fanartikel verkaufen wollte. Allerdings stand immer noch das Baugerüst vor dem Haus und wie es der Zufall wollte, begannen die Anstricharbeiten genau dann, als ich meine Geschäfte machen wollte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei gelangweilte, demotivierte Männer zwischen 30 und 40 machten sich ans Werk, um der maisgelben Fassade ein frisches Sonnengelb zu verpassen. Vollkommen unnötig und das, obwohl Herr Wilhelm sn. angeblich von mir finanziell ruiniert wird. Vermutlich wird er versuchen die Kosten noch schnell auf mich umzulegen, bevor er meine Wohnung zwangsräumen lässt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schnell schrieb ich meinen innerlichen Business Plan um und bot den Malern kaltes Bier statt geklauten Spiegelkondomen an. Der Gewinn reichte jedoch nur dafür, dass ich meinen eigenen Konsum finanzieren konnte. Trotzdem, so einen lockeren Balkonjob hat nicht jeder.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-616440185451754120?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/616440185451754120/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-354.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/616440185451754120'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/616440185451754120'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-354.html' title='Tag 354'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-6356201052238673420</id><published>2010-06-28T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-29T12:33:02.086+02:00</updated><title type='text'>Tag 353</title><content type='html'>Es ist interessant und erschreckend zugleich, wie unterschiedlich die Definitionen von „schönem Wetter“ sein können. Die einen liegen bei 35 Grad in der Sonne oder gehen schwimmen, auf jeden Fall haben sie dabei Spaß. Der andere, also ich, sitzt zu Hause und wartet auf den Winter. Es kann einfach nicht „schön“ sein, wenn lauter übergewichtige Menschen in leichter Kleidung durch die Straßen, Parks und Einkaufszentren ziehen und dabei die Luft mit ihrem süßlich-penetranten Schweißgeruch erfüllen, der einem schon von unten aus ins Wohnzimmerfenster hineinweht. Es kann genauso wenig „schön“ sein, wenn jede Frau meint, sie müsse ihren Körper präsentieren, vollkommen egal wie viel oder wenig sie davon hat. Auch kann es nicht „schön“ sein, wenn man nach dem ersten Mittagsbier fast einen Kreislaufzusammenbruch bekommt.&lt;br /&gt;Am allerunschönsten aber ist der Anruf der eigenen Mutter mit der Bitte, dass man doch bei diesem „schönen Wetter“ unbedingt wieder den Rasen mähen solle.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin ein arbeitsloses Arbeitstier, so fremdbestimmt, dass ich mich von mir selbst entfremde. Als Selbstständiger durch die Arbeitsagenturen des Landes zu tingeln und Snacks und gekühlte Getränke zu verkloppen, klingt in diesen Tagen dagegen wie ein Traumjob.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-6356201052238673420?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/6356201052238673420/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-353.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6356201052238673420'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6356201052238673420'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-353.html' title='Tag 353'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7283212232107001583</id><published>2010-06-27T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-27T20:00:00.607+02:00</updated><title type='text'>Tag 352</title><content type='html'>Ausgerechnet heute. Einerseits ist es genial, dass mein riesiger Fernseher einen riesigen Bildfehler darstellt, weil die Garantieleistung des Herstellers mir wahrscheinlich ein wunderschönes Neugerät bescheren wird, andererseits ist es natürlich dramatisch, wenn der Defekt ausgerechnet vor dem schicksalsträchtigen Spiel gegen England auftritt.&lt;br /&gt;So war ich am frühen Nachmittag gezwungen, in Richtung Innenstadt zu marschieren, um das Achtelfinale auf einer Leinwand anzuschauen. Leider hatten noch viele andere Menschen die gleiche Idee – der größte Nachteil am Public Viewing. Die Vorbereitung auf den D-Day war dilettantischer als vor 65 Jahren: Die Leute versteckten sich hinter Alkohol- und Deutschlandfahnen und blickten wie Bruno Gans mit offenen Augen dem Untergang entgegen. Ich war mittendrin und tat es ihnen gleich. Nun hing schließlich nichts mehr von dem Spiel ab. Deutschland hatte mir schon bewiesen, dass es mich hasst.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch das größte Problem an diesem Land ist – und das weiß ein jeder – es ist nie zufrieden. Nebenbei: Alleine deswegen sollte man nicht von Vater- sondern von Mutterland sprechen. Und der deutsche Hass ereilte mich schnell wieder in Form der Bierpreise. Nicht nur, dass ein horrender Pfand auf die Plastikbecher erhoben wird, auch das Getränk selbst ist beim Public Viewing maßlos überteuert. So langsam wird mir klar, warum sich das kulturelle Leben eines Hartz-IV-Empfängers meist doch auf der Bank im Stadtpark mit einem Sixpack Discounterbier abspielt, und nicht hier am Bierstand neben dem gutgelaunten, pöbelhaften Stadtadel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weil die professionellen Pfandflaschensammler die Hochkonjunktur ausnutzten und Teile der Innenstadt bandenmäßig in Reviere aufgeteilt hatten, entschied ich mich, mein nichtvorhandenes Geld lieber auszugeben, als mir welches dazuzuverdienen. Angesichts des Volkes hätte ich mir an den Flaschen ohnehin Hepatitis A bis C und jegliche Herpesviren eingefangen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Immerhin beschleunigte die Nachmittagshitze den Gärungsprozess in meinem Kopf, so dass ich von dem Spiel zwar weniger mitbekam, aber trotzdem mehr Spaß hatte. Ungezwungen flirtete ich mit ein paar grenzdebilen Mädchen und brachte sie so dazu, mich immer wieder auf ein neues Bier einzuladen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis es dann schließlich passierte und die ganze Suppe neben dem Bierstand und einer kleinen Patchworkfamilie aus mir heraussprudelte. Das Spiel war gerade in der 80. oder 8080. Minute, ich konnte es nicht richtig erkennen. Kaum hatte sich mein Kreislauf wieder beruhigt, ergriff mich auch schon die Hand eines Ordnungshüters. Er wollte einfach kein Verständnis für meinen defekten Fernseher zeigen und so musste ich mich dem Platzverweis beugen und nach Hause gehen. Immerhin, eins der Patchworkkinder hat beim Anblick meiner Kotze fürchterlich geweint, das war es mir wert.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich hoffe nur, dass Deutschland verloren hat, denn verdient hat es dieses Land auf jeden Fall.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7283212232107001583?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7283212232107001583/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-352.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7283212232107001583'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7283212232107001583'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-352.html' title='Tag 352'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-6449372878172704916</id><published>2010-06-26T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-06-27T02:50:45.917+02:00</updated><title type='text'>Tag 351</title><content type='html'>Ich hatte keine Lust ranzugehen. Selbst an meinem eigenen Geburtstag gehe ich nicht gerne ans Telefon, wenn meine Mutter anruft, und wie es sich mit Anschuldigungen und Forderungen an einem gewöhnlichen Tage verhält, sollte allgemein bekannt sein. Nach dem fünften Versuch erkannte ich eine gewisse Dringlichkeit an und nahm ab.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, Mutti, ich weiß, dass Onkel Helmut tot ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ja, ja, genau. Endlich, ich meine, schrecklich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sag jetzt nicht, ich soll zur Beerdigung kommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ach Gott, nein, auf solche Sozialbegräbnisse gehe ich doch auch nicht. Da schmecken die Häppchen immer so nach Aldi.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gut, es reicht nämlich wenn ich auf meiner eigenen Beerdigung mit dem Pfaffen alleine am Grab stehe. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Die vom Altersheim haben angerufen. Helmuts Zimmer muss noch heute geräumt werden, sonst müssen wir ab kommender Woche dafür zahlen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, nein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Und deshalb musst du jetzt zum Altersheim fahren und die Bude ausmisten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Warum ich? Ich habe nicht mal ein Auto.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Papperlapapp. Es reicht, wenn du die Sachen in der grauen Tonne vor dem Heim entsorgst. Hauptsache das Zimmer ist leer. Weißt du eigentlich wie viel so ein Altersheimplatz pro Woche kostet? Wir sind leider verhindert. Heute ist das große Golfturnier.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kripo hatte den Tatort wieder zur Entrümpelung freigegeben. In Helmuts Zimmer roch es neben Verwesung immer noch genauso penetrant nach Alkohol. Um stilecht arbeiten zu können, fragte ich das Altersheimpersonal nach weißen Ganzkörperanzügen, wurde aber mit billigen Plastikhandschuhen und Einmalmundschützen abgespeist. Seine Kleidung packte ich fleißig in schwarze Säcke, zwackte mir eine Jeansjacke ab, die nach Knast aussah und mir deshalb vielleicht auf der Straße Respekt oder zumindest eine kleine Spende einbringt und versuchte dann den kleinen Röhrenfernseher von der Wandhalterung zu montieren. Nach ein paar Handgriffen wollte ich ihn gerade verstauen, weil ich mir zwanzig Euro vom Pfandleiher versprach, wurde aber vom Personal mit dem Hinweis zurückgehalten, dass es sich bei dem Gerät um Eigentum des Altersheimes handeln würde. Man kann es ja mal versuchen. Außer leeren Flaschen fand sich noch eine Menge weiterer Müll: Zwei Rechtsrock-CDs aus den frühen 90ern, ein Playboy von 74 und eine Originalausgabe des Stürmers von 44. Die könnte ich Kanalreiniger Mike verkaufen, dachte ich kurz, bis ich über eine Keksdose stolperte. Ich fand ein kleines, gebundenes Buch und einen Stapel mit alten Briefen. Ich nahm einen heraus und stellte fest, dass es um Nutten und Haftbedingungen ging. Interessante Literatur also.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Keksdose behielt ich, den Rest warf ich wie verordnet in die graue Tonne. Bei meinem Glück hätte mich noch der Verfassungsschutz geschnappt, bevor ich die Zeitung gewinnbringend an einen sammelnden Naziopa verkaufen könnte. Mein kurzweiliges Interesse am Playboy war auch verflogen, als ich ausrechnete, dass die ehemaligen Schönheiten heute alle über 50 sein mussten. Die Briefe von Zellengenosse Jürgen hingegen haben unglaublichen Unterhaltungswert und das liegt nicht nur an den Rechtschreibfehlern. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag einen zu lesen, wie bei einem Kalender mit Bibelsprüchen. Und nicht zu vergessen: Natürlich ging auch Helmuts Krückstock in meinen Besitz über, man weiß ja nie, wann man den brauchen kann. Auf der Busfahrt nach Hause gab es zumindest keine Probleme.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-6449372878172704916?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/6449372878172704916/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-351.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6449372878172704916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6449372878172704916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-351.html' title='Tag 351'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4453710894107132167</id><published>2010-06-25T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-25T20:00:00.595+02:00</updated><title type='text'>Tag 350</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Guten Morgen, Herr Pfitzer, entschuldigen Sie die frühe Störung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wenn es um die Kündigung geht. Die ist noch nicht rechtskräftig und wir haben auch noch nicht den 01. Juli.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Es geht nicht um die Kündigung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, gut. Ich meine, gibt es was Neues in der Maibaum-Geschichte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja und nein. Darf ich reinkommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ist eher schlecht, wir können gerne im Flur reden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Dann sollten Sie sich etwas anziehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Meinen Sie wirklich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Einen Moment… so, das ist doch gleich viel besser.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wie Sie meinen. Wir haben „Olga“ gefunden, Herr Pfitzer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wirklich? Das ist ja toll. Und wurde sie schon festgenommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja. Gleich heute morgen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Endlich geht es diesen Umweltsündern an den Kragen. Wenn man BP schon nicht packen kann oder will, sollte man wenigstens die Baumwilderer schnappen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wir haben sie nicht wegen des Baumes festgenommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein. Ich bedauere, Ihnen das mitteilen zu müssen. Ihr Großonkel ist vorletzte Nacht verstorben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, mein Gott.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wir haben Grund zur Annahme, dass seine Lebensgefährtin ihm eine Alkoholvergiftung zugefügt hat. Bei der Blutalkoholkonzentration gehen wir von Fremdeinwirkung aus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ist ja schrecklich. Wenn auch gut möglich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Es handelt sich bei Domenica Preschinski alias Olga Brekovic also tatsächlich um die gleiche Frau, zu der Sie eine Affäre unterhalten haben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Also Unterhalt gab`s nicht. Das wäre ja noch schöner.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wie Sie schon im Maibaum-Fall zu Protokoll gaben, hatten Sie also Kenntnis darüber, dass Sie sich illegal und mit gefälschten Papieren in Deutschland aufhält?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein, Herr Kommissar. Das war nur eine vage Vermutung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wie kamen Sie zu der Annahme?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nun, es gibt diverse Sexualpraktiken, da merkt man, ob jemand diese sozusagen von der Pieke auf gelernt hat. Und bei Olga war es der Fall. Da war mir klar: Sowas lernt man nur im zarten Alter von elf Jahren nachts auf deutschen Schulhöfen oder aber ein paar Kilometer hinter der tschechischen Grenze von deutschen Gymnasiallehrern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Gut kombiniert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nennen Sie mich Sherlock.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ihre Eltern sind bereits informiert. Über die Obduktion und alles weitere informiert Sie dann die Kriminalpolizei. Ich denke, die Ermittlungen im Fall Maibaum können damit auch abgeschlossen werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Schade nur, dass erst Onkel Helmut sterben musste. Mein Ermittlerinstinkt täuscht mich nie, wissen Sie? Sagen Sie, ist bei der Polizei vielleicht noch ein Plätzchen frei?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Gute Leute brauchen wir immer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das glaube ich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Was riecht denn hier so komisch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ach, nichts. Ich muss dann auch mal wieder. Danke, dass Sie Deutschland vor dieser Olga beschützt haben. Auch wenn es für Onkel Helmut schon zu spät war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sind das Drogen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Drogen? Wo? Nein, nein, ich habe nur gerade indisch gekocht, das riecht dann immer so merkwürdig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich könnte schwören, dass das Marihuanageruch ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Da sehen Sie mal, wie leicht einem die Sinne einen Streich spielen können, wenn man nur von Mord und Totschlag umgeben ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie lügen mich nicht an, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Niemals, Herr Kommissar.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er musterte mich kurz und verschwand dann endlich. Auf den Schock musste ich mir gleich noch einen rauchen. Vielleicht hätte ich dem Beamten mitteilen sollen, dass Onkel Helmut vermutlich nur während und nach dem Deutschlandspiel Wasser- und Kornflasche verwechselt hatte. Aber was soll`s. So bleibt mir Olga wenigstens vom Leib und nach der Aktion mit ihren Brüdern hat sie auch nichts Besseres verdient.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4453710894107132167?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4453710894107132167/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-350.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4453710894107132167'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4453710894107132167'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-350.html' title='Tag 350'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3073012199591920494</id><published>2010-06-24T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-06-24T20:00:00.306+02:00</updated><title type='text'>Tag 349</title><content type='html'>Das Essen schmeckte, denn es kam mal wieder vom Caterer. Nur die Feinkost-Antipasti in den Deutschlandfarben sah ein bisschen ekelig aus. Die Seifferts waren Freunde meiner Mutter, was sie beruflich machten, wusste niemand. Zumindest ich nicht. Jochen Berghoff war ein Arbeits- und Golfkollege meines Vaters, seine Frau hieß unglücklicherweise Dagmar und war sichtlich verärgert, als ich mir das Lachen darüber nicht verkneifen konnte. Die Berghoffs hatten Daniel mitgebracht, ihren 13jährigen Sohn, der genauso viel Akne im Gesicht hatte, wie er mich mit seinem pubertierenden Rumgejanke nervte. Schlimmer waren nur die zwei Mädchen der Seifferts, beide um die fünf Jahre alt und derber auf dem Prinzessinnentrip hängengeblieben, als Paris Hilton und Victoria von Schweden zusammen. Alles war wie in einem Märchenbuch, nur dass mir das sprechende Tier fehlte, um mich aus dieser Situation zu befreien. Stattdessen liebäugelte ich mit dem Bier auf dem Tisch. Allerdings hatte ich mir selbst ein strenges Verbot auferlegt, denn wenn ich es mir in meiner Lage weiter mit meinen Eltern verscherze, habe ich nur noch die Wahl unter der Brücke zu schlafen oder von ihr zu springen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Mama, warum sind die da alle so dunkel“, fragte ein Kind. „Weil in Afrika die Sonne soviel scheint“, antwortete Frau Berghoff. „Der liebe Gott lässt in Afrika zwar die Sonne scheinen, aber dafür gibt es da so wenig zu essen“, fügte sie hinzu. „Und weil Dirk Niebel Entwicklungsminister ist“, ergänzte ich und erhielt dafür einen Fußtritt unter dem Tisch. Ich konnte nicht identifizieren, ob mein Vater oder meine Mutter nach mir getreten hatten, also verteidigte ich mich pauschal: „Irgendwann müssen Kinder doch lernen, dass die Welt nicht nur aus Kitty, Lillifee und dem lieben Gott besteht“. Noch ein Tritt, dieses Mal war es mit Sicherheit Frau Berghoff. Bevor das Spiel begann, ertönte die Nationalhymne und jeder in der Runde war sichtlich damit beschäftigt, herauszufinden, ob Mitsingen angebracht war oder nicht. Bis meine Mutter schließlich mit schiefer Stimmlage und falschem Text das Schweigen brach und zumindest die ältere Generation mitriss. Ich schlug die Hände über dem Kopf zusammen: Und ich soll peinlich sein?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Männer rückten etwas näher zum TV-Gerät und gaben sich ihren Getränken hin. Der kleine Seiffert war über sein Trinkverbot genauso angepisst, wie ich über das meinige. Die Frauen tuschelten im Hintergrund währenddessen sie versuchten, sich mit Spirituosen und Mixgetränken zu berauschen. „Da sind aber wirklich viele Schwarze dabei“, stellte meine Mutter leise fest. „Die WM ist ja auch in Afrika“, meinte Frau Seiffert. „Es waren auch schon mal mehr Neger in der deutschen Nationalmannschaft“, mischte sich Frau Berghoff ein und zeigte Sachverstand: „Dieser Asamoah da hat auch mal für Deutschland gespielt. Vielleicht wurde er abgeschoben.“ Das pubertierende Clerasilgesicht musste natürlich den Aufklärer spielen und Dagmar belehren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als ich auf dem Weg zur Toilette am Kühlschrank vorbei kam, brach ich für zwei Minuten mein Trinkverbot und leerte zwei halbe Liter. Dann ging ich Kacken. Es war herrlich. Geraume Zeit später wurde ich durch einen Torschrei zurückgeholt. Auf diesen folgten ein „Ohhh“, weil der Torschütze ein schwarzes Trikot und schwarze Haare trug, ein „Ahhhh“, nachdem wiederrum klar war, dass es sich um einen Spieler für Deutschland handelte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vor dem Spiel ist nach dem Spiel und nach dem Spiel ist vor dem Spiel. In gewohnter Art ließ ich heimlich ein paar Flaschen mitgehen und verabschiedete mich dann von der Gesellschaft. Meine Mutter war offenbar sehr erleichtert, dass ihr Sohn dieses Mal keine Schande über die Familie gebracht hatte und honorierte dies durch ein bisschen Bares.&lt;br /&gt;Um das wertvolle Geld für den Bus zu sparen, ließ ich mich von einem Autokorso mitnehmen, tanzte zeitweise noch auf der Ladefläche eines Pick-Up-Trucks neben zwei freizügigen 17jährigen und kotze am Ende der Fahrt großflächig auf die Motorhaube des hinterherfahrenden Fahrzeugs. Die überdimensionale Deutschlandfahne, die darauf gespannt war, wird das meiste schon abgefangen haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3073012199591920494?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3073012199591920494/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-349.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3073012199591920494'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3073012199591920494'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-349.html' title='Tag 349'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5304145392923340158</id><published>2010-06-23T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-23T20:00:02.583+02:00</updated><title type='text'>Tag 348</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Bitte benimm dich, Christian, hast du verstanden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, Mutti. Aber muss ich wirklich kommen? Ich habe gar keine Lust auf Fußball.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Papperlapapp. Denkst du ich habe da Lust drauf? Aber die Seifferts und die Berghoffs bringen auch ihre Kinder mit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Auf die habe ich auch keine Lust.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Und zieh dir was Ordentliches an! Wenn wir dich schon einladen, wollen wir uns nicht wieder mit dir blamieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Dann macht es doch so wie sonst: Ladet mich nicht ein. Oder erzählt euren Bekannten, ich sei tot.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Warum können wir nicht einmal wie eine normale Familie zu Hause Fußball gucken?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Weil wir keine normale Familie sind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Dann schau mal in den Spiegel und stelle fest wer daran die Schuld trägt!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Moment. Ach, das bin ja ich. Also ich bin gänzlich unschuldig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Papperlapapp, Christian. Du kommst heute Abend zum Spiel. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5304145392923340158?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5304145392923340158/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-348.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5304145392923340158'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5304145392923340158'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-348.html' title='Tag 348'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2141297455642992449</id><published>2010-06-22T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-22T20:00:00.902+02:00</updated><title type='text'>Tag 347</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hallo, ich bin`s, Christian.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wer?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Christian Pfitzer.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ach, der Fußballidiot.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich bin kein Fußballidiot, das habe ich Ihnen doch erklärt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie stören gerade.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich wollte nur sagen, dass ich jetzt doch arbeite.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Schön für Sie, dann viel Erfolg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Danke, wann soll ich denn kommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wohin?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na, zum Arbeiten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Da müssen Sie schon Ihren Chef fragen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber Sie sind doch mein Chef!?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sicher nicht. Solche unzuverlässigen Mitarbeiter kann ich nicht gebrauchen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich bitte Sie. Ich bin bald auf Hartz IV, wissen Sie, was das heißt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ist eine Katastrophe. Und wenn die Mehrwertsteuer auf Tiernahrung angehoben wird, kann ich mir bald gar nichts mehr zu essen leisten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Pfff. Da könnte ich allerhöchstens eine Doku-Soap drüber drehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Dann machen Sie das. Wenigstens ein bisschen Geld.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das müssen Sie doch eh wieder an die ARGE abdrücken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja. Normalerweise erzählen wir das unseren Darstellern gar nicht, sonst würden Sie sich ja nicht in aller Öffentlichkeit so zur Schau stellen. Aber Ihnen sage ich`s direkt, Sie gehen mir nämlich auf die Nerven.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und wenn ich Ihnen einen Nachbarschaftsstreit mit einer waschechten Mietnomade dazu liefere?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Dann könnten wir es zusätzlich noch im Mittagsmagazin platzieren, was aber nichts daran ändert, dass Sie kein Geld sehen werden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Herr Liensen, dann stellen Sie mich doch bitte ein. Ich halte auch nur die Kamera, wenn es sein muss.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hm. Wissen Sie was, ich überlege es mir. Ich habe ja noch Ihre Daten. Ich melde mich. Auf Wiederhören.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2141297455642992449?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2141297455642992449/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-347.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2141297455642992449'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2141297455642992449'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-347.html' title='Tag 347'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4774546701231200271</id><published>2010-06-21T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-21T20:14:25.340+02:00</updated><title type='text'>Tag 346</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Meine Bewerbung als der Mann, der die Günter Netzer-Puppe fernsteuert&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrte Damen und Herren, liebe ARD,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;entschuldigen Sie bitte meine Verzweiflung. Früher habe ich mich ans Fernsehen gewandt, weil ich einen guten Job haben wollte. Heute nicht mehr. Ich bin fast bereit, fast jede Arbeit anzunehmen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Neulich habe ich erfahren, dass der bekannte und beliebte Günter Netzer nach der Fußball-Weltmeisterschaft nicht mehr für Sie arbeiten möchte. Ich kenne den Grund. Der Mann, der die Günter Netzer-Puppe fernsteuert, geht in Rente. Doch ich bin bereit, seinen Posten zu übernehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie wir alle wissen, ist Günter Netzer nicht echt. Bis heute bin ich aber nicht sicher, wie genau Sie das machen. Ob es sich wirklich um eine ferngesteuerte Puppe, einen Roboter, einen Cyborg oder ein Hologramm handelt, weiß ich nicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich kann Günter noch 10 weitere Weltmeisterschaften, in denen Deutschland natürlich auch versagen wird, steuern und sogar seine Sprüche in Hinblick auf die moderne Jugendkultur etwas aufwerten. Das würde die Quote ungemein steigern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gleichzeitig bin ich auch bereit, die Mausklicks auszuführen, die im Moment ein Praktikant zu machen scheint, immer dann, wenn Gerhard Delling auf seinem angeblichen Touchscreen-Monitor hantiert. Auch hier ist ganz klar, dass es sich um einen herkömmlichen HDTV handelt, aber es ist fantastisch, mit welchen Tricks Sie die ältere Generation täuschen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich stehe Ihnen dabei jederzeit zur Seite.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christian Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;P.S.: Diese Bewerbung ist nicht humorvoll gemeint! &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich muss bald meinen eigenen HDTV für Tiefkühlbaguettes verkaufen, wenn Sie mich nicht einstellen.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4774546701231200271?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4774546701231200271/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-346.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4774546701231200271'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4774546701231200271'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-346.html' title='Tag 346'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1220654391885334987</id><published>2010-06-20T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-20T20:00:02.267+02:00</updated><title type='text'>Tag 345</title><content type='html'>Verdammt. Mittlerweile glaube sogar ich nicht mehr daran, einen gut dotierten Job in einem Ministerium, bei BP oder der Arbeitsagentur zu finden. Morgen werde ich den Fernsehfritzen noch einmal anrufen und um Gnade flehen. Es gibt nämlich nur noch zwei Möglichkeiten: Entweder ich nehme den Job an und ende freilich wie David Hasselhoff oder aber, ich nehme den Job nicht an, ende auch wie David Hasselhoff, kann mir dann aber nicht leisten, mir meine Restexistenz schönzutrinken. Das wäre hart.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu allem Überfluss habe ich heute noch die Post geholt und geöffnet. Strom- und Telefonanbieter, Herr Wilhelm junior und senior, die Sparkasse, die GEZ, alle sind sich einig: Sie wollen Geld von mir und zwar unverzüglich, ansonsten kündigen sie drastische Mittel an. Familie Wilhelm ist schon soweit, dass sie nicht einmal mehr Geld will, sondern nur, dass ich schnell aus ihrem Leben verschwinde. So ging es mir schon mit Familie Schellack und sogar mit meiner eigenen. Jegliche Beschwichtigungsversuche und auch der Widerspruch gegen die Kündigung blieben unerhört. Stattdessen flüchtet Herr Wilhelm senior nun schon, wenn er mich von Weitem sieht, um ja nicht in Gespräch verwickelt zu werden. Und das nach all dem, was ich für ihn und dieses Haus getan habe. Heute wollte ich ihn auf das Baugerüst am Haus ansprechen, das seit Freitag das Wohnbild noch mehr verschandelt, als meine Deutschlandfahnen es je gekonnt hätten. Ehe ich mich versah, war er jedoch wieder hinter seiner Wohnungstüre verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Situation ist enger als alles, was Josef Fritzl und Anhang in ihrem Leben je gespürt haben. Und wenn kein Wunder geschieht, kann ich bald auch irgendwo in einem Kellerloch hausen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1220654391885334987?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1220654391885334987/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-345.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1220654391885334987'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1220654391885334987'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-345.html' title='Tag 345'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7855446332167248907</id><published>2010-06-19T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-19T20:00:01.717+02:00</updated><title type='text'>Tag 344</title><content type='html'>Fast nichts ist mir geblieben. Heute Morgen lag noch die Vuvuzela auf dem Tisch, neben den leeren und einigen wenigen vollen Bierflaschen. Maximaler Pfandwert: 15 Euro. Das ist alles, was mir noch bleibt, neben einem Berg voll Schulden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ganz Deutschland schimpft auf den Schiedsrichter, außer mir. Ich schimpfe auf ganz Deutschland, auf zwei Polen, die für Deutschland spielen und natürlich auf mich selbst. Ich hätte auch beim Pferderennen auf Fury oder Black Beauty wetten können, meine Gewinnchancen wären sicher nicht so schlecht gewesen. Das nächste Mal spende ich mein Geld gleich an die Tafel, bevor ich es in deutschen Fußball investiere. Aber es wird ja gar kein nächstes Mal geben, denn wenn ich bald selbst mit einem ordentlichen Hartz-IV-Bescheid bei den Tafeln shoppen gehe, habe ich bestimmt kein Investitionskapital mehr zur Verfügung.&lt;br /&gt;In meiner finanziellen Notlage ist mir jedes Mittel Recht:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrte Frau Kraft,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;herzlichen Glückwunsch zur Landtagswahl, wenn auch etwas verspätet. Aus den Medien habe ich erfahren, dass Sie nun unser schönes Bundesland mit einer Minderheitsregierung beglücken wollen. Das finde ich super, immerhin gehöre ich auch einer Minderheit an. Eigentlich vertrete ich alle erdenklichen Minderheiten, ich bin sozusagen die Minderheit in Person. Gerne würde ich mich daher Ihrem Kabinett anschließen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Besonderes Interesse besteht am Posten des Arbeitsministers. Ich bin nun bereits seit einem Jahr arbeitslos und damit bestens für das Amt qualifiziert. Bei mir muss auch niemand Angst haben, dass ich wegen mangelndem Respekt an meiner Person zurücktrete. Zumindest nicht vom Amt, höchstens ins Gesicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;In weniger als zwei Wochen droht mir der Abstieg ins ALG2. Sie sind ernsthaft meine letzte Chance auf Resozialisierung. Ich werde Sie nicht enttäuschen. Falls es nicht für einen Ministerposten reicht, mache ich auch alle anderen Aufgaben, bei denen ich fürs wenig tun viel Geld bekomme. Ich hoffe, Sie finden ein Plätzchen für mich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Tun Sie es nicht für mich, sondern für alle Minderheiten in Deutschland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Und bedenken Sie: Sozial ist, wer mir Arbeit verschafft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christian Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7855446332167248907?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7855446332167248907/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-344.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7855446332167248907'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7855446332167248907'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-344.html' title='Tag 344'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1636666953162425738</id><published>2010-06-18T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-18T20:00:01.907+02:00</updated><title type='text'>Tag 343</title><content type='html'>Es ist bezeichnend: Als ich heute Morgen den verbliebenen Teil der GEZ-Provision in Biervorräte investierte schien die Sonne. Als ich mit dem Bier und der deutschen Nationalmannschaft endgültig fertig war, zeigte sich der Himmel unter einer Wolkendecke. Es war, als würde Gott persönlich auf mich herab pissen wollen. Ich habe alles verloren, wirklich alles. Mein letztes Geld. Und das alles sind die Polen Schuld. Hätte sich Klose nicht vom Feld verweisen lassen und Poldi nicht den Elfmeter verschossen, wer weiß, vielleicht wäre ich bald finanziell rehabilitiert. Doch so bin ich stehend k.o. oder besser liegend, denn ich habe soviel während des Spiels getrunken, dass ich kaum noch stehen konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jetzt bin ich bereits persönlich nach Polen einzumarschieren, um Poldi und Klose auszuliefern. Wenn diese Millionäre doch wüssten, was sie mir angetan haben. Ich bin immer noch außer mir, fassungslos, nicht aufnahmefähig. Ich hätte es wissen müssen, beim Anblick der Sammelkarten. Diese Milchgesichter. Es ist unfassbar. Ich habe noch nie für Deutschland gehalten, aus gutem Grund. Doch ausgerechnet dann wird man enttäuscht. Jetzt ist mir Hartz-IV gewiss. Am besten suche ich noch heute Abend eine Brücke.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1636666953162425738?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1636666953162425738/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-343.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1636666953162425738'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1636666953162425738'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-343.html' title='Tag 343'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-6117368283382647099</id><published>2010-06-17T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-17T22:58:54.586+02:00</updated><title type='text'>Tag 342</title><content type='html'>Ich packte gerade meine Wäschetasche für den Waschsalon, als ich ein altes Memo mit den Worten „Memos schreiben“ wiederfand. Beachtlich: Ich habe schon längere Zeit mein Leben ganz ohne diese kleinen Gedankenstützen organisiert. Ja, ich brauche nicht mal mein Haushaltsbuch von der Sparkasse, um festzustellen, dass ich kein Geld habe. All die kleinen Helfer sind für Arbeitslose einfach nur überflüssig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Weg nach unten rannte ich fast Herrn Wilhelm über den Haufen, sagte ihm hastig, dass er nach dem dritten Vorrundenspiel bestimmt sein Geld bekommen würde und machte mich auf in Richtung Bushaltestelle. Es ist nicht nur eine Schmach seine Schmutzwäsche in einem öffentlichen Sammelzentrum des Schmutzes zu waschen, wenn man sie darüberhinaus vorher in öffentlichen Verkehrsmitteln, also ebenfalls Sammelzentren des Schmutzes, transportieren muss. Mit meinen dreckigen Boxershorts auf dem Schoss und der Oma neben mir, kam ich mir im Bus vor wie ein Penner, der sein Hab und Gut in einem Betttuch auf dem Rücken trägt. Mit dem einzigen Unterschied, dass mein Betttuch im Wäschekorb lag und immer noch nach Sabrina duftete. Ich brauchte den Geruchsneutralisierer ja schon für meine Kleidung.&lt;br /&gt;Im Waschsalon war ein Radio aufgestellt und ein unterbezahlter Mensch in blauer Kleidung bewachte es. Ein toller WM-Service. Aus lauter Langeweile flirtete ich eine 40-Jährige an, entschied mich aber dann doch später nicht auf einen Absacker mit zur ihr zu kommen. Es mag an ihrer verwaschenen Aussprache gelegen haben. Oder aber auch an ihrer verwaschenen Leggins. Keine Ahnung.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlich werde ich wegen der Zeitverschiebung irgendwann mitten in der Nacht aufstehen, um mich auf das Spiel vorzubereiten. Zwar liegen Südafrika und Deutschland in der gleichen Zeitzone, aber der Anstoß findet bereits zur Mittagszeit statt. Es liegen also acht Stunden zwischen dem Spielbeginn und meinem üblichen Pegel, den ich brauche, um ein Deutschlandspiel zu ertragen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-6117368283382647099?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/6117368283382647099/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-342.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6117368283382647099'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6117368283382647099'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-342.html' title='Tag 342'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8131959950848371290</id><published>2010-06-16T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-06-16T20:49:36.569+02:00</updated><title type='text'>Tag 341</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrte Herr Hayward,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;vor einigen Wochen hatte ich Ihnen geschrieben und Ihre fehlende Imagekampagne bemängelt. Ich selbst hatte mich als Leiter dieser beworben. Nun habe ich festgestellt, dass fast mehr Millionen Dollar in Ihre Werbung geflossen sind, als Liter Öl ins Meer. Was soll das?&lt;br /&gt;Selbst der Quotenneger ist sauer. Natürlich nicht wirklich, aber er tut so, als bilde er Schaum vorm Mund, obwohl es nur Zahnpasta ist. Und auch ich bin sauer. Nicht wegen dem Öl im Meer, denn wer im offenen Meer schwimmt, hat eh verloren. Sie geben tatsächlich Millionen aus, um die Leute in einem billigen Spot vor einem Greenscreen zu beschwichtigen? Verdammte Axt würde unsere trällernde Volksbratze da sagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nehmen Sie sich doch mal ein Beispiel an der israelischen Armee und versenken Sie einfach ein Greenpeace-Boot. Zeigen Sie, wer Herr über die Ozeane ist. Oder wollen Sie sich weiter von den Amerikanern verhöhnen lassen, wie neulich beim Fußballspiel?&lt;br /&gt;Exxon wartet schon darauf, den Tigerhai raus zulassen und Sie wie einen öligen Tintenfisch zu schlucken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie Sie den Kampf doch noch gewinnen? Ich verrate es Ihnen – wenn Sie mich endlich einstellen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;P.S.: Jahresgehalt bitte doch in Britischen Pfund, Gold, Öl oder HDTV-Geräten. Alles andere ist mir wirklich zu unsicher.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8131959950848371290?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8131959950848371290/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-341.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8131959950848371290'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8131959950848371290'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-341.html' title='Tag 341'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-905750042721305487</id><published>2010-06-15T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-15T20:00:01.585+02:00</updated><title type='text'>Tag 340</title><content type='html'>200 Euro haben oder nicht. Doch so sehr ich mich über diesen unverhofften Gewinn auch freute, genauso sehr enttäuschte es mich, dass ich ganze zwei Tage in Folge vergessen hatte zu arbeiten. Auch mein neuer Chef fand das komisch und meldete sich daher telefonisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Herr Pfitzer, was ist denn los? Haben Sie kein Interesse mehr an meinem Angebot?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich. Ach, Herr Dings, ja. Stimmt, ich sollte ja arbeiten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das sollten Sie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das habe ich ganz vergessen. Es ist so ungewohnt, wissen Sie. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich denke, dann wird aus unserer Zusammenarbeit nichts.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, das wäre aber schade. Ich hätte eigentlich nur gern noch etwas Bedenkzeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie glauben wirklich, wir hätten nur auf Sie gewartet, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Haben Sie nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na ja, wissen Sie, wenn die Vorrunde vorbei ist sollten wir uns nochmal unterhalten, vielleicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Herr Pfitzer, wenn Sie Ihre Arbeitsmoral vom Fußball abhängig machen, dann sind Sie nichts für uns.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein, doch, ich meine, mit Arbeitsmoral hat das nichts zu tun. Es ist eher meine Existenz, die da dran hängt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: So hatte ich Sie zwar nicht eingeschätzt, aber..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sie verstehen mich falsch. Ich bin nicht einer von diesen Vollidioten, die mit Mütze und Tröte total besoffen durch die Straßen ziehen und beim Public Viewing plötzlich dem Nationalstolz vollen Lauf lassen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein. Ich hasse Public Viewing sogar. Früher konnte der Mann noch mit Seinesgleichen Fußball schauen, während die Frau ein üppiges Mal auffuhr oder abspülte. Und heute? Laufen die Frauen genauso karnevalsmäßig behindert rum wie die Männer und geben sich im Vollrausch die Blöße. Ich als Hobbyfeminist kann das nicht gutheißen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Interessant, aber warum kommen Sie dann nicht arbeiten, wenn Sie gar kein Fußball schauen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Schauen tue ich das schon, aber eben alleine und nicht mit den anderen Deppen. Die Medien wollen einem ja ständig erzählen, man wäre dann nichts oder maximal minderwertig, aber das Gegenteil ist der Fall. Zum Public Viewing gehen genau die Idioten, die keine Freunde und ein Problem damit haben. Ich habe zwar auch keine Freunde, aber auch kein Problem damit. Ole.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wir haben im Büro auch einen Fernseher.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, sehen Sie, Herr Dings, da haben wir es wieder. Plötzlich muss ich kollektiv mit irgendwem gucken, den ich gar nicht mag und wenn ein Tor fällt wird er mich umarmen und seine Schweißränder an mir abwischen. Das ist mir zu gefährlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Dann scheinen Sie wirklich nicht für die Öffentlichkeit gemacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich sehe das anders. Die Öffentlichkeit ist nicht für mich gemacht. Aber im Kern haben Sie Recht. Also, hätten Sie da eventuell einen Heimarbeitsplatz für mich? Ich stehe sowieso nicht so auf Teamwork, wenn ich einfach mein Konzept hierarchisch nach unten durch prügeln könnte, wäre das perfekt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nee, also so läuft das bei uns nicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Dann wissen Sie ja jetzt, warum das Nachmittagsprogramm so beschissen ist.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Bitte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Machen Sie sich doch nix vor. Ich bin Ihr Retter. Und wenn Sie mich wollen, müssen Sie schon schwerere Geschütze auffahren. Fast jede Nacht erzählen mir Gestalten, dass ich Ihr Angebot bloß nicht annehmen soll und mich vor den TV-Medien in Acht nehmen soll. Deren Argumente sind deutlich besser, als Ihre.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie sind eigentlich nur ein seltsamer Typ, der kurzzeitig mein Interesse geweckt hatte. Das ist aber schneller verflogen, als Ihre Bierfahne aus meinem Büro.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ehrlich: Habe ich gestunken?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: An dieser Stelle muss ich Ihnen mitteilen, dass ICH noch zu tun habe. Ich werde dann mal weiter ARBEITEN. Sie machen sicher Ihren Weg, auf Wiederhören.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Dieser Weg wird kein leichter sein..&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-905750042721305487?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/905750042721305487/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-340.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/905750042721305487'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/905750042721305487'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-340.html' title='Tag 340'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4059112476650773416</id><published>2010-06-14T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-06-14T20:00:00.967+02:00</updated><title type='text'>Tag 339</title><content type='html'>Die Fußballparty ist etwas lauter ausgefallen. Das lag sicher nicht nur an dem Spiel, aber an dem Alkohol, den ich währenddessen zufügen musste. Wenn von einem deutschen Fußballspiel die eigene Existenz abhängig ist, dann ist es ungleich spannender. Während der Halbzeit beschwerte sich Herr Wilhelm, da ich in der ersten Hälfte bereits lautstark in meine Vuvuzela gerülpst und martialisch "Ihr Kinderlein kommet" als Fanhymne angestimmt habe. Ich konnte das kurze Gespräch nicht nutzen um das Missverständnis mit der im Raum stehenden Kündigung zu klären. Stattdessen drohte er nur wieder, dass gleich sein Sohn in meinem Raum stehen würde. Na ja, so hat wohl jeder seine inneren Reichsparteitage.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste Hürde war also genommen als ich - noch benommen - mal wieder durch lautes Klopfen geweckt wurde. Der GEZ-Zwegat, hinterlistiger Stasispitzel und feiger Denunziant, stand vor der Tür. Ich schlug sie wieder zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Herr Pfitzer, hören Sie. Es tut mir leid.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hauen Sie ab. Sie und Ihresgleichen gehören ins Stasiarchiv, in die hinterste Ecke ohne Licht und Nahrung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich bin hier um mich zu entschuldigen. Es war nicht richtig, was ich gemacht habe. Und.. Sie hatten Recht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Verschwinden Sie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich habe Bier dabei, als Wiedergutmachung. Wollen wir uns nicht ein Spiel ansehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Guter Trick. Aber darauf falle ich nicht mehr rein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich brauchte die Provision, Herr Pfitzer. Und jetzt, jetzt, wurde ich wirklich gekündigt. Uns Ermittler braucht man jetzt nicht mehr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Tja, Herr Z. Jetzt sehen Sie mal, was Kurt Beck aus einem macht: Einen Vorzeigearbeitslosen. Die große Mutter Beimer ist fertig mit Ihnen. Aber das ist nicht mein Problem.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Bitte, es tut mir wirklich leid.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Zahlen Sie meine 1000 Euro GEZ-Nachzahlung?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das würde ich gerne. Aber ich stehe ja nun auch mittellos da. Einzig die Provision kann ich Ihnen geben. 200 Euro.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Schieben Sie sie unter der Tür durch, wenn Sie es ernst meinen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hier.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Danke. Und jetzt hauen Sie ab. Sie haben mein Leben ruiniert, Sie Wichser.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4059112476650773416?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4059112476650773416/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-339.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4059112476650773416'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4059112476650773416'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-339.html' title='Tag 339'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1455139728251693848</id><published>2010-06-13T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-13T20:00:02.140+02:00</updated><title type='text'>Tag 338</title><content type='html'>Die Spannung steigt. Nur noch wenige Minuten bis zum ersten Spiel der deutschen Gurkentruppe gegen Australien. Da ich alles Glück der Welt brauche, um mit meiner Wette erfolgreich zu sein, habe ich meine übergroße Deutschlandfahne von der WM 2006 heute noch um zwei weitere, kleinere Fahnen erweitert. Keine Sorge: Nach der WM gebe ich sie wieder zurück. Bestimmt. Doch nun wehnen alle drei Flaggen gleichmässig im Wind. Drei Siege sollen es sein. Scheitert Klassensprecher Phillip Lahm mit seinen Lausbuben droht mir der endgültige Abstieg in die Obdachlosigkeit mit gekürzten Sozialleistungen und ohne jegliche Perspektive. Oder, was mittlerweile schlimmer erscheint: Ich produziere Unterschichtenformate für ein Unterschichtsgehalt. &lt;br /&gt;Ich bin mir ziemlich sicher, dass das verlockende Jobangebot die letzte Prüfung ist, von der Gandalf gefaselt hatte. Und David Hasselhoff geht mir einfach nicht aus dem Kopf. Hoffentlich sitzt die Merkel nicht im Stadion, das kann ja nur Pech bringen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1455139728251693848?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1455139728251693848/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-338.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1455139728251693848'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1455139728251693848'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-338.html' title='Tag 338'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3406596437647048910</id><published>2010-06-12T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-13T10:19:39.304+02:00</updated><title type='text'>Tag 337</title><content type='html'>Ich komme einfach nicht aus dem Folterkeller raus. Ich hatte gehofft, jetzt wo ich Bier teils mit Leitungswasser substituieren muss, würden die Alpträume ausbleiben und Gandalf endlich einen anderen Arbeitslosen plagen, doch weit gefehlt. Ich blickte auf seinen leeren Schaukelstuhl und konnte ringsherum nichts erkennen. Der Keller war stockfinster. Ich hatte instinktiv Angst vor Möllemann, der wäre mit seinem Wahn und den Dartpfeilen zu allem fähig gewesen. Stattdessen hörte ich eine vertraute Stimme hinter mir. „Geht’s guat?“, fragte sie. „Du? Was machst du hier?“. Ich war erstaunt und schockiert. „Ik bin einen von ihnen, alles klor?“. Hasselhoff war riesig, bestimmt drei Meter groß und wankte, als er auf mich zukam. „Junge Christian, du bissabei eine riesige Fehler zu maken“, lallte er. „I`ve been looking for freedom.. and now? Schau mik an. Freedom aint what I found, boy. Ik kann dir nur sagen, mein Freund, fuck television”. Er war kurz vorm Umfallen, ergriff aber noch einmal die Flasche mit Whiskey. „Du bis jetzt in den Finale, alles klor? Das is wie in ein Castingshow. Wenn du gewinnst, hassu verloren, verstehst du?“. Ich überlegte und fragte nach: „Also soll ich den Job nicht annehmen?“. Noch ein Schluck Whiskey, dann reichte er mir die Flasche rüber und sagte: „Auf keinen Fall. Alles klor? Es ist ihr Plan. Erst diesen GEZ-Komplott, now sie wollen dich in den Privatfernsehen abschieben. Du sollst auf ihren Seite kommen. Sie haben mich damals mit den Angebot für Knight Rider gefangen. Ich sage dir: Fight back, boy“. „Ist das die letzte Prüfung von der Gandalf sprach?“, fragte ich ihn, doch er verschwand und ich wachte auf. Ich hörte mich „David, David“ schreien und blickte auf meine Schlafzimmerdecke.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3406596437647048910?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3406596437647048910/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-337.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3406596437647048910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3406596437647048910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-337.html' title='Tag 337'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5065958866782860919</id><published>2010-06-11T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-11T20:00:01.805+02:00</updated><title type='text'>Tag 336</title><content type='html'>Im Bahnhofsvorraum wurde ich von zwei Junkies nach Geld und Zigaretten gefragt, verweigerte aber die Abgabe, beobachtete dann einen besoffenen Russen der geradewegs und mit aggressiver Stimmung auf mich zusteuerte, kurz bevor er mich erreichte jedoch das Gleichgewicht verlor und kerzengerade umfiel. Die Fahrt ging vorbei an meinen Lieblingsorten aus Jugend und Kindheit, am Pascha und Phantasialand. Die ersten Fussballidioten grölten besoffen durch die Abteile, übten sich unfachmännisch im Vuvuzela-Blasen und ergänzten damit die ohnehin schon gute Stimmung zum Wochenend- und Feiertagsverkehr.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für das Zugticket musste ich 14,80 Euro hinlegen, einfache Fahrt. Mit dem Auto hätte mich der Spaß insgesamt nur 10 statt 30 Euro und auch wesentlich weniger Nerven gekostet. Grund genug die Deutsche Bahn zu hassen. Ein Hass der auf Gegenseitigkeit beruhen muss, sonst würden die Züge, mit denen ich reise, nicht immer überfüllt sein und auch hier und da mal ein Fenster geöffnet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Büro der Produktionsfirma war schmucklos und lag in einem Industriegebiet eines Vor-Vor-Ortes von Köln. Als ich beim Personalleiter ankam war ich durchnässt wie ein Straßenköter, teils von eigenem Schweiß, teils vom Fremden, aber teils auch vom Gewitterregen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ach, Sie müssen Christian sein. Hallo, Marc Liensen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hallo. Wo soll ich unterschreiben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hehe, das kommt drauf an, was Sie bei uns machen möchten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Geschichte schreiben. Ich möchte das Unterschichtenfernsehen revolutionieren. Eine neue Era einleiten. Nach Talkshows, Gerichtssendungen und gestellten Hartz-IV-Soaps kommt die nächste Stufe der Fernsehunterhaltung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Klingt gut, werden Sie konkreter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nun, ich würde mich an japanischen Spielshows orientieren. Viele Absurditäten, viel Porno. Für den Content bezahlen die Leute. Und wir brauchen Reality-Formate, bei denen es um was geht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Um was soll es gehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na ja, vergessen Sie Vera und so. Diese ganzen Helfer-Sendung. Wir brauchen etwas Destruktiveres. Die Leute dürfen nicht immer nur Gewinnchancen haben, sie müssen auch mal etwas verlieren. Job, Haus, Kinder. No risk, no fun. Lassen Sie die Leute gegeneinander kämpfen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hmm… Haben Sie Erfahrungen in der Branche?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sicherlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Machen Sie es nicht so spannend..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich bin seit einem Jahr arbeitslos. Da schaut man viel Fernsehen und kennt die Probleme. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich würde Ihnen einen Volontariatsvertrag anbieten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Was bedeutet das? Irgendwie hört es sich pervers an.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Es ist ähnlich wie ein Praktikum.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sag ich doch. Pervers.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Anschließende Festanstellung nicht ausgeschlossen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Bekomme ich meine eigene Sendung?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er. Bitte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gut, darüber können wir verhandeln, wenn ich fest angestellt bin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der TV-Karriere steht nichts mehr im Wege. Außer vielleicht die Deutsche Bahn, denn ich habe keine Ahnung, wie ich es organisieren soll, jeden Morgen in die Produktionsfirma zu kommen. Aus sozialer und finanzieller Hinsicht ist das eigentlich überhaupt nicht machbar. Trotzdem soll ich am Montag anfangen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5065958866782860919?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5065958866782860919/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-336.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5065958866782860919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5065958866782860919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-336.html' title='Tag 336'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4949186873488539653</id><published>2010-06-10T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-10T20:00:00.579+02:00</updated><title type='text'>Tag 335</title><content type='html'>Heute morgen versuchte ich mein Leitungswasser geschmacklich etwas aufzuwerten, indem ich ein bisschen Würzmischung aus einer Packung Billigspaghetti hinzugab. Für Leute mit Anspruch nur bedingt empfehlenswert. Für mich war der tomatenartige Nachgeschmack mal etwas anderes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ehrlich gesagt, hätte ich nie erwartet dass sich Frau Schäferkordt, RTL oder irgendwelche Lakaien bei mir melden, nachdem sie mein Sendungsformat dreist plagiiert hatten. Doch anscheinend wissen sie ganz genau, dass das Unterschichtenfernsehen ohne mich nicht läuft. Ich rief den guten Herrn Liensen an und vereinbarte für Morgen einen Vorstellungstermin. Wenn alles gut läuft bin ich nicht nur bald wieder in Arbeit, sondern werde noch dazu die Welt verändern. Oder zumindest die deutsche Fernsehlandschaft, aber die ist für viele ja gleichbedeutend mit der Welt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4949186873488539653?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4949186873488539653/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-335.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4949186873488539653'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4949186873488539653'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-335.html' title='Tag 335'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3350423105928352873</id><published>2010-06-09T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-10T11:26:27.206+02:00</updated><title type='text'>Tag 334</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrter Herr Pfitzer,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;die Redaktion von RTL hat Ihre ergreifende „Bewerbung“ an uns weitergeleitet. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Natürlich haben Sie keinen Urheberanspruch auf das Sendungsformat „Süchtig“, welches sich neu im Programm des Senders befindet. Wir, eine Produktionsfirma mit Sitz nördlich von Brühl, haben dieses Format auch nicht zu verantworten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Dennoch halten wir Sie für einen fähigen Mann und würden uns freuen, Sie bald persönlich kennen zu lernen. Im Auftrag mehrerer renommierter TV-Sender produzieren wir Reality-Formate und sind ständig auf der Suche nach Autoren, Darstellern und Statisten. Bei Interesse bieten wir Ihnen gerne ein begehrtes Volontariat in unserem Hause an. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Melden Sie sich bitte bei Interesse baldmöglichst unter der oben angegebenen Rufnummer oder per eMail.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mit freundlichen Grüßen,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Marc Liensen,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Personalleiter brainless productions&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3350423105928352873?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3350423105928352873/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-334.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3350423105928352873'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3350423105928352873'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-334.html' title='Tag 334'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3987366815366035158</id><published>2010-06-08T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-08T20:00:00.199+02:00</updated><title type='text'>Tag 333</title><content type='html'>Dieses Land hasst mich. Und wenn dieser Hass noch nicht durch das dilettantische Gekicke der deutschen Nationalmannschaft gezeigt wurde, so drückt er sich durch das andere Sprachrohr der Unfähigkeit, durch die Bundesregierung, aus.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings frage ich mich, warum Merkel und Westerwelle ihr Sparpaket nicht gleich Konjunkturpaket 3 genannt haben. Fürs Image wäre es besser gewesen. Große Angst habe ich vor dem Paket trotzdem nicht. Mein Draht zu Cartier vom Jobcenter ist so gut, dass es mir völlig egal sein kann, ob Pflichtleistungen in Ermessensleistungen umgewandelt werden, denn ich muss seinen Penis dafür sicher nicht lutschen. Celine schon, aber wo gehobelt wird, fallen Späne. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die magersüchtige, drogenabhängige zweifache, alleinerziehende Hartz-IV-Mutti wird es in der Tat in den nächsten Jahren so schwer treffen, dass sie gar keine andere Wahl hat als sexuelle Dienstleistungen zu Erbringen. Ob nun bei Herrn Cartier oder jemand anderem. Wie soll sie auch ohne Heizkostenzuschuss, Elterngeld und jegliche Zusatzleistungen sonst überleben?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich habe Angst, dass mich in naher Zukunft ein ähnliches Schicksal einholt. Eigentlich bereue ich es jetzt schon, auf die deutsche Elf gewettet zu haben. Die meisten Gesichter auf den Sammelkarten, die ich immer noch erfolglos zu verkaufen versuche, kenne ich gar nicht und sie schrecken mich auch sehr ab. Wahrscheinlich gewinnt Deutschland mit dieser Truppe kein einziges Spiel. Andererseits hatte ich gar keine Möglichkeit, als diese Wette einzugehen. Bei den geplanten Einschnitten für Arbeitslose ist Glücksspiel die einzige Option. Und wenn es schief geht, bleibt am Ende noch Zeit für eine Runde Russisches Roulette. So dezimiert sich die Arbeitslosenzahl fast von selbst.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3987366815366035158?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3987366815366035158/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-333.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3987366815366035158'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3987366815366035158'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-333.html' title='Tag 333'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3471239741362531334</id><published>2010-06-07T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-08T11:35:57.365+02:00</updated><title type='text'>Tag 332</title><content type='html'>Heute kam Wilhelm jr. erneut zu mir, um mir die Kündigung zu überreichen. „Das war`s dann wohl“, sagte er dabei hämisch. Doch ich musste ihm widersprechen. „Ich glaube kaum, dass diese Kündigung rechtswirksam wird. Wissen Sie, ich habe einen Kassenbon vom Sanitätshaus gefunden. Der alleine beweist, wie sehr ich mich um Ihre Eltern gekümmert habe.“ Er ließ sich nicht überzeugen: „Nur weil Sie Inkontinenzeinlagen gekauft haben, beweist das überhaupt nichts, Sie elender Schmarotzer“. Ich versuchte ihn zu besänftigen, doch erfolglos. Der Kündigung habe ich sofort schriftlich widersprochen, hatte aber kein Geld um es per Einschreiben zu verschicken. Daher habe ich ein Video davon gedreht, wie ich den Briefumschlag Herr Wilhelm sn. unter der Tür herschob. In dem Widerspruch sprach ich auch von menschlicher Enttäuschung nach so langer Zeit in nachbarschaftlicher Harmonie. Ich hoffe, der alte Sack bekommt bald ein schlechtes Gewissen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3471239741362531334?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3471239741362531334/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-332.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3471239741362531334'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3471239741362531334'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-332.html' title='Tag 332'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3206589102533429995</id><published>2010-06-06T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-07T11:54:47.989+02:00</updated><title type='text'>Tag 331</title><content type='html'>Double or nothing. So heißt ein Onlinepokerturniermodus, bei dem man entweder alles verliert oder aber seinen Einsatz verdoppelt. Ich hatte mein letztes Geld in dieses Turnier investiert. Die ersten fünf der zehn teilnehmenden Spieler wurden bezahlt. Nach eineinhalb Stunden hartem Kampf waren wir schließlich zu sechst. Ausgerechnet ein Grieche versuchte mich immer wieder aus dem Turnier zu schmeißen. Früher hatte ich mich besonders über die Neureichen Russen geärgert, aber von einem Griechen am Pokertisch geschlagen zu werden ist derzeit die größte Schmach.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es ging zwar nicht um Millionen oder Milliarden, aber immerhin um gute 1000 Dollar. Alles, was mir von meinem Auto noch geblieben ist. Alles, was mich noch retten konnte. In der entscheidenden Hand hielt ich eine Zwei und eine Sieben unterschiedlicher Farbe. Das schlechtmöglichste Blatt beim Poker. Der Grieche erhöhte als hielte er Asse. Ich ging All-In. Er hielt tatsächlich Asse. Ich schloss die Augen und für einen Moment war es so, als würde mein Leben an mir vorbeiziehen. Ich sah noch einmal die schönen Seiten, mich auf Olga und Sabrina, mich in meinem Auto, mich im Arbeitsleben. Dann erschrak ich. Mich im Arbeitsleben? Ich öffnete die Augen und konnte ihnen kaum glauben. Auf dem Board lagen zwei Siebenen und eine Zwei. Kein Ass. Ich hatte ein Full-House und den Griechen geschlagen, meinen Einsatz verdoppelt und das Turnier beendet.&lt;br /&gt;Zuerst wollte ich die zweitausend Dollar wieder verdoppeln, doch das Risiko war mir zu hoch. Ich ließ mich also auszahlen und sobald das Geld auf meinem Konto ist, werde ich es anderweitig anlegen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich tippe in allen drei Vorrundenspielen der WM auf einen Sieg der Deutschen Elf. Dafür gibt es eine 4.0-Quote. Also habe ich nach der Vorrunde entweder 6700 Euro (8000 Dollar) oder nichts mehr. Ich finde es passend. Deutschland wird über mein Schicksal entscheiden. Umgekehrt wäre es mir lieber – also wenn ich über das Schicksal Deutschlands entscheiden könnte – aber das blieb mir bisher verwehrt. Entweder dieses Land hasst mich oder nicht. In den kommenden Tagen wird es sich zeigen. Bis dahin gibt es Brot und Spiele. Und Leitungswasser – denn mehr ist nicht drin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3206589102533429995?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3206589102533429995/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-331.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3206589102533429995'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3206589102533429995'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-331.html' title='Tag 331'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8518566044085383422</id><published>2010-06-05T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-07T11:54:12.766+02:00</updated><title type='text'>Tag 330</title><content type='html'>Heute habe ich Ollis Gesicht in den Nachrichten gesehen. Verdammte Scheiße. Er war echt ein guter Junge gewesen, nicht der Hellste, gewiss, aber er hatte das Herz am rechten Fleck. Wenn man sich den Hang zum Patriotismus und Imperialismus wegdenkt, war er ein richtig lieber Kerl.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dass er ausversehen von amerikanischen Truppen im Gefecht niedergemetzelt wurde, halte ich für eine Lüge. Vermutlich ist innerhalb der ISAF ein Drogenkrieg entbrannt, was auch erklären würde, warum so viele Soldaten letztendlich durch friendly-fire sterben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Doch bei all meiner Trauer um Olli darf ich natürlich auch nicht die Trauer um meine 2000 Euro vergessen. Alles, wirklich alles, hatte ich auf diese Lieferung gesetzt. Jetzt wird mein Dope in die Staaten verschifft und ich stehe da ohne Drogen, ohne Geld und ohne meinen Kumpel Olli.&lt;br /&gt;Dass auch menschliche Verluste in Kauf genommen werden, um die freien Handelswege zu sichern, hat Horst Köhler natürlich verschwiegen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8518566044085383422?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8518566044085383422/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-330.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8518566044085383422'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8518566044085383422'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-330.html' title='Tag 330'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5176565198854185750</id><published>2010-06-04T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-04T20:00:02.368+02:00</updated><title type='text'>Tag 329</title><content type='html'>„Dann haben wir jetzt ja alles erledigt, Herr Pfitzer“. Cartier wirkte nervös. Obwohl ich VIP-Kunde bin, schien er meinen Besuch in seinem Büro nicht zu würdigen. „Ich glaube der Erstausstattungsantrag fehlt noch“, fiel mir ein. „Aber bitte schnell“, sagte er und reichte mir den Papierbogen herüber. „Warum sind Sie denn so in Eile“, fragte ich. „Steht noch eine Fortbildungsmaßnahme mit Celine an?“. Er schlug mit der Faust auf den Tisch. „Herr Pfitzer, glauben Sie es kommt gut für mich, wenn Sie mit den Worten „Lasst mich durch, ich habe eine Goldkarte“ in mein Büro spazieren? Die Kollegen wundern sich auch, warum Sie keine Nummer ziehen müssen“. Ich legte die Füße auf seinen Tisch. „Ach, Herr Cartier. Privilegien sind da, um sie zu nutzen. Das haben Sie sich doch bei Ihrem Stößchen sicher auch gedacht. Sehen Sie es so: Hätten Sie Celine geschwängert und einen kleinen Mustafa produziert, würde Sie das viel mehr Kosten als nur Ihr Ansehen“. Ich kritzelte auf dem Bogen rum und kreuzte alles an, was mir wertvoll erschien, sogar Babykleidung. Er stand auf und steuerte auf sein Bürofenster zu. „Das wird mir hier nicht zur Gewohnheit“, meinte er mit einem Tonfall, der an einen verhinderten Mathelehrer erinnerte. „Wenn ich meinen Job verliere, Herr Pfitzer, dann wissen Sie, was das heißt“. Ich antwortete gelassen: „Klar weiß ich das. Dann muss ich mir einen suchen“. Während ich über den Realitätsgehalt meiner Aussage nachdachte, zündete ich mir eine Zigarette an. „Haben Sie wenigstens Ihre Bewerbungen dabei? Übrigens: Hier herrscht Rauchverbot“. Ich überreichte ihm die Mappe und aschte in seinen Stiftehalter. „Die Letzte kann man ignorieren. Ich hatte auf ein Empfehlungsschreiben von Herrn Köhler gehofft, aber gegen diesen Wulff habe ich keine Chance. Der sieht ja aus wie mein Vater. Wobei: Wenn wir das politische System ein bisschen verändern und die Bundespräsidentenwahl durch eine Castingshow ersetzen, gebe es vielleicht eine Möglichkeit. Hauptsache es wird nicht Ursula. Wissen Sie, die hat mir schon einmal den Job weggenommen. Scheiß Frauenquote“. Cartier entspannte sich einfach nicht. „Gut und schön, Herr Pfitzer, aber ich habe zu tun. Ihr Antrag wird bearbeitet, Ende Juni erhalten Sie das letzte Mal ALG1 und Anfang Juli gibt es dann ALG2“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich überlegte kurz und verschwand dann. Genial. Doppelte Leistungen. Das ist wie Weihnachtsgeld im Hochsommer und das von Vater Staat. Wahrscheinlich bin ich bis dahin zwar schon in der Privatinsolvenz, aber immerhin ist das ein Hoffnungsschimmer.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5176565198854185750?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5176565198854185750/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-329.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5176565198854185750'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5176565198854185750'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-329.html' title='Tag 329'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-6836198440675356213</id><published>2010-06-03T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-03T20:00:01.886+02:00</updated><title type='text'>Tag 328</title><content type='html'>Ich hasse Vögel. Wenn ich in den Morgenstunden versuche einzuschlafen, gibt es nichts Schlimmeres als lautes Vogelgezwitscher. Vor allem dann, wenn ich selbst vorher nicht ordentlich gezwitschert habe.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Geschäft mit den Sammelkarten läuft schleppend. Mein Kontoauszug verrät, dass ich bereits zwei verkauft habe. Sicherlich sind Zahlungseingänge von 1,55 Euro besser, als gar keine, trotzdem wirken sie sich im Vergleich zum astronomischen Sollbetrag auf dem Kontoauszug bedeutungslos. Der Verdienst von einem Euro motivierte mich natürlich nicht, das Postamt aufzusuchen und die Karten auch zu verschicken.&lt;br /&gt;Immerhin hatte die Agentur für Arbeit ihre Leistungen erbracht. Ich meine nicht. Im Moment finde ich es auch etwas viel verlangt, dass ich im Anzeigenteil sowohl die Stellen- als auch die Wohnungsangebote studieren soll. Zumal ich mir die Zeitung auch gar nicht leisten kann.&lt;br /&gt;Morgen habe ich einen Termin im Jobcenter. Ich muss meinen Hartz-IV Antrag ausfüllen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-6836198440675356213?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/6836198440675356213/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-328.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6836198440675356213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6836198440675356213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-328.html' title='Tag 328'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-171082609922525241</id><published>2010-06-02T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-02T20:00:02.787+02:00</updated><title type='text'>Tag 327</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrter Herr Pfitzer,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;wie unser freier Mitarbeiter Peter Z. am 08.05.2010 mitteilte, befinden sich in Ihrem Haushalt unangemeldete Rundfunkempfangsgeräte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Rundfunkgeräte müssen nach der Rundfunkgebührenordnung ordnungsgemäß angemeldet werden...  &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anbei befand sich das Foto von mir und Herrn Z. vor dem Fernseher und eine Rechnung über 822 Euro. Ich habe gleich eine kostenpflichtige Rechtsberatung im Internet aufgesucht, weil ich mir wegen dieser Sache nun enorme Sorgen mache. Die Aussage des Onlineanwaltes war katastrophal. Ich müsse zahlen, könne mich als Arbeitsloser nicht rückwirkend befreien lassen. Doch wenn ich jetzt zahle, bin ich bald wieder finanziell mittellos und das, wo ich doch gerade auf Wohnungssuche bin und schon mein Auto verloren habe. Ausgerechnet der Stasispitzel. Ich hätte es mir denken können, denken müssen. Wie kann man einem GEZ-Schnüffler nur mehr vertrauen, als einem Mitglied der Bundesregierung. Sei es drum. Der Tag, an dem ich alles auf eine Karte setzen muss, scheint näher zu kommen. Vielleicht ist das die Prüfung, die Gandalf meinte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-171082609922525241?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/171082609922525241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-327.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/171082609922525241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/171082609922525241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-327.html' title='Tag 327'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3697053844487212027</id><published>2010-06-01T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-06-01T20:26:59.673+02:00</updated><title type='text'>Tag 326</title><content type='html'>3500 Euro - 3,20 Euro - 2000 Euro - 77,35 Euro für den Wocheneinkauf mit drei Kästen Bier macht summa summarum einen Restbetrag von 1419,45 Euro. Das reicht nicht aus, um Miet-, Strom- und Telefonschulden zu bezahlen, geschweige denn, um zusätzlich noch mein Konto auszugleichen. Also lebe ich weiter von der Hand in den Mund, genieße das sommerliche Wetter auf meinem Balkon, dazu das kühle Blonde und die dekadente Blonde, die ihre Umzugshelfer dirigiert. Scheinbar hat sie es nicht nötig, sich selbst von mir zu verabschieden. Nicole wird mir fehlen. Genau wie Sabrina und Olga und Celine natürlich. Und all die anderen Frauen, deren Namen ich vergesse habe. Wieso soll ich mir an einem solchen Tag Gedanken über Geld machen, wo es doch so viele andere schöne Dinge auf der Welt gibt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3697053844487212027?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3697053844487212027/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-326.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3697053844487212027'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3697053844487212027'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/06/tag-326.html' title='Tag 326'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2925893899075585398</id><published>2010-05-31T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-05-31T20:00:01.852+02:00</updated><title type='text'>Tag 325</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrter Herr Bundespräsident a. D.,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ich hoffe, Sie haben Ihren Nachsendeantrag schon gestellt und mein Brief geht nicht irgendwo im Schloss Bellevue verloren. Das wäre zu traurig. Ich habe Ihnen nämlich noch eine Menge zu sagen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass ich voll und ganz auf Ihrer Seite stehe. Deutschland muss seine Wirtschaftsinteressen verteidigen, immer und überall und mit allen militärischen Mitteln. Dass die Bundeswehr uns die Handelswege frei kämpft, ist nicht nur recht, sondern auch billig. In meinem Fall ein 4er-Kurs, aber lassen wir das beiseite. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie haben unserem Land gedient und es war auch mir eine Ehre, Ihnen dabei zuzuschauen. Ich erinnere mich noch gut an.. Ja, Sie haben auf jeden Fall viel für unser Land getan, auch wenn es mir gerade entfallen ist. Damit waren Sie mindestens ein so guter Präsident wie Obama  und Sie sind nicht einmal schwarz!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Nein, man muss Ihnen einfach danken, genau wie Roland Koch. Und Jürgen Rüttgers auch – ups, der ist ja noch gar nicht so weit. Auf jeden Fall möchte ich Danke sagen und Ihnen einen angenehmen Ruhestand wünschen. Vielleicht können Sie ja mit Herrn Koch zusammen in die Wirtschaft einsteigen. Dort wird man Sie mit Sicherheit besser verstehen und auch ohne Amt wieder respektieren. Vielleicht irgendwas im Import/Export-Bereich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Oder Sie ruhen sich erst einmal gepflegt aus. Nigeria soll um diese Jahreszeit so herrlich sein. Und die Angebote für Exklusivtouristen sollen gigantisch sein. Von der Großwildsafari bis hin zur lustigen Negerjagd ist alles dabei. Und Sie wissen ja, auch die Piraten haben es auf unsere freien Handelswege abgesehen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie können Deutschland also sogar noch nach Ihrem Rücktritt dienen. Toll, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ach, da wäre noch etwas. Könnten Sie mich bitte als Ihren Nachfolger vorschlagen? Danke vielmals.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr, &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christian Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2925893899075585398?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2925893899075585398/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-325.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2925893899075585398'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2925893899075585398'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-325.html' title='Tag 325'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7706000001873328341</id><published>2010-05-30T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-30T20:00:00.366+02:00</updated><title type='text'>Tag 324</title><content type='html'>Der Anruf aus dem Altenheim kam genauso früh wie plötzlich. Man wollte mir am Telefon nicht erzählen, was Sache sei, nur, dass ich persönlich erscheinen sollte. Dies sei der ausdrückliche Wunsch meines Großonkels gewesen. Die Dringlichkeit wurde mehrfach betont und so biss ich in den sauren Apfel, schluckte die bittere Pille oder ganz einfach: stieg in den versifften Bus. Im Eingangsbereich der Seniorenresidenz traf ich auch gleich meine Eltern. "Haben sie dich auch angerufen?", fragte meine Mutter. Ich bejahte und verlangte von der Rezeptionistin Auskunft. Wir sollen alle ins Zimmer von Onkel Helmut kommen, wir würden erwartet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schon im Aufzug begannen hitzige Diskussionen. "Hans-Peter, eines ist glasklar! Wir zahlen die Beerdigung nicht", machte meine Mutter deutlich und mein Vater versuchte zu besänftigen: "Wir wissen doch gar nicht, was es ist. Vielleicht lebt er noch". Sie verdrehte die Augen: "Und wenn schon, dann lässt er uns holen um Lebewohl zu sagen und macht es nicht mehr lange. Wir können froh sein, wenn wir den Kostenfaktor los sind". Jetzt verdrehte mein Vater die Augen. Ich blieb gelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Zimmer angekommen erlebten wir oder vielmehr ich, eine Überraschung. Onkel Helmut war alles andere als tot. Er saß bequem in seinem Fernsehsessel und ließ sich die Schultern massieren. Olga trug einen weißen Kittel, der obenrum weit geöffnet war. Beim Blick auf ihr Dekolleté bekam ich einen Halbsteifen. "Da seid ihr ja", begrüßte uns der alte Mann. "Setzt euch. Es gibt Neuigkeiten. Danke Domenica". Wir setzen uns alle drei auf Helmuts Bett, während Olga -ich konnte es kaum fassen - auf dem Schoß von Onkel Helmut Platz nahm. "Ich wollte meine Familie nur daran teilhaben lassen, dass ich demnächst heiraten werde. Und zwar diese junge Dame hier. Domenica, das ist meine Familie. Familie. Das ist Domenica". Hätte ich nicht gesessen, ich wäre umgefallen. Was tut man nicht alles für eine Aufenthaltsgenehmigung. "Und damit verfällt auch euer Erbanspruch". Meine Mutter setze ihren bekannten Blick auf und stand auf. "Als wenn es bei dir etwas zu holen gebe", fuhr sie ihn an. "Das gibt es. Hehe. Aber euch brauchte ich das ja nicht zu sagen. Abgeschoben habt ihr mich, in dieses Gefängnis. Weil ich euch lästig war. Ja, ein künstlicher Darmausgang macht Arbeit, aber diese Frau hat sich liebevoll um mich gekümmert. Und euer Sohn, er ist wie ihr. Stellt mich bei einer Wildfremden ab, am Heiligen Abend. Mir ging es nicht so gut, weil ich meine Pillen nicht genommen hatte". Ich unterbach ihn: "Du warst besoffen, Helmut!" - "Halt den Mund, du Lump. Ich war nicht mehr betrunken als du. Verbrecherbande. Das seid ihr".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meine Eltern hatten bereits wortlos den Raum verlassen. Ich blieb im Türrahmen stehen und zögerte, schaute die Beiden lange an. Vielleicht hatte der alte Mann nicht unrecht. Vielleicht hatten wir falsch gehandelt, wir alle. Und vielleicht hat er es sich verdient, in seinem Alter so etwas wie Olgas Brüste nochmal erleben zu dürfen. Und vielleicht ist auch genau das Grund, warum ich ihm nicht sagen wollte, dass seine neue Familie eine viel größere Verbrecherbande ist, als die unsere.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7706000001873328341?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7706000001873328341/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-324.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7706000001873328341'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7706000001873328341'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-324.html' title='Tag 324'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5844211007772249795</id><published>2010-05-29T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-30T10:48:37.310+02:00</updated><title type='text'>Tag 323</title><content type='html'>Olli, so hieß mein Bekannter von der Bundeswehr, war tief in seinem Sessel versunken. "Sorry nochmal wegen dem Ersten Mai. Mein leitender Offizier hatte angerufen und sprach von einem möglichen Inlandeinsatz in Berlin, da waren wir unabkömmlich". Die Bong rauchte noch auf dem Tisch und ich betrachtete die Veteranenfotos an der Wand. Olli war ein einfacher Mensch und schon immer von zwei Dingen fasziniert gewesen: Drogen und Waffen. Bereits in der achten Klasse verließ er nie ohne seine Gaspistole und zwei Gramm Haschisch das Haus. Was passt da besser, als ihn zur Landesverteidigung nach Afghanistan zu schicken? Er hatte früher bereits die besten Kontakte und konnte gute Preise machen. "Ich hoffe, du hattest trotzdem Spaß", sagte er fragend und drehte gleich einen weiteren Joint. "Passt schon", gab ich ihm zu verstehen. "Sag mal Olli. Wenn ich für 3000 Euro bei dir Hasch kaufen würde, wie viel würde ich da bekommen?". Er zuckte mit den Augenbrauen. "Nächste Woche fliege ich runter. Es sei denn, die Lage in Hamburg verschärft sich und wir müssen Brandstifter jagen. Glaube ich aber nicht. Ich kann dir fünf 100g Platten mitbringen, mehr krieg ich nicht ins Handgepack bei den Bundeswehrmaschinen". Ich rechnete kurz: "Nicht gerade ein Schnäppchen". Er rechnete auch und tat sich dabei sichtlich schwerer. "Sagen wir 2000. Für 500." Da mich die Qualität der Ware überzeugte, willigte ich ein und ließ ihm gleich das Geld da. Er wolle sich dafür einsetzen, dass ich Platten mit Bundesadler-Prägung bekomme. Vielleicht kann ich mit dem Material in der WM-Zeit einen neuen Trend in der Drogenszene setzen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5844211007772249795?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5844211007772249795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-323.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5844211007772249795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5844211007772249795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-323.html' title='Tag 323'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3814160427074408217</id><published>2010-05-28T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-28T20:00:03.203+02:00</updated><title type='text'>Tag 322</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hallo Christian.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Meine Fresse, was soll ich noch hier? Ich bin nicht der Auserwählte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich weiß.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na dann verschwinde endlich und nimm dein Lumpenvolk mit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das kann ich nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Doch. Es sind meine Träume. Und wenn ich sage, dass ihr euch zu verpissen habt, dann verpisst ihr euch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich muss dich auf deine letzte Prüfung vorbereiten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Danke, ich habe schon einen Realschulabschluss. Sogar mit Qualifikationsvermerk.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Bedenke, Christian. Wenn du sie nicht bestehst, wirst du enden wie Hasselhoff.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das sagt mir ein Crackopi aus einem Fantasyroman.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Aus einem? Du weißt wirklich gar nichts.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Entschuldigung, dass ich im Reich der Hobbits nicht so bewandert bin. Ich habe nur den ersten Teil gesehen und der war gähnend langweilig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Genau das ist dein Problem. Du weißt nicht, wie wichtig es ist, bis zum Ende durchzuhalten. Zu Kämpfen. Sich der Herausforderung zu stellen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Elijah Wood zwölf Stunden am Stück zu betrachten ist natürlich eine Herausforderung, zumindest für jeden heterosexuellen Nichtpädophilen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie werden dich holen, Christian.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Jaja. Züchtige einfach deine tote Revoluzzerbande im Keller und halte mich da raus. Übrigens, vielleicht solltet ihr noch Herrn Freud hinzuziehen, Möllemann scheint ein gewaltiges Problem zu haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Der hatte schon vor seinem Tod Komplexe. Viele bei uns werden nur geduldet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich dulde euch aber nicht mehr. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Dann bestehe die Prüfung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Welche Prüfung?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Du wirst sie erkennen. Du musst nur das Richtige tun.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Für einen alten Crackjunk? Warum?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nicht für mich Christian. Für uns alle. Wir sind die Abgelegten. Die Verbannten. Die Ausgenutzten. Die Abgewrackten. Bald wird dein Idol David Hasselhoff endgültig einer&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;von uns sein. Vielleicht wird er meine Ablösung. Bald werden sie alle zu uns kommen, die Frauentauschkandidatinnen, die ehemaligen Superstars, die Fernsehmoderatoren, ja, selbst Helmut Kohl und irgendwann auch Angela Merkel werden in unseren Keller hinabsteigen. Und ich kann das nicht zulassen. Wenn du Forte wieder schließt, kommen wir aus den Fängen der Industrie frei. Denk an Che und Karl. Sie sind nicht glücklich mit der Autowerbung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hm. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nimm dich der Prüfung an. Es ist nicht schön im Bohlenverlies.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Moment mal. Was ist Michael Jackson und seinen Freunden? Denen geht es doch augenscheinlich sehr gut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Du hast ja keine Ahnung, was die Kinder hinter der Türe mit ihnen machen. Christian, du bist unsere letzte Hoffnung.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3814160427074408217?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3814160427074408217/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-322.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3814160427074408217'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3814160427074408217'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-322.html' title='Tag 322'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5775088734234677516</id><published>2010-05-27T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-27T20:00:01.057+02:00</updated><title type='text'>Tag 321</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich mache es kurz, Christian. Es tut mir leid, dass wir dich wegen unseres Aufenthaltes auf den Malediven anlügen mussten. Aber du kennst deine Mutter fast so gut wie ich, du weißt, wie wichtig das alles für sie ist. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Vor allem weiß ich, dass diese Wohnung gerne als Schlafstelle für Steuerflüchtlinge genutzt wird, wenn es aber um die Mietzahlungen geht, bin ich der alleinig Verantwortliche.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ach, Christian. Ich würde die Mietschulden doch begleichen, aber deine Mutter lehnt jede Hilfe kategorisch ab. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und das werde ich auch tun, wenn Schäuble bei euch das nächste Mal klingelt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Es gibt eine Möglichkeit. Eine, bei der sie nicht merkt, wenn ich dir helfe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Die wäre?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich kaufe dein Auto. Natürlich nicht ich, sondern unser Unternehmen. Wir kaufen häufiger gebrauchte Kleinwagen, die als Firmenzweitwagen genutzt werden. Ich könnte das regeln. Du könntest ihn selbstverständlich weiter fahren, dann merkt auch die Mutti nichts davon.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Da gibt es nur ein Problem.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich habe das Auto gestern verkauft.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das ist jetzt ein Scherz, Christian?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein. Das Angebot klingt toll, aber der Wagen ist wirklich schon weg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich habe keine andere Möglichkeit, dir irgendwie Geld zukommen zu lassen. Deine Mutter hat überall die Hand drauf seit dieser Steuergeschichte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Du hast es immerhin versucht.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5775088734234677516?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5775088734234677516/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-321.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5775088734234677516'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5775088734234677516'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-321.html' title='Tag 321'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1164742339584685109</id><published>2010-05-26T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-27T10:40:54.518+02:00</updated><title type='text'>Tag 320</title><content type='html'>Ich machte ernst. Bevor mir die Amtsgeier mein Auto nehmen oder schlimmer, mir deswegen die Bezüge kürzen, veräußerte ich es lieber selbst. Es fiel mir schwer, allerdings hielt sich der reale Abschiedsschmerz gegenüber dem bei meinem abgewrackten Corsa in Grenzen. Ich hatte erst überlegt, ihn zum Pfandleiher zu bringen, doch der erschien mir als Geschäftspartner nicht mehr vertrauenswürdig. Also parkte ich an einem öffentlichen Parkplatz in der Stadtmitte und wartete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Es dauerte keine zehn Minuten und mir wurde die erste Visitenkarte an die Windschutzscheibe geklatscht. Der Verteiler hatte mich, im Wagen sitzend, anscheinend gar nicht bemerkt. "Ey", rief ich ihm hinterher. "Bleib mal stehen". Er ging hastig weiter und sagte: "Ich nur arbeiten. Alles legal". Schnellen Schrittes folgte ich ihm, nachdem ich mich aus meinem Auto bequemt hatte. "Du willst doch mein Auto kaufen, also kauf es". Jetzt kam er zurück: "Du willst Auto verkaufen? Den da?". Er zeigte auf meinen Wagen. "Ganz genau. Den Auto da. Also, für 5000 Euro gehört er dir. Er ist nicht mal ein Jahr alt, nur knappe 3000 Kilometer runter. Wie ich die geschafft habe, weiß ich selbst nicht". Der potentielle Käufer war ein Südländer, etwa in meinem Alter. Er schien zu überlegen, zückte dann einen Stift und schrieb etwas auf die Visitenkarte. Dann sagte er: "Ich selbst kann nicht machen. Gehsu zu meine Bruder heute. 16 Uhr. Hier ist Adresse. Ich weiß nicht ob 5000, aber nehmen wird er".&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Stunden später war ich an der angegebenen Adresse, aber weit und breit war kein Bruder zu sehen. Stattdessen fand ich mich in einem verlassenen Industriegebiet wieder, das auch ohne Finanzkrise einem Ödland gleichen würde. Doch plötzlich hielt neben mir ein schwarzer Mercedes und drei schwarzhaarige Jungs in Lederjacke stiegen aus. "Das ist die Karre?", fragte der Größte. "Japp", antwortete ich und betonte noch einmal den guten und neuwertigen Zustand. "3000", war das erste und äußerst magere Angebot. Als sie die Bierflaschen und den damit verbundenen Fleck im Kofferraum entdeckten, konnte ich sie nicht von der Geldanlage in Pfandflaschen überzeugen. Der Wagen ist sicherlich das Doppelte wert, aber bei 3500 Euro cash gab ich mich schließlich geschlagen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zwar habe ich jetzt nur noch 3496,80 Euro, weil ich das Busticket bezahlen musste, aber das Gefühl, mehr Geld in der Tasche zu haben, als alle anderen Mitfahrer zusammen, lässt mich doch wieder positiver in die Zukunft blicken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1164742339584685109?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1164742339584685109/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-320.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1164742339584685109'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1164742339584685109'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-320.html' title='Tag 320'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-874987373675260925</id><published>2010-05-25T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-05-25T20:00:01.902+02:00</updated><title type='text'>Tag 319</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Lieber Roland,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;was für ein herrlicher Tag heute, nicht wahr? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, der Duft von Raps, Mais und versteckten Cannabispflanzen zieht über die Felder Hessens. Wunderschön.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;An einem solchen Tag sollte man nicht arbeiten. Überhaupt sollte man ab einem gewissen Alter nicht mehr arbeiten, vor allem dann, wenn es im Betrieb immer nur Querelen und Streit mit dem Chef gibt. Ich kenne das genau. Mein ehemaliger Vorgesetzter Eddy S. wollte seinen Sparkurs auch immer auf meinem Rücken durchsetzen, statt wie ein ordentlicher Handwerksbetrieb einfach am Material zu sparen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich kann verstehen, dass Sie unter den gegenwärtigen Bedingungen keine Lust mehr auf Ihre Ämter haben. Ich hab auch schon so lange keine Lust mehr auf meine Ämter, das können Sie mir glauben. Darum habe ich mir überlegt: Lassen Sie uns tauschen. Natürlich haben Sie es mit Ihren 52 Jahren auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr allzu leicht. Aber die 15 Jahre Hartz-IV halten Sie sicher noch durch. Vielleicht finden Sie auch noch einen Job, denn auch in Hessen gibt es Zeitarbeitsfirmen, die weniger gut qualifizierten Menschen den Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern. Von mir aus können Sie auch in einem Jagdschloss Ihre Pensionsansprüche feiern. Eigentlich ist es mir gleich, Hauptsache: Ich bekomme Ihren Job.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sicherlich, Hessen ist ein recht bedeutungsloses und unattraktives Bundesland. Ich würde mir auch erlauben, es von Nordrhein-Westfalen aus zu regieren. Eigentlich wollte ich hier Ministerpräsident werden, aber bis zu den Neuwahlen dauert es noch. Bis dahin würde ich Sie würdig vertreten. Ich würde sogar die „Rock gegen Pfitzer“-Konzerte sponsern und mich beim Amtsantritt mit Eiern bewerfen lassen, um Ihrem guten Ruf in Hessen in Nichts nachzustehen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Also, packen wirs an. Und nehmen Sie Ihren Kumpanen Bouffier mit auf das Jagdschloss. Als erste Amtshandlung wird nämlich das Innenministerium aufgelöst. Und die Polizei natürlich auch. Wenigstens gibt es in Hessen schon die internationalen, blauen Polizeiwagen, mal schauen, wie viel unsere europäischen Nachbarn dafür bezahlen werden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie sehen, auch ich will sparen und zwar dort, wo es am sinnvollsten ist. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Auf eine gute Nachfolge,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr Christian Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-874987373675260925?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/874987373675260925/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-319.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/874987373675260925'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/874987373675260925'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-319.html' title='Tag 319'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8238296592785146795</id><published>2010-05-24T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-24T20:00:01.088+02:00</updated><title type='text'>Tag 318</title><content type='html'>Der große Vorteil an Obdachlosigkeit ist, dass man sich um die Bezahlung von Strom und Telefon keine Sorgen mehr zu machen brauch. Was will ich eigentlich noch hier, wenn Nicole auch wegzieht und damit die Chance auf eine romantische Sexbeziehung in diesem Haus auf Null gesunken ist? Ich denke auch, dass meine gute Verbindung zu Herrn Cartier ausreicht, um schnell eine neue Wohnung zu finden und einen amtlich geförderten Umzug stattfinden zu lassen. Fraglich ist nur, ob ich in der neuen Wohnung überhaupt noch einen Strom- und Telefonanschluß bekomme, so wie ich bei den Anbietern derzeit in der Kreide stehe. Ich vermutete schon den Stadtwerkemensch, der die Leitung abklemmen sollte, als es erneut an der Tür klopfte.&lt;br /&gt;Doch er war es nicht. Es war viel schlimmer.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Lass mich rein, Christian.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das nenne ich eine Überraschung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Und ich erst, Christian, und ich erst. Repariere gefälligst deine Klingel.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nun, setz dich doch erst mal.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Danke, ich stehe lieber. Ich spare mir jeglichen Kommentar dazu, wie es hier wieder aussieht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ist nett.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wir haben gestern einen Anruf erhalten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich auch. Der Typ hieß Mario Hömma und wollte einen Herrn Diegel sprechen. Hatte sich wohl verwählt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Der Anruf war alles andere als erfreulich, Christian.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Machs nicht so spannend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Dein Vater und ich haben damals eine Bürgschaft unterzeichnet. Du erinnerst dich? Und nun will dein Vermieter fünf Monatsmieten von uns haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh. Von mir will er sie auch. Zählt eine doppelte Forderung schon als versuchter Betrug? Dann würgen wir ihm eins rein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Christian, verdammt nochmal, warum hast du deine Miete nicht bezahlt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Weil ich kein Geld hatte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Warum nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Weil ich arbeitslos bin, das Geld vorne und hinten nicht reicht und da war noch was, moment, gleich fällt es mir wieder ein. Ach ja, genau, weil meine Eltern sich mit meinem Erbanteil auf den Malediven ein schönes Leben gemacht haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Papperlapapp. Schönes Leben, hast du eine Ahnung. Zwei Wochen waren wir auf den Malediven. Zwei Wochen!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Zwei Wochen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wir wollten dich nicht über unsere Rückkehr informieren. Ich, ich brauchte Distanz, Christian. Nach all dem was vorgefallen war. Deine Arbeitslosigkeit,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;deine ständigen Eskapaden. Das ist alles nicht einfach für eine Mutter. Die Nachbarschaft redet, alle tuscheln. Ich habe schon überlegt, ob wir unseren Freunden nicht einfach deinen Tod vortäuschen sollten&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich hab dich auch lieb, Mutti.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ach, Papperlapapp. Ich bin nicht hier um mich zu rechtfertigen, es ist alles schlimm genug. Ich sage dir nur eins: Wir zahlen nicht für deine Krise!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Müsst ihr auch nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Dann zahlst du die Mietschulden also alleine?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Christian!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Mutter! Wir leben in Europa im Jahre 2010. Schulden sind da, um sie zu machen, nicht um sie abzubezahlen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Es ist mir unbegreiflich, wie du so werden konntest. Wirklich, ich kann es einfach nicht verstehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Vermutlich wäre es dir lieber, wenn ich in korrektem Wirtschaftsdeutsch und im Anzug sagen würde: Eine Deckung des Kostenaufwandes ist unter den gegenwärtigen globalen Finanzmarktlagen und unter Berücksichtigung der eigenen Liquidität zu diesem Zeitpunkt weder durchfürbar, noch lukrativ. Kommt aber aufs selbe raus: Ich zahl nicht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Nein, mir wäre es lieber, du würdest endlich dein Leben in den Griff bekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das habe ich. Es ist alles geregelt. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Das sehe ich, mein Sohn, das sehe ich. Ich kann dir auch nicht mehr helfen. Ich, ich lasse es einfach. Es bleibt dabei: Wir zahlen nicht. Ich werde jetzt wieder fahren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: War schön dich zu sehen, Mutti.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ach, falls du Hunger hast. Wir haben noch ein paar kalte Pizzen im Kühlschrank, da hat sich jemand mit der Bestellung einen Scherz erlaubt und dein Vater hatte so einen Appetit, dass er sie trotzdem angenommen hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wenigstens einer, der den Wein genießen konnte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Bitte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nichts. Grüß mir den Vati. Und erinnere ihn bei Zeiten daran, wer ihm Asyl gewährt hat, als das Finanzamt die Fühler ausgestreckt hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Das, Christan, das hat rein gar nichts mit dieser Sache hier zu tun. Glaube ja nicht, dass du uns so erweichen kannst. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach ihrem Abgang klingelte sie bei Herrn Wilhelm, um noch einmal zu unterstreichen, dass sie für die Krise ihres Sohnes nicht aufkommen wird und um der gesamten Familie ein schönes Restpfingsten zu wünschen. Etwas Gutes hat die Sache jedoch. Ich bin nicht verrückt und habe auch noch keine alkoholbedingten Halluzinationen, denn meine Mutter ist realer als die Wirtschaftskrise Aber was nicht ist, kann ja noch werden und Grund zum Trinken gibt es derzeit genug.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8238296592785146795?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8238296592785146795/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-318.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8238296592785146795'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8238296592785146795'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-318.html' title='Tag 318'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3005237715702825876</id><published>2010-05-23T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-23T20:00:01.618+02:00</updated><title type='text'>Tag 317</title><content type='html'>Es klopfte mehrfach an der Wohnungstür. Ich hatte mich endlich nach so langer Zeit dazu durchgerungen, den Türsummer, der eigentlich eher einem Pausengonggleicht, durch einen beherzten Schnitt mit dem Küchenmesser zu deaktivieren. Doch im Endeffekt nützt es nichts, denn wer immer etwas will, findet einen Weg. So waren es die penetranten Kirchenglocken, die mich heute Nacht bereits um 10 geweckt haben. Mit einem Gebimmel, als würde Jesus persönlich für die Heilsarmee rekrutieren. Deshalb konnte Herrn Wilhelms Klopfen mir und meiner Schlafruhe nicht mehr viel Anhaben. Das Dumme an seinem Besuch war nur, dass er seinen Junior im Gepack hatte. Und der war alles andere, als zimperlich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Jetzt mal Klartext: Sie zahlen seit fünf Monaten schon keine Miete mehr. Ich hab die Kontoauszüge meines Vaters überprüft. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ist richtig. Dafür habe ich hier Arbeiten an Haus und Garten verrichtet und ihren Eltern im Alltag unter die Arme gegriffen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie haben meiner Mutter 5 Euro für die Apothekenzeitschrift abgenommen. Und ich wette fast, Sie haben auch im Haushalt geklaut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Also das verbitte ich mir. Nicht mal im Nachttisch sind Wertgegenstände.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Meinen Sie nicht, es wäre vernünftiger, einfach freiwillig auszuziehen, als auf die Räumungsklage zu warten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Weder tue ich das eine, noch das andere. Ich habe meine Miete durch Arbeit bezahlt. Schauen Sie sich doch den Rasen an. Gut, er ist wieder ein Stückchen gewachsen. Aber das lag an diesem regnerischen Sauwetter. Was will man erwarten, wenn der Wetterfrosch im Kittchen sitzt, nech?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Passen Sie bloß auf, dass Sie nicht bald im Kittchen sitzen. Ich werde das noch heute meinem Anwalt übergeben und wenn es sein muss, komme ich mit der Polizei wieder.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Herr Wilhelm, jetzt halten Sie Ihren Sohn aber mal im Zaum. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich halte mich selbst im Zaum, wann und wo ich will. Und das hier ist unser Haus, Herr Pfitzer, nicht Ihres.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nicht? Aber Herr Wilhelm, Sie haben mich schon im Testament vermerkt, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Mein Vater hat mich angerufen, weil er mit Ihnen nicht fertig wird. Weil Sie ihn betrügen und ausnutzen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Es ist ein Geben und Nehmen in diesem Haus. Man hilft sich gegenseitig aus. Das nennt man Solidarität, falls Sie davon schon etwas gehört haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Solidarität? Deswegen ziehen hier auch schon ganz solidarisch die Leute wegen Ihnen aus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Bitte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Frau Gruber hat gekündigt. Nach so kurzer Zeit. Wegen Ihnen, Herr Pfitzer, wegen Ihnen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich habe Frau Gruber heldenhaft vor Ungeziefer in der Waschküche beschützt, das möchte ich aber anmerken.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Genau. Die Waschküche, die Sie versaut haben. Und dieser Apfelbaum, der geht doch auch auf Ihr Konto.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Unterstellungen, nichts weiter. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wie gesagt, Herr Pfitzer. Wir klären das mit dem Anwalt. Noch heute.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Herr Wilhelm, Sie sollten wirklich mal über einen Heimplatz nachdenken. Also nicht nur für sich und Ihre Frau, auch für Ihren Sohn. Vielleicht betreutes Familienwohnen? Es ist Pfingstsonntag, da wird sich kein Anwalt der Sache annehmen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Auf nimmer Wiedersehen, Herr Pfitzer. Wenn ich das nächste Mal komme, ist diese Wohnung leer oder ich komme nicht allein. Und wegen des Geldes wissen Sie ja, wo Sie zu klingeln haben. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3005237715702825876?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3005237715702825876/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-317.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3005237715702825876'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3005237715702825876'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-317.html' title='Tag 317'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3386398253956556444</id><published>2010-05-22T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-22T20:00:02.467+02:00</updated><title type='text'>Tag 316</title><content type='html'>Eigentlich habe ich alles erreicht, was man erreichen kann. Gut, vielleicht bin ich nicht Arbeitsminister geworden, aber ehrlich gesagt kann ich mir besseres vorstellen, als in diesen Zeiten in Merkels Kabinett die eigene Politkarriere vor die Wand zu fahren. Da ist es besser, man hat erst gar keine. Welcher Arbeitslose kann schon von sich behaupten, dass er regelmäßig persönlich von Arbeitsagentur und Sozialamt reichlich entlohnt wird? Viele kämpfen jahrelang für Regelsätze. Ich habe innerhalb nur eines Jahres eine Art VIP-Karte, statt der Nummer aus dem Automaten. Ich sollte zufrieden sein, denn angenehmer kann eine Hartz-IV-Laufbahn gar nicht beginnen. Aber irgendwie bin ich es nicht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also ging ich heute zu den Tafeln, denen in der Nachbarstadt, wo ich schon zu Beginn meiner Arbeitslosigkeit ein paar gute, aber auch schlechte Geschäfte gemacht habe. Ich stellte mich brav und ordentlich in die Reihe mit den anderen Erwerbslosen, auch wenn es schwer fiel. Die Schlange wurde immer größer, ständig kamen neue Bedürftige. Leider brachten die meisten auch ihre Kinder mit, die jeden Auslauf aus der Plattenbauwohnung direkt als Spielplatz missbrauchen und mir mal wieder ins Ohr brüllten. Nach einer geschlagenen Stunde kam ich endlich in den Innenbereich und traf auf die Frau, die damals meinen gefälschten ALG2-Bescheid erkannt hatte. "Sie kenne ich doch", meinte sie und ich half ihrem Gedächtnis auf die Sprünge. Ich entschuldigte mich dafür, den Salat und das Gemüse einfach in der Mülltonne entsorgt zu haben und erklärte, dass ich finanziell nun aus dem Allergröbsten raus wäre. Meinen Sammelkarten-Job erwähnte ich nicht. Als Zeichen meiner Reue übereichte ich ihr einen Eisbergsalat, den ich zuvor beim Discounter erstanden hatte. Und ich muss zugeben: Ganz resozialisiert bin ich noch nicht, denn ich habe den schlechtesten Salatkopf ausgewählt, den ich finden konnte. "Es ist eine Spende. Als Wiedergutmachung. Es ist nicht viel, aber eine kleine Geste". Sie sah sich gezwungen, sich zu bedanken. "Nichts zu danken. Für mich ist ein Salatblatt ohne einen Burger sowieso wertlos", sagte ich und zog von dannen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3386398253956556444?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3386398253956556444/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-316.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3386398253956556444'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3386398253956556444'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-316.html' title='Tag 316'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-326431607678356554</id><published>2010-05-21T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-05-22T17:04:34.880+02:00</updated><title type='text'>Tag 315</title><content type='html'>Ich arbeite wieder. Zumindest ein bisschen. Mit den 50 Euro von Herrn Cartier kaufe ich im örtlichen Supermarkt Nonfood-Artikel, lasse mir die Sammelkarten zur Fussball-WM mitgeben und tausche kurze Zeit später den Einkauf wieder um. So verdiene ich bis zu 25 Sammelkarten am Tag, die ich bei Onlineauktionen für gute 10 Euro wieder verkaufen kann. 10 Euro am Tag sind nicht sonderlich viel, aber besser als nichts. Irgendwie muss ich ja zu Geld kommen und für irgendwas kann auch die deutsche Nationalmannschaft mal zu gebrauchen sein. Es ist bezeichnend für unsere Zeit: Die einen sind so arm, dass sie Fußballbilder gegen Essen tauschen müssen, die anderen so dekadent, problemlos Geld in wertlose Karten zu investieren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Allerdings ist mir der neue Job nach einem Tag zu stressig geworden und es ist gar nicht so leicht in diesem Supermarkt immer neue, teure Produkte zu finden. Ich überlege also, ob ich nicht einen kleinen Schuljungen einstellen soll, der vor der Ladentüre den Omis und anderen Kunden die Karten mit einem weinerlichen Blick abschwatzt. Für mich bedeutet das weniger Arbeit und mehr Karten. Schade nur, dass die Supermarktleitung vermutlich bald hinter mein Geschäft kommen wird und die Aktion ohnehin zeitlich begrenzt ist. Jegliche andere Formen der Geldvermehrung laufen entweder auf Arbeit oder auf ein bereits vorhandenes Vermögen hinaus. Und genau das habe ich nicht mehr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-326431607678356554?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/326431607678356554/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-315.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/326431607678356554'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/326431607678356554'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-315.html' title='Tag 315'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7672973316363082769</id><published>2010-05-20T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-05-20T21:01:21.305+02:00</updated><title type='text'>Tag 314</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrte Frau Schäferkordt,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;es freut mich, dass Sie mein &lt;a href="http://arbeitsminister.blogspot.com/2009/10/tag-89.html"&gt;Schreiben&lt;/a&gt; offensichtlich nicht ignoriert haben. Zum Start der neuen Dokusoap „Süchtig“ nächste Woche wünsche ich Ihnen viel Erfolg und gute Quoten. Als ich soeben den Trailer zur Sendung sah, fühlte ich mich sehr an mein Konzept mit dem Titel „Deutschland entgiftet“ erinnert: Ein Psychologe führt einen abgewrackten Alkoholiker nach Drehbuch aus der Sucht. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich bin nicht traurig, dass Sie nicht mich für die Pilotfolge als Hauptdarsteller gewählt haben. Allerdings verlange ich für die Idee ein entsprechendes Honorar. Immerhin handelt es sich hierbei nicht um ein Kavaliersdelikt, sondern um Diebstahl geistigen Eigentums. Derzeit stehe ich mit dem ZDF in Verhandlungen über ein neues TV-Projekt – welches ich gerne auch Ihnen anbieten würde. Verständlicherweise verrate ich Ihnen vorab nichts mehr.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Außerdem muss ich Sie darauf hinweisen, dass meine Anwälte den Vorgang prüfen werden, falls ich nicht entsprechend für meine Idee belohnt werde. Meine Kontoverbindung sende ich daher mit. Sollte das Geld bis zum nächsten Montag nicht eingegangen sein, werde ich die Ausstrahlung der Sendung mitunter durch eine einstweilige Verfügung zu verhindern wissen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;P.S.: Ihr Format „Endlich wieder Arbeit“ ist äußert abschreckend, ich hätte Ihnen gleich sagen können, dass es keinen Erfolg hat.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christian Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7672973316363082769?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7672973316363082769/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-314.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7672973316363082769'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7672973316363082769'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-314.html' title='Tag 314'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7110783372540757322</id><published>2010-05-19T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-19T20:14:03.166+02:00</updated><title type='text'>Tag 313</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Herr Pfitzer, Sie haben da etwas missverstanden. Sie haben sicherlich einen Termin mit Herrn Ehrlich. Ich bin doch gar nicht für Sie zuständig, die Einladung neulich hatte ich persönlich verfasst, um mich für die Unannehmlichkeiten zu entschuldigen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich denke schon, dass Sie nun für mich zuständig sind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das tut mir leid, meine Behörde betreut Sie erst in einem Monat. Aber Sie können natürlich jetzt schon alle Formalien bezüglich Ihres ALG2-Antrages erledigen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Mögen Sie Ihren Job, Herr Cartier?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Bitte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ob Sie es mögen, Leiter des Jobcenters zu sein?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Natürlich, warum?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nun, weil ich finde, dass Spaß unweigerlich an den Arbeitsplatz gehört. Niemand sollte einen Job machen, den er nicht mag. Da sind wir uns einig?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sicherlich sind da die Optionen individuell verschieden und jeder Mensch ist anders.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wissen Sie, Herr Cartier, ich sage es Ihnen direkt: Ich habe keine Lust auf einen Job, der mir keinen Spaß macht und ich werde ihn auch nicht ausüben. Genauso wenig wie ich mich noch einmal in eine Qualifizierungsmaßnahme stopfen lassen werde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja, nun, Herr Pfitzer, die Eingliederungsvereinbarung ist unterschrieben und wichtig ist ja, dass Sie erst einmal wieder einen Job finden. Aber das besprechen Sie besser mit Ihrem Sachbearbeiter bzw. Fallmanager, wenn Sie dann bei uns sind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Eine Bekannte von mir, ihr Name ist Celine Neuenkämper, schwört auf die persönliche Betreuung von Ihnen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Diese kleine.. Jetzt verstehe ich. Sie wollen mich erpressen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Alles was ich will, ist auch ein Taschengeld. Ohne dabei für Sie die Schlampe machen zu müssen. Sie verstehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das Video..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: ..befindet sich auf meiner Festplatte, meinem Handy und in einem Schließfach auf einem USB-Stick, gleich neben ein paar T-Aktien meines Vaters. Ich schätze, das Video ist einiges mehr wert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Was wollen Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Narrenfreiheit. Volle Hartz-IV-Bezüge. Keine Bewerbungen, keine Maßnahmen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Vergessen Sie es. Selbst Celine hat nur 20 Euro bekommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Unterschätzen Sie nicht, worum es hier geht. Vorteilsnahme, sexuelle Nötigung einer Klientin. Von Ihrem Ruf ganz zu schweigen, wenn die ganze Agentur erst einmal Ihr kleines Weißwürstchen gesehen hat. Und ich habe hervorragende Verbindungen zum Anti-Korruptionsbeauftragen, falls Sie sich erinnern.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich zahle Celine nochmal 20 Euro und wir täuschen eine Partnerschaft vor. Ihre Anschuldigungen werden damit haltlos.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Bleibt Ihr Ruf..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Also gut. Sie werden mein Klient. Die Maßnahmen kann ich abwenden, aber die Bewerbungsverpflichtung kann ich nicht aufheben. Wir sind immer noch eine Behörde und auch ich habe Vorgesetze. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich will Bargeld.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wie viel?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wie viel haben Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: 50 Euro.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Dann 50 Euro. Und für die Maßnahme „basic plus“ bin ich hiermit abgemeldet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Geht in Ordnung.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7110783372540757322?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7110783372540757322/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-313.html#comment-form' title='2 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7110783372540757322'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7110783372540757322'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-313.html' title='Tag 313'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>2</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7183924458677236862</id><published>2010-05-18T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-18T20:00:00.626+02:00</updated><title type='text'>Tag 312</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrter Herr Schächter,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;als Indentant des Zweiten Deutschen Fernsehens hat man es nicht leicht. Drum schreibe ich Ihnen heute nicht, weil ich Ihren Job haben möchte. Nein - &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;ich möchte Deutschland retten. All die lange Zeit meiner Arbeitslosigkeit habe ich mich gefragt, warum Deutschland mich nicht rettet. Jetzt habe ich es&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; begriffen. Die Rollenverteilung ist umgekehrt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wie Sie wissen, befinden wir uns mitten in einer schweren Wirtschaftskrise. Was Sie aber vielleicht auch wissen ist, dass dieses Land schon vorher am Arsch war.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Die Bundesregierung will es nicht zugeben, aber wir haben gut und gerne 10-20 Millionen Perspektivlose, auf die wir ganz locker verzichten können. Die&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; meisten schauen RTL. Ich bin einer von Ihnen. Ich bin sicher, auch Ihre Freundin Frau Merkel würde das gesamte Prekariat am liebsten direkt verbannen.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Jetzt haben wir die Möglichkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Denn genau wie dieses Land stecken auch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in einer tiefen Krise. Die Privaten nehmen ihnen mit Sendungen wie&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;"The Biggest Loser" oder "dem großen IQ-Test" die Zuschauer weg. Klar, wenn man versucht, das Programm dadurch aufzupeppen, Rosamunde Pilcher nun mit&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; einer wackeligen Handkamera und schnellen Schnitten zu produzieren, kann das nur schief gehen. Ich habe jetzt einen Weg gefunden, sowohl Deutschland, &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;als auch das ZDF aus der Krise zu führen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mir strebt eine mehrstündige Livesendung mit Spiel, Spaß und Spannung vor. Wie "Wetten, dass...", nur ohne Wetten, Gäste und vor allem ohne Thomas Gottschalk. Dafür&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; stellen sich 100 Hartz IV-Empfänger in vielen, kleinen Spielen gegenseitig dem Duell. Am Ende entscheiden die Zuschauer, wer gewinnt. Der Kandidat &lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;erhält lebenslang Hartz IV ohne 1-Euro-Job - alle anderen hingegen verpflichten sich auszuwandern und nie wieder zu kommen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Stellen Sie sich einmal vor, wie unsere Fernsehlandschaft aussähe, wenn diese Klausel schon bei älteren Spielshows gegriffen hätte. Es gäbe keine B bis&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Z-Promis, die Privatsender hätten keinen uninteressanten Content mehr, den sie verwurschelten könnten und wären allesamt pleite.&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Na - klingelt es?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mit 99 zusätzlichen Auswanderern pro Woche haben wir unser Land bald gereinigt. Und wie Sie wissen sind Fernsehshowkandidaten grundsätzlich eine Sorte&lt;/span&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt; Mensch, auf die wir problemlos verzichten können. Name für die Sendung: "Schlag den Staat".   &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Eine Kopie dieses Schreibens sende ich zeitgleich an Frau Merkel. Ich hoffe, wir können uns in den nächsten Tagen zu dritt treffen, um diese Fernsehsendung&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;zu realisieren. Ich garantiere Ihnen steigende Marktteile bei den 3-49jährigen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit freundlichen Grüßen,&lt;br /&gt;Ihr Christian Pfitzer&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7183924458677236862?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7183924458677236862/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-312.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7183924458677236862'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7183924458677236862'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-312.html' title='Tag 312'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5856868802542393003</id><published>2010-05-17T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-17T20:00:03.605+02:00</updated><title type='text'>Tag 311</title><content type='html'>Ich weiß nicht, was mich in diesen Tagen mehr motiviert: Die Fernsehwerbung oder das Schreiben der Arbeitsagentur. Die einen fordern mich unentwegt zum Alkoholkonsum auf, aber auch die Werbung ist nicht schlecht. Bundesdeutschland bereitet sich auf die Fussball-WM vor und insgeheim hofft wohl auch die Regierung, dass der Verkauf von Gerstensaft das Land aus der Krise führt. Ich persönlich liebe Weltmeisterschaften, seit ich mit meiner Realschulklasse auf einem holländischen Campingplatz zu Gast war. Überall roch es nach Bratwurst und Bier, an jeder Ecke prangerte die Bildzeitung, hinter jeder Hecke gröhlte jemand schlechte Lieder mit und nach Einbruch der Dunkelheit flogen die Fäuste. Eine WM ist ganz genauso, nur dass erst nach vier Wochen alles vorbei ist. Okay - eigentlich nach drei Wochen, wenn Deutschland das Viertelfinale verloren hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Runde muss in das Eckige, so wird es sich Jobcenterchef Cartier auch vorgestellt haben, als er mit seiner Wampe auf der magersüchtigen Celine rumritt.&lt;br /&gt;Doch jetzt will er mich in die Maßnahme "basic plus" stopfen, ein ebenso wenig lustversprechender Akt, mit dem Unterschied, dass ich unten liege und entsprechend etwas dagegen habe. Cartier hat es nicht mehr nötig, mir einen persönlichen Vorsprechtermin zuzuweisen, stattdessen soll ich nun meinen dritten Arbeitsvermittler kennenlernen. Das muss nicht sein. So ein Privatvideo ist fast wie eine Privatversicherung. Ich bin sicher, den Chefarztanspruch werde ich am Mittwoch durchsetzen können.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5856868802542393003?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5856868802542393003/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-311.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5856868802542393003'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5856868802542393003'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-311.html' title='Tag 311'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3654936255323220213</id><published>2010-05-16T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-17T10:29:42.624+02:00</updated><title type='text'>Tag 310</title><content type='html'>Ich habe heute zwei Euro in meiner Sofaritze gefunden. Es macht sich also doch bezahlt, hin und wieder Nachrichten zu schauen, denn hätte mir niemand erzählt,&lt;br /&gt;dass der Euro unermüdlich versinkt, hätte ich sicher nicht danach gesucht.Aber was nützt schon dieser Geldsegen, wenn doch nach der Rezession direkt die&lt;br /&gt;Inflation klingelt? Nichts. Und genau das versuchte ich auch Herrn Wilhelm klarzumachen, als er es am Nachmittag der Inflation gleich tat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Herr Pfitzer, es geht einfach nicht mehr. Ich habe beide Augen feste zugedrückt, aber ohne Miete geht es nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich verstehe Sie ja. Aber in ein, zwei Jahren ist das Geld nichts mehr wert. Deswegen brauchen Sie es auch gar nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Junger Mann, ich brauche das Geld sehr wohl. Meine Frau und ich können nicht immer hier wohnen, wir wissen ja nicht was kommt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ach, Papperlapapp. Für die häusliche Pflege holt man sich heutzutage einfach eine günstige Polin, dann muss man auch nicht&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;umziehen und hat das wertvolle Geld fürs Altersheim gespart. Und geklaut wird überall.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Also, ne, also. Ich habe mit meinem Sohn gesprochen und der sagt auch, wenn Sie nicht zahlen, müssen wir Sie rauswerfen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sehen Sie!?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Was?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na, das hat Frau Merkel über die Griechen auch gesagt. Und jetzt überweist sie ihnen sozusagen die Miete.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wenn die Merkel das für Sie macht, soll mir das recht sein. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Die Merkel vielleicht nicht, aber eventuell der Merkel. Nächsten Monat bin ich auf Hartz IV, dann läuft die Mietzahlung wieder ganz automatisch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie vertrösten mich schon sehr lange, junger Mann.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Natürlich. Aber Sie sind doch Christ oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Freilich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sehen Sie, auf Jesus warten Sie schon viel länger. Was ist schon ein Monat gegen knappe 2000 Jahre?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Es ist... äh... ach.. Ich darf mich nicht mehr aufregen. Dann wird mein Sohn das Ganze regeln, ich kann doch in meinem Alter nicht mehr &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;nach dem Geld hinterherlaufen, ne ne ne..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber Herr Wilhelm.. Jetzt vergessen Sie aber, dass ich hier den Rasen gemäht habe. Und die Hecke geschnitten. Und Ihrer Frau den Einkauf abgenommen habe.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das nimmt kein gutes Ende, langsam bin ich mir sicher. Auch ein Umzug kommt nicht in Frage, immerhin ist die Wohnung Hartz IV sicher, wohl der einzige Vorteil,&lt;br /&gt;den Käfighaltung hat. Und so ein Umzug kann auch noch dazu sehr anstrengend sein. Wenn in diesem Haus also jemand geht, ist es das Vermieterpaar Wilhelm.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3654936255323220213?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3654936255323220213/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-310.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3654936255323220213'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3654936255323220213'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-310.html' title='Tag 310'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1450149655207999069</id><published>2010-05-15T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-15T20:00:01.719+02:00</updated><title type='text'>Tag 309</title><content type='html'>Es war kurz nach fünf. Nach dem Einschlafen bin ich noch einmal kurz aufgewacht, um mich zu übergeben. Nichts Ungewöhnliches. Doch als ich erneut ins Land der Träume übersiedelte, geschah es.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war zurück in Dieter Bohlens Folterkeller, in dem der cracksüchtige Gandalf seit geraumer Zeit wehrlosen Arbeitslosen seine Fantasiegeschichten zu erzählen versucht. Doch er war nicht allein. Alle waren da. Saddam Hussein und Abraham Lincoln spielten an einem Tisch Poker, Möllemann spielte Dart. Er hatte sich ein Porträt von Westerwelle auf das Bullseye geklebt. Michael Jackson verschwand mit einigen verblichenen katholischen Geistlichen hinter einer Stahltür, auf der die Buchstaben VIP und die Silhouette eines spielenden Kindes eingraviert waren. Gandalf saß in seinem Sessel, in der einen Hand die Crackpfeife, in der anderen ein Zepter. Er würdigte mich keines Blickes. Stattdessen sprach er mit Bob Marley und Guru, den Wortfetzen zur Folge ging es um Drogen. Marx und Che Guevara kamen auf mich zu und schüttelten mit dem Kopf. „Du hast auf ganzer Linie versagt“, sagte Marx. Che zündete sich eine Zigarre an. „Ich habe von Anfang an gesagt, dieser Pfitzer wird es nicht schaffen“. Die ganze Meute Untoter umzingelte mich, einzig Möllemann konnte sich von seiner Dartscheibe nicht abwenden. Gandalf ergriff das Wort: „Nun, er wird keiner von uns werden. Soviel ist sicher. Wir müssen uns einen neuen Auserwählten suchen, einen, der es vollbringt, eine Revolution durchzuführen“. Das weckte den Widerständler in mir: „Ich habe mein Bestes gegeben. Und noch bin ich nicht gescheitert“. Gandalf senkte den Blick und antwortete: „Aber du wirst es. Sie haben dich da, wo sie dich haben wollen. Du sitzt in der Schuldenfalle“. Marx schaute kurz ins Kapital, dann auf einen Taschenrechner: „Es stimmt. Er ist vollkommen mittellos. So hat der Kampf gegen die Bourgeoise keinen Erfolg“. Krampfhaft versuchte ich mich vor dem Komitee zu verteidigen: „Ich bin in guter Gesellschaft. Die ganze Eurozone sitzt in der Schuldenfalle. Wir sind alle abgewrackt“. Ihre Gesichter wurden ungläubiger, ich schien einen wunden Punkt getroffen zu haben. „Und ihr beiden Loser, was macht ihr schon?“, ich zeigte provozierend mit dem Finger auf Marx und Che. „Außer in Werbespots für Billigautos und auf Teenie-T-Shirts sieht man von euch auch nicht besonders viel“. Jetzt kam ich richtig in Fahrt. „Schaut euch an, ihr Jammerlappen. Ihr sitzt bei einem abgehalfterten, alten Typen im Keller und Gandalf ist auch noch da. Erzählt mir etwas von Revolution und dass ich gegen die Fernsehgestalten kämpfen müsste. Ihr habt keine Ahnung mehr vom Leben an der Oberfläche. Ohne Drogen, Alkohol, Fernsehen, Sex mit wechselnden Partner und Sozialhilfe kann man es einfach nicht ertragen. Das ist die Realität“. Bei dieser ergreifenden Rede hätte normalerweise der Sportpalast erzittert, doch die Kellerzombies blieben völlig unbeeindruckt. Wieder sprach Gandalf. „Du sprichst von der Realität? Nun, ich werde dir die Realität zeigen“, kündigte er an und ein riesiger Plasmafernseher erschien. „Genau so sieht die Realität aus, mein Freund“, sagte ich ihm. Doch nun erschien ein Bild. „Alles klor?“, fragte eine altbekannte Stimme im TV. Es war David Hasselhoff im Musikantenstadl  „Siehst du das?“, fragte Gandalf. „Du bist auf dem besten Wege genau das zu werden. Denk dir Andy Borg und die anderen Menschen weg und du siehst deine realitätsgetreue Zukunft“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war schockiert. Es war das gleiche Gefühl, wie beim Anblick des Bildes meines Restzahnes neulich beim Onkel Doktor. Bin ich wirklich schon so weit? Sicher, einige meiner Gehirnströme sind deutlich gestört, viele Zellen irreversibel zerstört, mein Sprachzentrum hat manchmal Schwierigkeiten und wenn der Hunger mich zu Boden wirft, kann es mich auch eine Weile herunterziehen. Aber ich möchte nicht enden wie David Hasselhoff. Zweifellos ist er ein Held, aber eben die Art von Held, die man selber nicht sein möchte. So wie Staufenberg oder Gandhi. Nein. Die Untoten haben recht. Auch wenn alles den Bach runtergeht und man ganz automatisch mit hinuntergespült wird, sollte man sich Stolz und Würde erhalten. Das geht. Auch als Arbeitsloser. Gleich morgen kaufe ich mir einen Anzug und kehre ins Arbeitsleben zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Schade. Morgen ist ja Sonntag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1450149655207999069?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1450149655207999069/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-309.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1450149655207999069'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1450149655207999069'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-309.html' title='Tag 309'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4579506563299808472</id><published>2010-05-14T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-14T20:00:04.165+02:00</updated><title type='text'>Tag 308</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Einen Rettungsschirm?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, wissen Sie, wenn es nach mir ginge, würde auch ein gewöhnlicher Knirps ausreichen. Aber die Zeiten sind hart und die Krise allgegenwärtig.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wie haben Sie sich das denn vorgestellt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nun, Sie übernehmen eine Garantieleistung. Ich bin nicht anspruchsvoll, ein paar tausend Euro genügen voll und ganz. Wenn jetzt wieder eine dieser unliebsamen Rechnungen eintrifft und ich sie nicht zahlen kann, verweise ich auf den aufgespannten Rettungsschirm und suche in seinem Schatten Schutze.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Und in der Praxis?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Es ist eine Art Bedarfskredit. Zinsfrei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: So etwas haben wir nicht in unserer Produktpalette, Herr Pfitzer. Das einzige, was bei Ihnen zur Disposition steht, ist Ihr Dispositionskredit. Und bei den Negativbilanzen der letzten Monate sehe ich kaum eine Möglichkeit, daran zu drehen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich weiß, die goldenen Wischnidruffski-Jahre sind in diesem Laden vorbei. Aber Sie müssen mich einfach retten, wenn es schon Frau Merkel nicht tut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ich bin doch nicht Ihre Mutter. Sie tun gerade zu so, als sei die Sparkasse für Ihr finanzielles Desaster verantwortlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sind Sie ja auch. Ohne die Dispozinsen wäre ich sicher jetzt Millionär. Aber Spaß beiseite, Frau.. äh.. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wehmeyer. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Frau Wehmeyer. Es geht doch gar nicht um Schuld. Wissen Sie, die Frau Merkel ist auch nicht schuld daran, dass Griechenland kein Geld hat. Trotzdem gibt sie bereitwillig. Ist sie etwa kein Vorbild für Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Herr Pfitzer, auch wenn Sie es nicht glauben mögen, aber Sie sind nicht Griechenland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber fast. Für meine Peripherie interessiert sich kein Mensch, ich lebe am Existenzminimum, ich würde gerne Beamtenbezüge auf ein Minimum kürzen und in mir tobt immer ein brennender Konflikt. Wissen Sie was, Frau Wehmeyer: Ich bin Griechenland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Herr Pfitzer, Sie sind maximal Island. Längst nicht mehr zu retten, nicht einmal für Burgerketten noch interessant und durch den ganzen Rauch, den Sie aufwirbeln, halten Sie andere Menschen von der Arbeit ab.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sie vergleichen also mein existentielles Anliegen hier mit einer Aschewolke?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Was ich damit sagen will: Sie sind nicht rettungswürdig. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und das heißt jetzt? Soll ich aus der Währungsunion austreten und die Menschen in der Fußgängerzone nach einer D-Mark fragen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ich weiß es nicht, ich bin Sparkassen- und keine Lebensberaterin. Ich kann Ihnen nur zwei Ratschläge geben: Gleichen Sie Ihr Konto aus und halten Sie Ihre Ausgaben fest.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ha! Das ist gut. Wenn ich die Ausgaben festhalte, z.B. an einer Supermarktkasse, glauben Sie, die Kassiererin lässt mich dann so einfach mit dem Einkauf laufen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: So habe ich das nicht gemeint. Schreiben Sie Ihre Ausgaben auf. Sie brauchen einen Überblick, wo Sie Ihr Geld lassen. Entdecken Sie Ihr Sparpotential.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Langsam komme ich mir verarscht vor. Erst heißt es, ich sei nicht Griechenland, jetzt soll ich mein Sparpotential entdecken. Was denn nun? Irgendwie kommen wir ohne einen Rettungsschirm nicht weiter, merken Sie das nicht auch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Hier Herr Pfitzer..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Was ist das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Mein Regen.. Ihr Rettungsschirm. Nehmen Sie ihn. Sehen Sie ihn als Symbol. Er wird Sie beschützen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Erst soll ich Buch über meine Taschengeld führen und jetzt Schutz unter einem Regenschirm suchen. Sie sind sicher, dass Sie Sparkassenberaterin sind und keine Erzieherin? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ganz sicher, Herr Pfitzer. Ach, da wäre noch etwas.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja???&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie. Bringen Sie doch bitte eine Bescheinigung über Ihre Arbeitslosigkeit bei. Sonst fallen im nächsten Monat schon wieder Kontoführungsgebühren an.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ach, Frau Wehmeyer, das ist kein Problem. Die paar Euro für den guten Service zahle ich doch gerne extra. Wir wollen ja nicht, dass Sie irgendwann arbeitslos werden und mit einem verrosteten Regenschirm abgespeist werden. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wie Sie wollen, Herr Pfitzer..&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4579506563299808472?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4579506563299808472/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-308.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4579506563299808472'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4579506563299808472'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-308.html' title='Tag 308'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-458279914096234853</id><published>2010-05-13T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-13T20:00:04.276+02:00</updated><title type='text'>Tag 307</title><content type='html'>Ich genieße das Leben, als wäre es eine Darmentleerung. Eigentlich ist es das auch. Zumindest unterscheidet sich mein Leben nicht mehr allzu viel von einem durchschnittlichen Stuhlgang. Es ist nahezu beschissen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wurde es zwar etwas erträglicher gemacht, zu verdanken habe ich das jedoch einem mit Bier gefüllten Bollerwagen, der nicht einmal mir gehörte. Ich war mit meinen Notgroschen auf dem Weg zur Tankstelle gewesen, als sich dieses Objekt wie eine göttliche Fügung präsentierte. Die Männer tankten gerade reichlich an der Tankstelle nach, obwohl noch gute 5 Liter im Wagen waren. Ich ergriff die Gunst der Stunde und den Griff des Bollerwagens und machte mich damit aus dem Staub. Für heute habe ich Geld gespart, doch lange komme ich so nicht mehr durch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der einzige Trost, der mir am Vatertag bleibt ist, dass ich kein Vater bin. Das ist schon alles.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-458279914096234853?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/458279914096234853/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-307.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/458279914096234853'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/458279914096234853'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-307.html' title='Tag 307'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-994303271465989642</id><published>2010-05-12T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-12T20:16:40.560+02:00</updated><title type='text'>Tag 306</title><content type='html'>Es ist einfach furchtbar. Erst die Finanzkrise, dann die Wirtschaftskrise, daraufhin die Griechenlandkrise und die Eurokrise. Und nun auch noch die Merkelkrise.&lt;br /&gt;Das ist eindeutig zuviel, auch wenn mal wieder niemand erwähnt, dass auch die seit knapp einem Jahr andauernde Pfitzerkrise unser Land schwer erschüttert.&lt;br /&gt;In purer Verzweiflung wandte ich mich heute noch einmal an die Kanzlerin, ungeachtet wie sehr mich das CDU-Personal bislang enttäuscht hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrte Frau Bundeskanzler,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;ich bedauere die aktuelle politische Diskussion um Ihre Person und die 123 Milliarden Eurohilfe sehr. Ich vertraue Ihnen immernoch. Schließlich sind Sie meine,&lt;br /&gt;sind Sie unsere Frau Bundeskanzler. Das man nun dem Euro hilft, finde ich persönlich super. Der Euro ist eine klasse Währung, auch wenn ich mir seit seiner&lt;br /&gt;Einführung nicht einmal mehr einen Einkaufswagen leisten kann. Und was der Euro vor allem braucht ist Stabilität. Doch wissen Sie, Frau Bundeskanzler, nicht&lt;br /&gt;alle haben es so gut, wie der Euro. Ich zum Beispiel bin nun schon seit fast einem Jahr arbeitslos und alle Bewerbungen - auch die ans Bundeskanzleramt gerichtet waren -&lt;br /&gt;blieben unerhört. Ich bitte Sie inständig: Retten Sie mich. Ich weiß, dass Arbeitsplätze in diesen schweren Zeiten nicht vom Himmel fallen. Deswegen verlange&lt;br /&gt;ich gar nicht danach. Alles was ich will, ist eine Millarde. Ob nun 123 oder 124 - wann war die Gelegenheit so günstig, sich unbehelligt zu bereichern?&lt;br /&gt;Und auch der Euro würde eine Milliarde mehr oder weniger nicht spüren. Geben Sie sich einen Ruck. Ich halte in diesen Tagen zu Ihnen. Lassen Sie sich&lt;br /&gt;nicht die Laune verderben, nur weil der Opa es vermasselt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aufrichtig flehend,&lt;br /&gt;Ihr Christian Pfitzer&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-994303271465989642?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/994303271465989642/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-306.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/994303271465989642'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/994303271465989642'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-306.html' title='Tag 306'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1397669844203536207</id><published>2010-05-11T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-05-11T23:07:40.523+02:00</updated><title type='text'>Tag 305</title><content type='html'>Verdammter Mist! Da denkt man an nichts böses, isst ausnahmsweise etwas anderes, als ein Tiefkühlbaguette und schon passiert es. Nach einem unvorsichtigen Biss in einen Schokoriegel hatte ich einen Backenzahn in der Hand. Blut und Schmerzen blieben zwar aus, doch ich wusste, was das bedeutet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich meide Zahnärzte, seit ich einen Großteil von ihnen beim Porschetreffen 2002 kennengelernt hatte. Mein Vater war mit der Bande immer dicke gewesen, für mich waren es Sadisten in schnellen Autos und ohne jegliche Moral, dafür mit großen Bankkonten und niedrigen Handicaps.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ohne einen Termin gemacht zu haben schneite ich in die erstbeste Praxis, das gute Stück hatte ich noch liebevoll in ein Taschentuch gehüllt. Zahnersatz ist für einen Arbeitslosen unerschwinglich und was im Fernsehen mit Fingern und anderen Gliedmaßen wunderbar funktioniert, kann schließlich auch bei Zähnen klappen. Die junge Sprechstundenhilfe bat mich, einen zweiseitigen Fragebogen auszufüllen. Ich war froh, dass ich mein Geburtsdatum und meine Krankenkasse noch auswendig wusste und kreuzte bei allen anderen Fragen Nein an. Nach nur 20 Minuten zwischen der Autobild, dem Bayernmagazin und einem alten Focus wurde ich ins Behandlungszimmer gerufen und traf auch alsbald den Arzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Grunde kann ich sie verstehen, diese Zahnärzte. Wer täglich in Andererleuts faulige Mundgrotten hineinlinsen muss, der muss sich ein gewisses Maß für Oberflächlichkeit und Ästhetik einfach angewöhnen. Dies ist auch der Grund, warum sich die meisten Zahnärzte attraktive Zahnarzthelferin halten. Der Arzt war nur knappe 10 Jahre älter als ich, aber scheinbar auch seit dieser Zeit im Porsche- und Golfclub Dauergast. Er checkte meinen Gesamtzahnzustand während die Helferin Witze über den Geschmack von Schokoriegeln riss. Ich versuchte den Zahnarztcode zu entschlüsseln, doch hatte keine Chance. 4CZ. Entweder hat der vierte Zahn im dritten Quadranten Zahnstein oder es steht für vier tschechische Billigprostituierte in der Mittagspause. Wahrscheinlich soll der Patient es gar nicht wissen. Nach leichtem Rumgekratze mit dem Handgerät wandte der Arzt sich an die Helferin. „Einmal die Kamera bitte, Barbara“. Mir wurde eine Hightechkamera in den Mundraum gepresst und ich war sicher, ich kannte diese Technik bereits aus dem Pornobereich. Die Windows-XP-Desktoplandschaft auf dem Monitor vor mir, die helle Lampe mit der großen Aufschrift „Danger“ und der billige Popart Kunstdruck mit dem Charme einer Bahnhofsnutte in den 80ern konnten mich nicht mehr beruhigen. Mein Herz begann zu pochen. Es setzte schlagartig aus, als mir der Arzt die Bilder von meinem Zahnstumpen zeigte. Ein großer schwarzer Fleck eingebettet in Zahnfleisch. Ich hielt das Bild für ein starkvergrößertes Bild eines Vaginalkarzinoms im Endstadium, doch der Arzt beharrte darauf, dass es sich um meinen Zahn handelte. „Da hilft nur noch die Zange“, meinte er kühl. Und ich wurde alles andere als cool.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Schönste an der Behandlung war die Betäubungsspritze. Ich hatte mich selten so sehr auf Drogen gefreut. Während ich auf die Wirkung wartete, röntge die Helferin meinen Kiefer. Nicht ohne mir dabei schwere Schmerzen und Verletzungen zu zufügen, die sie einfach abtat. „Beim Röntgen ist noch niemand gestorben, Herr Pfitzer“. Natürlich nicht. Aber Kieferbrüche hat es bestimmt schon gegeben. Dabei war das nur das Warm-Up.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zurück im Behandlungsraum machte mir der Arzt wieder Mut. „Es kann ein paar Komplikationen geben. Der Restzahn ist sehr porös, ich muss da vermutlich etwas fräsen“. Davon, den alten Zahn mit Sekundenkleber einfach fest zu kleben, wollte er nichts wissen. Er hielt es vielmehr für einen Scherz und begann mit der Entfernung. Ich kam mir vor wie eine Autobahn und das Zahnarztgerät waren tonnenschwere LKW. Immer wieder rasten sie über mich, brachten mich zum beben und immer wieder betete ich dabei zu Gott. Auch das „Barbara, saugen!“ oder „Bitte mehr saugen, Barbara“ zwischendurch konnte mir nicht helfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach zwei Stunden war alles vorbei. Ich arrangierte mich mit meiner Zahnlücke. Immerhin bin ich arbeitslos, wie sieht es denn auf der Amtsstube aus, wenn man da noch alle Zähne im Mund hat. Mich hatte es ohnehin gewundert, dass ich als Kassenpatient nach so kurzer Zeit behandelt wurde. Vielleicht werden Zahnentfernungen von der Arbeitsagentur bezuschusst - was einmal raus ist, kann nicht faulen - gleiches Spiel wie in der Statistik. Ich wollte also mit einer blutigen Mullbinde im Maul heraus spazieren, als mir der Zahnarzt noch die weiteren Verhaltensweisen erklären wollte. Ich sollte auf Alkohol, Zigaretten, Kaffee und körperliche Anstrengung verzichten. Mit dem letzten Punkt gab ich mich einverstanden, die anderen bedeuteten aber schlimmere Qualen, als die eigentliche Zahnbehandlung. Doch als echter Klischeearbeitsloser kann man auch mal ärztliche Anweisungen ignorieren. Weil ich keine fünf Euro für die verschriebenen Schmerztabletten hatte, betäube ich meinen Kiefer seit der Behandlung mit Bier. Und ich muss sagen: Es funktioniert.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1397669844203536207?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1397669844203536207/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-305.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1397669844203536207'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1397669844203536207'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-305.html' title='Tag 305'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-504454232668630743</id><published>2010-05-10T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-10T20:00:03.738+02:00</updated><title type='text'>Tag 304</title><content type='html'>Ich habe die Kraft. Was körperlich und psychisch bei mir nicht zutrifft, kann jetzt aber jeder Nordrhein-Westfale von sich behaupten. Alle Welt sorgt sich nun um die Zukunft von Herrn Rüttgers, dabei hat er doch auf seiner Wahlkampftour schon genug Verbindungen zu Altersheimen und anderen möglichen zukünftigen Partnern aufgebaut. Mir macht etwas ganz anderes Sorgen: Meine Zukunft. Da setzt man einmal auf das bürgerliche Lager und was passiert? Es blamiert sich und verliert haushoch. Hätte ich meine Bewerbungen lieber an Frau Kraft gerichtet, vielleicht wäre meine Politikkarriere nicht beendet, bevor sie überhaupt begonnen hat. Ebenfalls zu denken gibt mir, dass Gabriel Recht behalten hat. Wenn auch seine anderen Prognosen stimmen, finde ich mich bald im Dschungel der ARGE wieder, während Andrea Nahles über mich spottet. Das kann ich auf keinen Fall zulassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einen Job in Düsseldorf kann ich mir aber nach dem Wahlergebnis abschminken. Auch Herr Pinkwart dürfte kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit haben, schließlich hat es ihm nicht einmal geholfen, dass Rüttgers sich selbst in den Abgrund eines Kohlenschachtes katapultiert hat. Oder wie Hannelore Kraft es an einem Stammtisch in Dortmund sagen würde: „Ich find dat voll gut, dat der ma so richtig eins auf die Fresse gekriegt hat“&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-504454232668630743?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/504454232668630743/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-304.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/504454232668630743'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/504454232668630743'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-304.html' title='Tag 304'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7405452930574842771</id><published>2010-05-09T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-10T15:41:48.781+02:00</updated><title type='text'>Tag 303</title><content type='html'>Der erste mutterfreie Muttertag in meinem Leben und dennoch verfolgen mich meine alptraumhaften Visionen am helllichten Tag. Ich betrat gerade das Wahllokal, hielt einer Oma mit Gehhilfe die Tür auf und mir mit der anderen Hand die Nase zu, da die Greise ihren Geruchsmix aus 4711 und Verwesung wieder einmal nicht zu Hause gelassen hatten, suchte meine Wahlkabine und nahm in einer Warteschlange platzt. An diesem Sonntag geht es wieder um was und wenn es schon nicht die politische Zukunft des Bundeslandes ist, dann doch zumindest das Sehen und Gesehen werden. Die Nachbarn grüßen sich, schimpfen auf Milliardenhilfe für den Euro und die Müllabfuhr. An diesem Tag wird die Oma noch selbstständig aus dem Altersheim geholt, die Enkelkinder spielen fröhlich zwischen den Wahlkabinen und der CDU-Kugelschreiber in der Westentasche ist frischer gewaschen als der Firmenwagen, mit dem man anreist. Ja, auch eine Landtagswahl kann Spaß machen – sogar der ganzen Familie.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den beiden Wahlkabinen befand sich offensichtlich ein Ehepaar. Ich konnte sie aufgrund des Sichtschutzes nicht erkennen, aber einen Teil ihres Gespräches mit anhören. „Nicht dass du schon wieder in der Zeile verrutscht“, sagte der Mann, der frisch rausgeputze Lederschuhe trug. „Papperlapapp“, stöhnte es aus der rechten Kabine. Erneut überkam mich das Gefühl, dass meine Mutter mir näher war, als es mir lieb ist. Zu gerne hätte ich das Paar gesehen, doch als ich das Ende der Schlange erreichte, waren beide bereits verschwunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf dem Wahlzettel fand ich weder die Arbeitslosenpartei mit dem historisch ungünstig gewählten Kürzel, noch „Contra NRW“. Ich tat was ich tun musste und überreichte dem Wahlhelfer einen Discounterkassenbon. „Entschuldigung“, sagte er. „Das ist nicht der Wahlzettel“. Ich tat verdutzt. „Stimmt. Das war die Anlage. Haben Sie einen Tacker?“. Jetzt schaute er verdutzt. „Wieso eine Anlage?“. Ich erklärte geduldig: „Na, was die Griechen können, kann ich schon lange. Und 17,32 Euro wird dieses Land für mich ja wohl noch aufbringen können. Wenn das meine Stimme nicht wert ist, weiß ich es auch nicht“. Er verweigerte die Annahme des Kassenbons trotz mehrfachem Nachdruck meinerseits.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wählen war auch mal schöner, doch wir sollten uns über dieses Privileg trotz alle dem freuen. Es gibt immer noch so viele Länder, in den das Volk am Wählen gehindert wird. Iran, Nordkorea, England. Um nur einige zu nennen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7405452930574842771?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7405452930574842771/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-303.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7405452930574842771'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7405452930574842771'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-303.html' title='Tag 303'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7393881592611941206</id><published>2010-05-08T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-08T20:00:01.785+02:00</updated><title type='text'>Tag 302</title><content type='html'>Die Bundesligasaison endete für mich, wie sie begann. In einem Besäufnis. Doch anders als an gewöhnlichen Samstagen, wo ich mittlerweile meistens alleine vor meinem Discounterbier sitze anstatt von der Dachterrasse meines Lieblingslokals Menschen dabei zu belächeln, wurde ich heute mit Gesellschaft verwöhnt. Es klingelte am späten Nachmittag und ich öffnete gut gelaunt und ausgeschlafen die Türe. Insgeheim hatte ich mir Nicole erhofft, die ihre Meinung über unsere Beziehung geändert hat, doch da wurde ich enttäuscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hallo Herr Pfitzer. Entschuldigen Sie die Störung. Ich bin nur noch einmal zu Ihnen gekommen, weil ich mich bedanken wollte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ach Herr Zwe.. Na egal, kommen Sie doch rein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich habe uns etwas mitgebracht. Eine kleine Aufmerksamkeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Klein sind die Flaschen in der Tat. Aber immerhin sind es 6. Ich denke, der Kühlschrank lohnt sich nicht. Setzen Sie sich doch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Einen schönen Fernseher haben Sie.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh. Ja, wissen Sie. Das war ein harter Kampf, den zurückzubekommen. Muss ich mir jetzt Sorgen machen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ach, Quatsch. Erstmal zum Wohle. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Zum Wohl.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich habe meinen Job an den Nagel gehängt, Herr Pfitzer. Und das war Ihr Verdienst. Sie haben mir die Augen geöffnet.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Habe ich das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja. Nach unserem Gespräch hier habe ich über mein Leben nachgedacht. Und mir die Lindenstraße angesehen. Sie hatten Recht mit dem, was Mutter Beimer betrifft. Noch am nächsten Tag habe ich meinem Chef die Kündigung vorgelegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wunderbar. Sie sind auf einem guten Weg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Mir ist es egal, was nun auf mich zu kommt. Ich habe gleich meinen Fernseher verkauft und meine Empfangsgeräte abgemeldet. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Vorbildlich. Und nun? Haben Sie weitere Pläne?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich habe eine dreimonatige Sperrfrist von der Arbeitsagentur erhalten, weil ich selbst gekündigt habe. Also musste ich meinen Wagen verkaufen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ist bitter, letztens Jahr hätte es immerhin noch die Abwrackprämie gegeben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Mir ist das alles egal, Herr Pfitzer. Ich bin jetzt ein freier Mann, das ist wichtiger. Und ich habe wieder ein gutes Gewissen. Endlich muss ich nicht mehr meine Mitbürger ausspionieren.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na gut, den Volkssport aufzugeben ist ein hartes Opfer. Aber es tut gut den Preis der Freiheit zu zahlen, oder nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Absolut. Am 1. Mai habe ich bis 6 Uhr morgens durchgesoffen. Das hatte ich das letzte Mal mit 19 gemacht. Und ich kann wieder durch die Straßen gehen, ohne ständig Schwarzseher an jeder Ecke und hinter jeder Fassade zu vermuten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh ja, das kenne ich. Wissen Sie, mir läuft ständig meine Mutter vor meinem geistigen Auge über den Weg. Dabei ist sie auf den Malediven. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Es ist verrückt, oder? Haben Sie Ihr Bier etwa schon auf?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Da sieht man, dass Sie noch nicht lange einer von uns sind. Aber das kommt noch. Mit der Zeit gewöhnt man sich an alles, aber vor allem gewöhnt man sich ein langsames Trinktempo ab. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich genieße jetzt jeden Moment – und jeden Schluck?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sagen Sie mal, jetzt wo ich Sie so sehe: Was sagen Sie eigentlich zur Griechenlandhilfe? Finden Sie nicht, wir hätten auch Peter Zwegat schicken können, anstelle der ganzen Milliarden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Unbedingt. Da habe ich mich darum gekümmert, dass jeder ordentliche seine GEZ-Gebühr entrichtet und dann landet sie schließlich doch in Athen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ein Skandal, ganz klar.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Darf ich Sie noch um etwas bitten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Was?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich würde gern ein Foto von uns machen. Weil Sie mir die Augen geöffnet haben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, gerne. Soll ich etwas Bestimmtes anziehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nicht nötig. Stellen Sie sich einfach dort vor den Fernseher. Moment, einmal den Selbstauslöser einstellen… und „Cheese“. Sehr schön. Herr Pfitzer, ich muss Sie schon wieder verlassen. Aber es hat mich sehr gefreut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Mich ebenso. Wenn Sie Probleme mit der Arbeitsagentur haben, rufen Sie mich an. Ich bin dort schon bekannt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Werde ich mir merken. Vielen Dank!&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7393881592611941206?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7393881592611941206/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-302.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7393881592611941206'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7393881592611941206'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-302.html' title='Tag 302'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4912685732907897110</id><published>2010-05-07T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-08T10:12:52.534+02:00</updated><title type='text'>Tag 301</title><content type='html'>Ich habe das Gefühl, als würden sich die Ereignisse in diesem Monat überschlagen. Ereignisse sind dabei gleichzusetzen mit Rechnungen, Mahnungen und sonstigen Zahlungsaufforderungen. Das Ehepaar Wilhelm dürfte mittlerweile begriffen haben, dass mein Mietzins auf unbestimmte Zeit in die Griechenlandhilfe fließen wird, doch die anderen Gläubiger kann man nicht mit einer Klosterfrau und der Apothekenrundschau ruhig stellen.&lt;br /&gt;Meine finanziellen Sorgen ließen mich frühzeitig erwachen. Freitag ist bekanntlich auch der beste Tag, um ein paar Euro aus fremden Taschen locker zu machen. Doch wo sollte ich hin? Schon wieder zur Sparkasse, wo mir jegliche Hilfe verwehrt wird und ich noch ein schlechtes Gewissen wegen Herrn Wischnidingski bekomme? Zum Sozialamt, wo Herr Merkel mir unter Tränen sein komplettes Privatvermögen ausbreitet? Nein. Singen in der Fußgängerzone? Nein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also rief ich alle Kontakte an und sicherte mir einen lukrativen Schwarzarbeitsauftrag. Allerdings erst für Juni. Und bis dahin gilt es noch einiges an Zeit zu überbrücken.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4912685732907897110?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4912685732907897110/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-301.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4912685732907897110'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4912685732907897110'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-301.html' title='Tag 301'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7805076529153143529</id><published>2010-05-06T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-06T20:00:02.291+02:00</updated><title type='text'>Tag 300</title><content type='html'>Der Frau auf dem Postamt bin ich bereits wohlbekannt. Ich bin eben doch ein Vorzeigearbeitsloser, der begierig Bewerbungen schreibt, immer in der Hoffnung, doch irgendwann das große Los zu ziehen und einen gut bezahlten Arbeitsplatz zu ergattern. Wenn man sie sich so anschaut mit ihren Wurstfingern und dem breiten Grinsen, immer dann, wenn ich ihr eine meiner Bewerbungen in einem abgewetzten Umschlag überreiche und sie ihn mit 1,45 Euro frankiert, hat man das Gefühl, dass sie mich irgendwie gern hat. Wie eine Mutter die stolz ist auf ihr Kind. Oder ein Westerwelle, der von soviel Eigenleistung beeindruckt gleich die horrenden Portokosten übernimmt. Doch heute wurde mir die gute Dame etwas zu neugierig.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Sie versuchen Ihr Glück wohl überall. Letztens das Verteidigungsministerium, nun BP. Sind Sie ein Umweltaktivist?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gott bewahre. Ich wasche mir zwar auch nicht allzu oft mein Haupthaar und kiffe mir den Verstand weg, aber so schlimm ist es zum Glück noch nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Oh.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich bin arbeitslos.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Oh.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, oh. Aber wie man sieht, bin ich stets bemüht, einen neuen Job zu finden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Dann sind das Bewerbungen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Selbstverständlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Hmm.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wie hmm? Stimmt etwas nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Vielleicht sollten Sie sich nicht unbedingt bei Ministerien bewerben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und warum sollte ich das nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Nichts gegen Sie, aber Sie sind doch gar nicht der Typ für sowas.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und das können Sie beurteilen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ich denke schon.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wissen Sie was? Ich denke, das können Sie nicht. Vor 5 Jahren hätte man Ihnen vielleicht auch gesagt, dass Sie nicht der Typ für den Postschalter sind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Warum?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Weil das hier eine Metzgerei ist und Sie eigentlich Schweinehälfte zerteilen. Oder glauben Sie, Sie arbeiten hier wegen dem 2qm großen Postbereich und um die drei Postkunden am Tag zu bedienen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Nein, aber.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sehen Sie. In den heutigen Zeiten muss man flexibel sein und ich bin sehr flexibel. Zumindest flexibler als eine Schweinehälfte. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eigentlich stimmte das nicht. Ich bin nahezu exakt wie eine Schweinehälfte. Ich hänge die ganze Zeit ab und wenn mich niemand aufhält, mache ich das, bis ich verfault bin.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7805076529153143529?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7805076529153143529/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-300.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7805076529153143529'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7805076529153143529'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-300.html' title='Tag 300'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-3793905036963335980</id><published>2010-05-05T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-06T11:39:46.497+02:00</updated><title type='text'>Tag 299</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sehr geehrte Damen und Herren,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;hiermit bewerbe ich mich als Krisenmanager in Ihrem Hause.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Wir, die feine Kleidung und stilvolles Schwarz mögen, erinnern uns noch gerne an die rumreiche Benetton-Kampagne der 1990er Jahre zurück. Der schwarze Ölteppich gab den bis dato weißen Wasservögeln einen dezenten Look, klassisch und zeitlos modern zugleich. Auch jetzt wissen die Vögel wieder: Schwarz ist das neue Schwarz. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Doch wo ist Ihre Werbekampagne? Auf den schwimmenden Provisorien prangert noch nicht einmal das BP Logo, obwohl täglich Scharen von Hubschraubern mit Kamerateams an Bord darüber fliegen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Stellen Sie mich ein und ich werde mich der aktuellen Imagekrise mit allen verfügbaren Mitteln stellen. Ich werde den Fischern in Louisiana Jobs als Tankwarte anbieten und mich so in der Region beliebter machen, als es Obama je war. Anschließend werden sich die schwarzen Südstaatler freiwillig zu Dienst melden, um weiteres Öl aus dem Irak zu beschaffen. Ich bringe die Freude zurück an die Zapfsäule und rette ganz nebenbei noch die USA. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Meine Gehaltsvorstellungen liegen bei ca. 2,5 Millionen US-Dollar jährlich. Bezahlung in Euro wird wegen der Griechenlandkrise nicht akzeptiert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mit freundlichen Grüßen,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christian Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-3793905036963335980?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/3793905036963335980/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-299.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3793905036963335980'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/3793905036963335980'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-299.html' title='Tag 299'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7504760025965766829</id><published>2010-05-04T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-04T20:00:01.869+02:00</updated><title type='text'>Tag 298</title><content type='html'>Ich überlege, noch schnell eine Partei zu gründen, um Kraft und Rüttgers am Sonntag die Show zu stehlen. Die Nichtssagende Deutsche Arbeitslosenpartei wäre ein guter Anfang gewesen, erscheint mir aber doch irgendwie zu provokant. Außerdem wirkte ich lieber regional, als mir an zu großen Aufgaben die Finger zu verbrennen. Ob ich in so kurzer Zeit noch den Wählermob mobilisieren kann, ist fraglich, aber vielleicht die einzige Möglichkeit auf eine Politikkarriere.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich würde meine Partei „Contra NRW“ nennen. Unser Ziel wäre es, Zuwanderung aus den entlegensten Teilen der Welt, z.B. Afrika, dem Orient, Bayern oder Mecklenburg-Vorpommern, in unser Bundesland zu ermöglichen. Wahrzeichen wie den Kölner Dom, den Rhein oder das Pascha würden wir einfach nach China verkaufen und so unsere Landeskasse sanieren. Wir würden der Krise trotzen, Rentenkassen plündern und Altersheime schließen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einer überalterten Wohlstandsgesellschaft kann man das kaum schmackhaft machen. Vielleicht sollte ich lieber eine Shuffle-Rikscha anschaffen und am Sonntag die Meute von Altersheim zum Wahllokal und zurück befördern. Mit dem Geld muss ich dann nur eine Legislaturperiode haushalten. Machbar wäre es.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7504760025965766829?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7504760025965766829/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-298.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7504760025965766829'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7504760025965766829'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-298.html' title='Tag 298'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2087505853022890232</id><published>2010-05-03T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-04T08:12:42.089+02:00</updated><title type='text'>Tag 297</title><content type='html'>Der Sommer steht genauso vor der Tür, wie der Apfelbaum davor liegt. Leider kommt mit der schönen Jahreszeit auch das Ende meiner ALG1-Karriere. Ich könnte es wie ein Mann nehmen und mich den niedrigen Bezügen und Cartiers Schergen vom Jobcenter stellen – doch das möchte ich vermeiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Also zog ich heute los, um meinen Sommerurlaub zu buchen. Meine erste Wahl fiel erneut auf Mallorca, jedoch waren auch Griechenland und Portugal oben auf meiner Liste. Eine kostenlose Reise inklusive Verpflegung, Rundflug und Spaß mit Einheimischen in Afghanistan wäre natürlich das nonplusultra gewesen, aber leider sind wir noch nicht so weit, dass die Bundeswehr in Reisebüros rekrutiert. Eine Marktlücke?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Scheinbar muss die Touristikbranche die Vulkanascheverluste kompensieren, außer einer Bustour in die Eifel war für einen herkömmlichen Arbeitslosen wie mich einfach kein finanziell passendes Angebot dabei. Sehr wahrscheinlich reicht es wieder nur für den Sandstrand im heimischen Wohnzimmer, traurig, aber wahr.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2087505853022890232?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2087505853022890232/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-297.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2087505853022890232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2087505853022890232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-297.html' title='Tag 297'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5189555056562844474</id><published>2010-05-02T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-03T13:28:16.294+02:00</updated><title type='text'>Tag 296</title><content type='html'>Ich war noch lange nicht ausgenüchtert, da klingelte es schon wieder an der Wohnungstür. Wie so häufig stieg ich nahezu ferngesteuert aus dem Bett, um sie zu öffnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Guten Morgen, Herr Pfitzer. Ohliger ist mein Name, ich wollte Sie fragen, ob Sie gestern Nacht auf Ihrem oder dem Nachbargrundstück etwas Verdächtiges bemerkt haben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, Sie hier und nicht in Hamburg? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Beantworten Sie einfach meine Frage.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Achso. Nee, ich habe nichts bemerkt. Sollte ich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Jemand hat einen Apfelbaum auf dem Nachbargrundstück ausgegraben und vor Ihre Haustür gelegt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh nein. Wie schrecklich. Und das in dieser Nachbarschaft. Wissen Sie, ich bin hergezogen, weil hier nur Lehrer, Anwälte, Ärzte und andere Gartenzwergnazis wohnen. Und jetzt sowas.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie haben also nichts bemerkt?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier. Aber ich habe einen Verdacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wissen Sie, ich bin nicht gerade der Hässlichste. Die ein oder andere Frau hat ein Auge auf mich geworfen. Aber mich können ja nicht alle haben. Vielleicht wollte eine Verschmähte mit dieser Liebesbotschaft mein Herz erorbern!?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Haben Sie einen konkreten Verdacht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Name?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Olga.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Und weiter?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hmm. Einfach Olga. Das ist ein Codename. Vermutlich ist sie eine illegale Prostituierte und heißt gar nicht Olga.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Woher kennen Sie denn „Olga“?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aus der Seniorenresidenz. Aber wahrscheinlich ist der Job dort nur Tarnung. Allerdings würde ich auch nicht beschwören, dass es Olga war.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Im Moment ermitteln wir in alle Richtungen. Immerhin handelt es sich um schwere Sachbeschädigung. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und da ist es die Pflicht eines jeden guten Staatsbürgers, der Polizei bei der Aufklärung des Falles zu helfen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Vielleicht können wir mal diese „Olga“ befragen, wenn wir sonst keine Hinweise mehr erhalten. Vielen Dank, Herr Pfitzer. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Der Polizei helfe ich immer gerne. Wissen Sie, viele Leute mögen die Polizei nicht. Die denken dort arbeiten nur machtgeile Vollidioten, die außer faschistoiden Tendenzen nichts im Kopf haben und sich nur als Schießbudenfigur eignen. Deswegen werfen sie so gerne Steine nach den Polizisten. Ich hingegen glaube noch an den Freund und Helfer.. Aber das ist unwichtig, Sie müssen schließlich jetzt los und Olga fangen, bevor sie mit ihrer Schlepperbande wieder nach Osteuropa flüchtet. Ein großer Schlag gegen die Organisierte Kriminalität freut sicher auch den Vorgesetzten. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wortlos zog er mit seinem Sternchen auf der Schulter von dannen, um bei meinen Nachbarn weitere Fragen zu stellen. Ich hoffe nur, dass mich niemand gesehen hat. Ich war schließlich nicht besonders nüchtern und ebenso wenig vorsichtig. Der Symbolwert meines Maibaumes ist angesichts des Polizeiaufgebots leider schon verpufft. Dann muss ich Nicole eben auf anderem Wege eine Freude bereiten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5189555056562844474?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5189555056562844474/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-296.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5189555056562844474'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5189555056562844474'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-296.html' title='Tag 296'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4942343138440890131</id><published>2010-05-01T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-05-01T20:00:01.509+02:00</updated><title type='text'>Tag 295</title><content type='html'>Ich lebe noch. Zumindest teilweise. Dass das so ist grenzt allerdings an ein Wunder. Ich hatte mich mit dem Bekannten von der Bundeswehr verabredet. Also duschte ich, jedoch ohne Duschzeug zu benutzen, weil ich keins hatte. Ich zog mir frischeinsprühte Wäsche über, bügelte meine Hemdärmel, in dem ich sie in einen uralten Bildaltas legte und mich darauf setze, rauchte einen Joint, trank ein Bier und stieg in mein Auto. Mit der „Best Of David Hasselhoff“ – die ich neulich unter dem Sitz wiedergefunden habe, als ich Geld suchte – auf Anschlag ging es durch den Drive-In-Schalter. Ich bestellte als gebe es kein Morgen, bezahlte letztlich aber doch nur einen Cheeseburger, weil ich so tat, als hätte ich mein Geld vergessen, aber eigentlich gar keins hatte. Mein Bekannter tauchte nicht wie vereinbart auf. Ich überlegte kurz und fand mich dann bereits auf dem Weg in die Vorstadtdiskothek wieder. Wir hatten beschlossen, unseren Abend dort zu verbringen, weil das Bier billig und die Weiber willig sind. Zumindest war das in unserer Jugend so gewesen und wir wollten die alten Zeiten wieder aufleben lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun stand ich ganz alleine umgeben von 16jährigen Kindern, die alkopopbetrunken auf Atzenmusik tanzten mitten im Nirgendwo. Weit und breit war kein Bundeswehrkommando zusehen, als wäre es wichtiger, die Kinder in Afghanistan zu bekämpfen. Ich trank und trank und versuchte mir die kleinen Mädchen, die ihre Schminktipps aus der Bravo nicht wirklich befolgt hatten, alt zu trinken. Es funktionierte nicht. In einer Ecke saßen zwei Typen mit bunten Baseballmützen und XXl-Klamotten. Einer zog eine Line, der andere rauchte einen Joint. Ich gesellte mich dazu, in der Hoffnung, den Abend etwas aufheitern zu können. Anscheinend komme ich mit der Jugend von heute aber nicht mehr klar. „Hey, seid ihr beiden nicht die Typen von DSDS?“, fragte ich. „Was willsu? Bis du schwul, Alter?“, sagte der eine. Der andere ergänzte: „Verpiss dich, man“. Eine Blondine, Körpergröße ca. 1,50 Meter, flirtete mich im Anschluss an, ich schloss die Augen und stellte mir Oralverkehr mit ihr und ihrer Zahnspange vor, kam trotz des Alkohols aber wieder zur Besinnung und beschloss, nach Hause zu fahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich nahm noch zwei 16jährige mit, die auf ihren Bus warteten, dachte wieder an Oralverkehr und Zahnspangen, nahm ihnen aber dann lieber an der nächsten Tankstelle jeweils fünf Euro für die Fahrt ab und kaufte mir Bier und ein paar Kurze, die ich im Auto auf der Reststrecke bis nach Hause vernichtete. Dabei war ich immer wieder gezwungen, Verkehrsschildern und dem Gegenverkehr auszuweichen, was mir auch meisterlich gelungen ist. Lediglich einmal musste mich dabei einer Hauswand in der Spur halten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Hause angekommen ging ich ziemlich betrunken in den Keller anstatt in meine Wohnung, riss ein paar Regalböden herunter, um schließlich mit einer Schaufel bewaffnet bis aufs Nachbargrundstück vorzudringen. Ich buddelte einen mittelgroßen Apfelbaum aus und legte ihn bei uns vor die Haustür. Für die einen ist es Vandalismus im Vollrausch, für die anderen die letzte Chance, das Herz und die Vagina von Nicole Gruber zu erobern.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4942343138440890131?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4942343138440890131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-295.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4942343138440890131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4942343138440890131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/05/tag-295.html' title='Tag 295'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4862494149386697994</id><published>2010-04-30T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-30T20:00:02.658+02:00</updated><title type='text'>Tag 294</title><content type='html'>Der 1. Mai ist der schönste Feiertag im Jahr. Nicht etwa, weil an diesem Tag die Daimler brennen und Holzköpfe mit Steinen beworfen werden. Der wirkliche Kern des Festes ist die Gleichmacherei. An jenem Tag der Arbeit sind wir alle für kurze Zeit gleich. Ob Arbeiter, Manager, Vorstandsvorsitzender, Hausfrau oder Hartzler: Am 1. Mai ist jeder arbeitslos. Zu dumm, wenn der 1. Mai auf ein Wochenende fällt, dann merkt es niemand. An welchem anderen Tag kann man sich so ungeniert in der Öffentlichkeit betrinken, Frauen ein Maiglöckchen von der Wiese pflücken, Männern eins auf die Nase geben und anschließend stundenlang in einem dornigen Gebüsch schlafen ohne dabei diskriminiert zu werden?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich werde ganz klassisch in den Mai tanzen, denn schließlich komme ich ja irgendwie aus gutem Hause, auch wenn ich es selbst nicht wahr haben will. Ich werde mich schön machen, eine Kleinigkeit essen, ein Tanzlokal besuchen und eine attraktive Frau kennenlernen, bei der ich mit einem intellektuellen Gespräch mit anschließendem Geschlechtsakt den Abend verbringen werde. Ganz sicher.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4862494149386697994?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4862494149386697994/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-294.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4862494149386697994'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4862494149386697994'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-294.html' title='Tag 294'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-302437218813186731</id><published>2010-04-29T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-29T20:00:00.413+02:00</updated><title type='text'>Tag 293</title><content type='html'>An manchen Tagen möchte man einfach nicht aufwachen, weil man weiß, dass der Vorabend selbst einen Martin Semmelrogge neidisch gemacht hätte und jeder Zustand besser sein muss, als das anschließende Katerdelirium. Um Punkt 12 pochte es. In meinem Kopf und an der Kirchturmglocke. Hätte ich politische Kompetenz in Deutschland, ich würde sofort jegliches Glockengeläut verbieten lassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem Frühstück (2 Liter Kaffee, halbes Tiefkühlbaguette von gestern, ganzes Bier von gestern, 750 ml Billigschokoladeneis und 13 Zigaretten) musste ich mich komischerweise sogar übergeben. Als ich so auf die kleinen Salamischeiben, die zuvor auf dem Tiefkühlbaguette gewesen sein mussten blickte, begann ich für einen kurzen Moment über mein Leben nachzudenken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war mein Leben lang fremdbestimmt worden: Meine Mutter schrieb mir vor, wann ich mit dem Hund zu gehen oder mein Zimmer aufzuräumen hatte. Meine Lehrer sagten mir, wann ich die Klappe zu halten hatte und was ich in meinen Arbeiten schreiben sollte. Meine erste Freundin wollte bestimmen, mit wem ich mich treffe und streifte mir gegen meinen Willen sogar Kondome über den Penis. Meine Chefs gaben vor, wann ich wo welche Arbeiten verrichten sollte und zeigten mir die Wertlosigkeit von Tarif- und Arbeitsverträgen. Ich wollte einfach nur ausbrechen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nun lebe ich die Freiheit wie ein Hafenpenner. Sicher gibt es harte Zeiten. Wenn das Essen knapp wird oder unverdaut in der Kloschüssel landet. Wenn Eltern, Frauen, die Sparkasse oder die Menschen von der Arbeitsagentur einen vor große, fast unlösbare Aufgaben stellen. Doch es wird auch wieder besser werden. Zur Not gehe ich wieder arbeiten. Nur für ein Jahr. Energietanken sozusagen. Oder Treuepunkte sammeln auf meiner ALG1-Goldkarte.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-302437218813186731?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/302437218813186731/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-293.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/302437218813186731'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/302437218813186731'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-293.html' title='Tag 293'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4087712058014567044</id><published>2010-04-28T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-28T20:00:00.378+02:00</updated><title type='text'>Tag 292</title><content type='html'>Der größte Nachteil des Frühlings ist, dass er immer so plötzlich kommt. Kaum hatte ich meinen Winterdienst für das Vermieterpaar Wilhelm gewissenhaft beendet, sorgten die ersten Sonnenstrahlen schon wieder für neue Aufgaben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Wilhelmsche Rasenmäher war mindestens so alt, wie beide Greise zusammen und schien schon im Deutschen Reich die Grashalme auf DIN-Norm gestutzt zu haben. Er war ungefähr so leichtgängig, wie ein Fiat Punto in den Everglades und machte Geräusche, die ich nicht einmal beim Texas Chainsaw Massacre vernommen hatte. Während ich das Ungetüm über die Rasenfläche des Vorgartens schubsen wollte, brüllte zu allem Überfluss die schwerhörige Frau Wilhelm dazwischen, um unwichtige Dinge zu erzählen. Ich startete nach zahlreichen Fehlversuchen den verrosteten Motor mit schweißgetränktem T-Shirt, nur um ihn wieder auszuschalten und den irrelevanten Anmerkungen zur Grundstücksbegrenzung zu lauschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine gute Stunde später – ich hatte gerade die Instruktionen zum Schneiden der Hecke erhalten und war kurz vor einem Kreislaufzusammenbruch – sah ich, wie ein schwarzer Mercedes vor dem Haus hielt. Die getönten Scheiben wurden für einen kurzen Moment heruntergefahren und mir war so, als hätte ich erneut die braune Mähne meiner Mutter über dem Relektieren einer Sonnenbrille erkannt. Der Augenblick war zu kurz, um mir sicher zu sein, doch das ungute Gefühl aus Supermarkt schlich sich sofort wieder ein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als Herr Wilhelm mir am Abend ein Bier (Billigmarke) in der Gartenlaube überreichte und ich mich wie Jesus am Kreuze fühlte, musste ich immer noch an den Wagen und meine Mutter denken. Doch ich wurde schnell abgelenkt. Die Laube solle abgerissen werden, weil Frau Wilhelm sich endlich einen Teich wünscht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vom Elektriker zum versklavten Garten und Landschaftsbauer – das ist ein moderner Abstieg, den ich mir zu Beginn meiner Arbeitslosenkarriere nicht hätte ausmalen wollen. Nach so viel körperlicher Arbeit, scheint mir selbst die Maßnahme „basic plus“ für mich besser geeignet zu sein.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4087712058014567044?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4087712058014567044/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-292.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4087712058014567044'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4087712058014567044'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-292.html' title='Tag 292'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-6676369530344057247</id><published>2010-04-27T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-28T10:59:41.234+02:00</updated><title type='text'>Tag 291</title><content type='html'>Eigentlich schaue ich Dokusoaps und die anderen Unterschichtsformate im Privatfernsehen nur, um Menschen aus meiner Vergangenheit wieder zutreffen. Andere nutzen dafür soziale Netzwerke, Klassentreffen oder die gute, alte Straße – aber nicht ich. Eine gewisse Distanz durch die Mattscheibe muss gewahrt bleiben. Bei Frauentausch habe ich bereits unsere ehemalige Putzfrau gesehen und konnte danach auch verstehen, warum meine Mutter sie damals gefeuert hatte. Mein alter Sportlehrer hat sich im Quiztaxi schön blamiert und die alte Klassenkameradin auch nicht gerade für ein perfektes Dinner gesorgt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Insgeheim erhoffe ich mir bei jeder Supernanny-Folge meine alte Religionslehrerin zu treffen, zumindest als überforderte Omi in einer Nebenrolle. Bei jedem Klick auf ein Amateurpornovideo erhalte ich mir die Restwahrscheinlichkeit, eine bekannte Person beim Sex beobachten zu dürfen. Das ist bisher noch nie passiert, außer bei den Videos, in denen ich ohnehin mitspiele. Aber heute habe ich etwas gesehen, für das sich das Warten endlich gelohnt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Weder körperlich noch geistig stimuliert klickte ich mich durch die Flashvideos auf einem bekannten Pornoportal, als ich bei „Schlampe treibts für Taschengeld“ hängenblieb. Darunter vermutete ich eine professionelle Produktion oder einen Ehemann, der es sich im Internet schönredet, dass seine Frau das Haushaltsgeld versäuft. Doch es kam anders. Das abgemagerte Gesicht kam mir gleich bekannt vor, obwohl ich es noch nicht mit Penis im Mund gesehen hatte. Die Haare waren billig coloriert, doch vor allem der Nachttisch im Hintergrund erweckte mein Interesse. Es war tatsächlich DER Nachttisch. Der, in dem Celine ihr Kinderkoks und das miese Gras aufbewahrt hatte. Sie stöhnte laut als der behaarte Mann sie von hinten nahm und ich musste an Cengiz, Kemal und die Kindesväter denken. Doch der Mann war eindeutig ein durchschnittlicher Mitteleuropäer. Der Bauch war größer, als das Geschlechtsteil, die Körperfarbe weiß wie ein Käsebrot und mit der rosa Eichel hätte man nicht mal ein verhungerndes Eichhörnchen anlocken können. Schockiert und fasziniert zugleich überlegte ich, ob ich onanieren sollte. Eigentlich begann ich schon fast damit, als mir einfiel, wie unerotisch mein Treffen mit Celine verlaufen war und die leichte Erektion klang wieder ab. Doch dann kam der Hammer: Als der Mann nach zweieinhalb Minuten seinen Höhepunkt erreichte, griff er unbedacht zur Handycam. Für einen kurzen Moment – noch kürzer als sein Glied – konnte ich sein Gesicht sehen, bevor er Celines einsamte.&lt;br /&gt;Kein geringer als Jobcentermanager Cartier hatte hier seine Finger bzw. seinen Prengel im Spiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich speicherte das Video rasch auf meinem Handy und warf gut gelaunt die Arbeitsagenturpost in den Hausmüll. Später versuchte ich noch zwei oder dreimal zu onanieren, bekam aber die Bilder nicht aus dem Kopf und gab es schließlich auf.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-6676369530344057247?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/6676369530344057247/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-291.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6676369530344057247'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6676369530344057247'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-291.html' title='Tag 291'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2397921144327590547</id><published>2010-04-26T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-26T20:00:02.913+02:00</updated><title type='text'>Tag 290</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Liebes Kreiswehrersatzamt,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;am 01.03.2002 habe ich meinen Wehrdienst mit der Begründung verweigert, ich könne keine Menschen töten und würde Waffen verabscheuen. Das war gelogen. Eigentlich wollte ich mir nur beim Zivildienst hin und wieder einen durchziehen, anstatt mit verkappten Jungschwuchteln eine Zimmerstube zu teilen, Betten zu machen und durch den Matsch zu robben. Auch die Geschichte zu meinem Reizdarm, die ich dem Arzt in allen Details beschrieben hatte, war frei erfunden gewesen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Hiermit melde ich mich nun freiwillig zum Abenteuerurlaub in Afghanistan. Seit meinem zehnten Lebensjahr halte ich durch regelmäßigen Alkoholkonsum deutsche Traditionen aufrecht. Schon in der Grundschule hatte ich die ersten Konflikte mit anderen Kulturen, als mir ein ausländischer Junge meine deutsche Milchschnitte klauen wollte und ich sie bis aufs letzte Blut verteidigt habe. Auch meinem Bobbycar hatte ich seinerzeit einen modernen Tarnanstrich verpasst, um andere Kinder aus dem Hinterhalt besser angreifen zu können. Nach meiner gescheiterten Schulkarriere beschäftigte ich mich viel mit Gewaltspielen, sammelte Springerstiefel und Ehrenabzeichen aus dem zweiten Weltkrieg.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich erfülle also alle psychologischen Voraussetzungen, um ein guter Bundeswehrsoldat zu werden. Ziehen Sie mich bitte noch heute ein und bringen Sie mich direkt nach Afghanistan. Ich werde die Haschfelder verteidigen, als wären sie meine eigenen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;P.S.: Falls kein Platz mehr frei ist, schicken Sie mir doch bitte etwas von dem Hasch als Wiedergutmachung. Danke!&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2397921144327590547?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2397921144327590547/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-290.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2397921144327590547'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2397921144327590547'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-290.html' title='Tag 290'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1830321359795607131</id><published>2010-04-25T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-04-26T15:48:17.619+02:00</updated><title type='text'>Tag 289</title><content type='html'>Ich bereute mein Pukyrad verkauft zu haben. Wenn der warme Wind langsam die Grillwolken in Bewegung setzt, die Sonne noch den alten Urin und das Erbrochene vom Vorabend aus den Grünflächen aufkocht und mir das Geruchsgemisch durch das geöffnete Wohnzimmerfenster in die Nase strömt, bekomme ich Fernweh. Doch nicht mal zu ein paar Körben am Basketballplatz konnte ich mich heute hinreißen lassen. Schuld war dieses Mal jedoch nicht die Arbeitslosigkeit und auch nicht meine Erziehung, sondern einzig und allein George W. Bush. Ohne dessen Allmachtsfantasien wäre ich niemals in den Genuss des winzigen Krümels Afghanenhaschs gekommen, der mich den ganzen Tag auf dem ungeputzten Boden der Tatsachen liegen ließ. Zwischendurch schloss ich die Augen und sah blühende Felder, Bomben, Landminen und attraktive Bundeswehrsoldatinnen. Ich hätte nicht gedacht, dass ein Cannabisprodukt bei mir jemals für derartige Wahrnehmungsstörungen sorgen könnte. Ich machte eine geistige Weltreise durch Kriegsgebiete, Traumlandschaften, bis ans Ende der Welt – und wieder zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach dem fünfstündigen Flug im NATO Stealth Bomber und dem kurzzeitigen Beinaheabsturz neben der Kloschüssel, kam ich langsam wieder in die Realität zurück. Ich war umgeben von blödem Geschwätz, erkannte die dazu passenden Gesichter von Dirk Bach und Sonja Zietlow und war sicher, wieder zu Hause zu sein. Ein schönes Gefühl, wenn mein zu Hause auch permanent einem Schlachtfeld gleicht. Aber ich kann Karl-Theo jetzt ein wenig besser verstehen. Die Belastungen für unsere Jungs am Hindukush sind wirklich außerordentlich. Würde ich dieses Zeug täglich rauchen, ich hielte sicher auch Major Müller für einen Taliban und ein Ausbildungslager für ein Hippiecamp. Kein Wunder, dass unsere hochtechnisierten westlichen Militärs gegen derartige Massenvernichtungswaffen keine Chance haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1830321359795607131?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1830321359795607131/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-289.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1830321359795607131'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1830321359795607131'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-289.html' title='Tag 289'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-444220781937726289</id><published>2010-04-24T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-24T20:00:01.127+02:00</updated><title type='text'>Tag 288</title><content type='html'>Heute wurde ich – wie könnte es auch anders sein – zum Grillen eingeladen. Einer meiner wenigen Bekannten war von seiner Afghanistanreise zurückgekehrt und wollte dies feiern. Das Bier floss Strömen, was mir zusagte, und die Witze wurden von Stunde zu Stunde schlechter, was mir weniger zusagte. Die meisten anderen Gäste waren Kameraden vom Bund. Bei den Afghanenwitzen war ich außen vor und auch sonst konnte ich kaum mitreden. Gegen Ende des Abends begann ich ein intensives Gespräch mit meinem Bekannten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und, hast du da unten auch Menschen getötet?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein. Aber zwei Männer aus meiner Einheit haben es getan.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Zivilisten?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Zum Glück nicht. Briten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und warst du richtig auf dem Feld und hast geschossen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich war auf dem Feld ja. Aber ich habe nur mich abgeschossen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wie ein Deserteur? &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein, eher wie Amy Winehouse. Christian, du glaubst nicht wie viele Opium- und Cannabisplantagen ich beschütze habe. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Klingt beschützenswert.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ist es auch. Wir waren jeden Abend breit. Und jeden Tag. Es ist total langweilig ständig auf die Taliban mit ihren Silvesterkrachern zu warten und nicht schießen zu dürfen, also haben wir mit den Bauern einen Deal gemacht. Apropos: Brauchst du etwas Hasch?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wer braucht das nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Im Herbst geht es wieder runter. Wenn du willst, bringe ich ein paar Platten mit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Vielleicht komme ich mit. Bundeswehrsoldat klingt nach einer echten Zukunftsperspektive.&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-444220781937726289?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/444220781937726289/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-288.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/444220781937726289'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/444220781937726289'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-288.html' title='Tag 288'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8742448229675100690</id><published>2010-04-23T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-24T12:49:39.102+02:00</updated><title type='text'>Tag 287</title><content type='html'>Meine Frühlingsgefühle beschränkten sich auf Durchfall mit überlangen und qualvollen Toilettengängen. Möglicherweise ist das einfach nur eine psychosomatische Reaktion, bei der mein Körper mich mit allen Mitteln vor der Außenwelt beschützen will. Körper sind oft schlauer als Gehirne, deshalb macht Sex meist mehr Spaß als Reden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am späten Nachmittag musste ich allerdings meine geliebten vier Wände verlassen, um meinen Kühlschrank aufzufüllen. Dabei fiel mir auf, das Deutschland mit Wetterumschwüngen einfach nicht umgehen kann. Bei den ersten Schneeflocken kommt der Verkehr zum Erliegen, bei den ersten Sonnenstrahlen verwandelt sich das ganze Land in einen großen Campingplatz. Auf dem Grill brutzelt das Gammelfleisch, die Kinder brüllen die Nachbarschaft zusammen und die Eltern torkeln durch den Garten. Auf jedem Grundstück das gleiche Spiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Supermarkt schloss ich mich einer Horde grillwütiger Jugendlicher an, in der Hoffnung, ich könne ihnen etwas Bier abluchsen ohne dass sie es merken. Doch soweit kam es gar nicht. Ich ging gerade an den hochprozentigen Alkoholika im Eingangsbereich vorbei, als mein Blick die Kasse streifte. Eine dunkle Lockenmähne erinnerte mich an meine Mutter und ich ging weiter, vorbei an den gesunden Produkten, wie Orangensaft, Brot und Bildzeitung, direkt zum Bier. Das Personal war mit vollen Händen beschäftigt, Bratwürste und Schweinesteaks nachzufüllen, als im Kassenbereich ein Tumult entstand. Da ich keine Gelegenheit auslasse, Mitmenschen bei Konflikten zu beobachten, eilte ich mit meinem Sixpack unter dem Arm nach vorne und vergaß die Tiefkühlbaguettes. „Papperlapapp“, hörte ich noch und sah, wie der Lockenkopf durch die Tür verschwand.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte das Bier anschließend kaum genießen. Es kann unmöglich meine Mutter gewesen sein, denn die ist zum Glück meilenweit weg. Trotzdem blieb dieses ungute Gefühl: Wenn sie einen Klon in der Stadt hat, ist das umso gefährlicher. Wer weiß, wo ich ihm noch einmal begegne?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8742448229675100690?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8742448229675100690/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-287.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8742448229675100690'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8742448229675100690'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-287.html' title='Tag 287'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5886542778754944993</id><published>2010-04-22T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-24T12:48:59.987+02:00</updated><title type='text'>Tag 286</title><content type='html'>&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Liebes Erzbistum Augsburg,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;hiermit bewerbe ich mich als Erzbischof in Ihrem Hause. Ich bin nicht nur bibel- und trinkfest, ich habe auch früher auf dem Schulweg schon das ein oder andere Heimkind verprügelt. Im Umgang mit Peitsche und Rosenkranz bin ich geübt, aber auch jenseits von sadistischen Fesselspielen bin ich tief mit dem christlichen Wertefundament verwurzelt. Ich bin nicht nur die rechte Hand Gottes, ich kann damit auch ordentlich zulangen. Allerdings gelobe ich, mich niemals an katholischen Kindern zu vergehen. Ich hasse Kinder nämlich und möchte in keinster Weise mit ihnen zu tun haben. Dennoch möchte ich der Jugend zeigen, dass Zucht und Gehorsam christliche Werte sind, die gelebt werden müssen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Gerade in Bayern scheint die Gewalt Gottes in letzter Zeit zu kurz zu kommen. Christliche deutsche Ehrenbürger werden in jeder U- oder S-Bahn von unchristlichen, meist undeutschen Jugendlichen teils brutal zusammengeschlagen. Nur Gottes harte Hand kann Unheil vom Freistaat abwenden. Unter mir wird es radikale Veränderungen geben: Kickboxen statt Bibelverse steht mit mir auf jedem Klosterlehrplan. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Mit mir hat die Reproduktion stolzer deutscher Christen eine Chance. Nur die Besten werden gegen die Ungläubigen in Afghanistan Seite an Seite mit Kamerad Zu Guttenberg kämpfen und das heilige Kreuz in die Welt tragen können. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Außerdem werde ich sonntags einen Ruhetag einführen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Bewerbung.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ihr,&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Christan Pfitzer&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5886542778754944993?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5886542778754944993/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-286.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5886542778754944993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5886542778754944993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-286.html' title='Tag 286'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-671920084661098719</id><published>2010-04-21T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-24T12:48:24.613+02:00</updated><title type='text'>Tag 285</title><content type='html'>Wenn man so wie ich hin und wieder aus dem Fenster sieht, durch den Supermarkt schlendert oder einfach die zehn Meter zum nächsten Zigarettenautomat geht, dann muss man sich automatisch die Frage stellen: Möchte ich für diese Gesellschaft arbeiten? Die Antwort ist einfach: Nein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute wurde ich Supermarkt von einer Frau angerempelt, die ihre Knasttätowierungen statt auf dem Arm über ihr gesamtes Gesicht verteilt hatte. Am Arm wären sie sinnvoll gewesen, dann hätte sie damit wenigstens die Venen für ihre Heroinexzesse markieren können. Ungeachtet von der optischen Abschreckung erwartete ich eine Entschuldigung, bekam aber nur die Worte „Pass doch auf“ durch ihren zahnlosen Mund zu hören. Auch die Kassiererin war nicht besser drauf: Als der Weintetrapak nicht vom Barcodescanner erfasst wurde, war sie nicht nur verzweifelt, sondern gab mir auch noch für ihre Unfähigkeit die Schuld. Und auf dem Parkplatz beschwerte sich auch noch ein Opa, dass ich mit meinem Wagen den Behindertenparkplatz blockieren würde. Dabei stand mein Auto direkt daneben, lediglich der Einkaufswagen wurde von mir etwas ungünstig geparkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wäre ich jetzt Arbeitnehmer müsste ich für all diese Menschen arbeiten. Jede Dreiviertelstunde würde ich eine Viertelstunde nur für sie schaffen. Da bin ich froh, dass unsere deutsche Solidargemeinschaft durch sozialschmarotzende Talkshowgäste, Gerhard Schröder und Guido Westerwelle soweit ausgehöhlt wurde, dass darin eine ganze Hartz-IV-Steinzeitfamilie passen würde.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-671920084661098719?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/671920084661098719/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-285.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/671920084661098719'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/671920084661098719'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-285.html' title='Tag 285'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-1261412329747798528</id><published>2010-04-20T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-24T12:47:38.272+02:00</updated><title type='text'>Tag 284</title><content type='html'>Wenn einem der Chef des Jobcenters mit einer Maßnahme droht und man noch nicht einmal Hartz-IV bezieht, ist das mehr, als nur ein Schuss vor den Bug. Bin ich erst in Cartiers Trakt der Arbeitsagentur gefangen, gibt es kein Entkommen mehr. Allerdings bin ich es leid, Arbeitsverträge und andere Dokumente zu fälschen. Und mein schlechtes Gewissen besucht mich noch dazu. Schneider-Brunner war eigentlich ein süßes Pärchen und immerhin hatten sie Wort gehalten. Hätte der Antikorruptionsbeauftragte hier genauso intensivlos nachgeforscht wie Bundesagenten arbeiten, wäre den Beiden der Abschied von der Agentur erspart geblieben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Verrat ist ein hohes moralisches Verbrechen, nur die Verräter zu verraten ist kein Verrat und deshalb in Ordnung. Deshalb nehme ich es nicht ganz so schwer. Immerhin hat das Gespann auch meine Daten an Arbeitsvermittlungsagenturen weitergegeben. Und gemessen an der Hausmeisteraktion war meine Beschwerde durchaus einfühlsam. Außerdem stören Gewissensbisse sehr, wenn man angetrunken im Park liegt und nach Freiwild Ausschau hält.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-1261412329747798528?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/1261412329747798528/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-284.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1261412329747798528'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/1261412329747798528'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-284.html' title='Tag 284'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8139631056899546521</id><published>2010-04-19T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-19T20:00:02.089+02:00</updated><title type='text'>Tag 283</title><content type='html'>Ich mag schöne warme Frühlingstage. Die Vögel zwitscherten, die Rasenmäher mähten, die niedlichen kleinen Kinder fuhren mit ihren Rollern zum Kiosk, um Süßigkeiten zu kaufen und den sonnigen Tag zu genießen. Daneben standen die Vollzeitalkoholiker mit ein paar Flaschen Billigbier und lallten die Kinder mit Knastgeschichten zu, während der Postbote Rechnungen und Hiobsbotschaften verteilte und die Ordnungsbeamtin ein lautes Wortgefecht mit einem Falschparker ausfoch. Aus den Fenstern verströmte ein herrlicher Geruch, eine Mixtur aus Weichspüler und Alkohol und irgendwo leise aus dem Hintergrund übertönte die Tonspur einer Dokusoap den Straßenlärm. Es war schön hier an diesem Tag. Ich blickte auf die große Eingangstür der Arbeitsagentur und fühlte mich wie zu Hause.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wegen meines dringlichen Termines störten mich auch all die anderen Arbeitslosen im Agenturgebäude kaum Zielgerichtet ging ich auf die Rezeptionistin zu und melde mich zum Date. Ich sollte durch den ALG1-Wartebereich hindurch, zweimal abbiegen und würde dann das Büro des Herrn Cartiers finden. Ich schlenderte ausgelassen vorbei am Nummernautomaten, hob den Daumen und wollte den Wartenden zeigen, dass ich was Besseres bin, als ich ein altbekanntes Gesicht mitsamt Körper auf einem der roten Stühle sitzen sah. „Herr Wischnidingski“, schoß ich heraus „Sie hier? Na herzlichen Glückwunsch!“. Er schaute verwundert: „Herr Pfitzer. Schön, dass ich Sie noch einmal treffe. Wissen Sie eigentlich warum ich hier sitze?“, fragte er. „Na vermutlich weil es mit der Bankkaufmannsgeschichte nicht geklappt hat. Sie waren wenigstens immer fair zu mir. Aber jetzt haben Sie was vom Leben, ist doch auch was. Immer nur Arbeiten ist gesundheitsschädlich auf die Dauer“. Er stand auf und ging aggressiv auf mich. „Ich wollte aber Arbeiten. Mir hat mein Beruf Spaß gemacht, ich habe die Sparkasse geliebt. Und dann kamst du. Du! Du hast gebettelt, wie ein Penner in der Fußgängerzone und weil du mein Jahrgang bist, hatte ich Mitleid. Ich habe gegen die Vorschriften verstoßen und jetzt sitze ich hier“. Der junge Pole war den Tränen nah, wegen seiner Schuldzuweisungen wollte ich ihn aber nach seinem emotionalen Ausfall nicht trösten. „Ich hatte schon in der Grundschule einen schlechten Einfluss auf andere“, entschuldigte ich mich. Ich ließ ihn stehen und ging weiter zum Büro. Wischnidingski ist sicher nur traurig. Da sterben Präsident, Bischöfe und Staatsmänner bei einem Flugzeugabsturz und wenige Tage später hätten sie aufgrund einer Aschewolke gar nicht erst fliegen können. Hierzulande wird die Aschewolke gefeiert, aber die Polen sind da anders. Wir freuen uns schon, wenn Merkel und Zu Guttenberg ein paar Tage nicht ins Land einreisen können, ich will gar nicht wissen, wie es wäre, wenn die Kanzlerin und Ranghohe Katholiken gleichzeitig abstürzen würden. Dann würde sich Deutschland im Ausnahmezustand befinden, so als würden Wiedervereinigung und Weltmeisterschaftsgewinn auf einen Tag fallen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Cartier war nicht hochwertig. Nicht nur hierarchisch, auch optisch. Er sah aus wie eine Mischung aus Zivilfahnder, Hooligan und Zuhälter. Und sowas ist Jobcentermanger. Wenigstens hatte mich meine Intuition mal wieder nicht im Stich gelassen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hallo Herr Pfitzer, setzen Sie sich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hallo. Darf ich erst mal fragen, warum ich hier sein muss?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Das dürfen Sie. Ich habe Sie aus zweierlei Gründen heute eingeladen, Herr Pfitzer. Wie Ihnen sicher schon aufgefallen ist, wurden Sie nicht von Herrn Schneider bzw. Frau Brunner vorgeladen. Das hat einen guten Grund.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wurden die beiden wegen Inkompetenz entlassen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er. Fast. Durch Ihren Hinweis sind wir den beiden auf die Schliche gekommen. Vielen Dank dafür. Brunner und Schneider haben wohl des Öfteren Klienten getauscht, unliebsame Klienten einfach ignoriert und abgeschoben. Tja, Herr Pfitzer, die Liebe macht blind. Vor allem für die Arbeit.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Traurig. Und die beiden wurden jetzt entlassen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er. Ach, nein. Versetzt. In unterschiedliche Städte.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Schade, nun, bekomme ich jetzt eine Fangprämie oder so.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er. Nicht ganz. Sie wissen vielleicht, dass ich Jobcentermanager bin?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja. Cooler Job. Kann ich jetzt gehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nein. Ich bin Chef der Hartz-IV-Behörde, wenn man so will. Und bei Klienten von Brunner-Schneider war es leider so, dass einige aus der Bearbeitung gefallen sind. Unter anderem Sie. In Ihrer Akte war ein „Auf ARGE warten“ vermerkt. Unhaltbar. Das freut es Sie sicher, dass ich Ihnen mitteilen kann, dass die Arbeitsagentur Sie jetzt wieder zuverlässig rund um die Uhr betreut.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh ja. Ich könnte gar nicht mehr ohne.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wir führen derzeit eine Maßnahme durch, Herr Pfitzer. „Basic plus“. Sie hilft Menschen den Einstieg ins Berufsleben wieder zu erleichtern. Ich kann keinerlei Bewerbungen in Ihrer Akte finden, nur eine abgeschlossene Qualifizierungsmaßnahme. Der Basic plus-Kurs findet in Kooperation mit unserem Jobcenter statt, das bedeutet, dass hier ALG1- und ALG2-Empfänger zusammen arbeiten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Also wie bei einer Zeitarbeitsfirma?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Nun ja, wir qualifizieren die Bewerber erst einmal. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja gut, dann viel Spaß bei der Maßnahme. Wird sicher ein Erfolg. Vielleicht bin ich beim nächsten Mal auch dabei. Genießen Sie das Wetter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich habe Sie für die Maßnahme eingeplant.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wirklich? Oh, das ist schlecht, denn… ich habe schon fast wieder einen Job.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja. Bewerbungsgespräch ist Ende der Woche, die Sache ist aber schon so gut wie sicher.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Dann lassen Sie mir doch die Unterlagen dazu zukommen und ggf. Ihren neuen Arbeitsvertrag. Sonst würde ich Sie ab Mai für die Maßnahme einplanen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das können Sie sich sparen. &lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8139631056899546521?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8139631056899546521/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-283.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8139631056899546521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8139631056899546521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-283.html' title='Tag 283'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-970551699817739561</id><published>2010-04-18T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-18T20:00:01.251+02:00</updated><title type='text'>Tag 282</title><content type='html'>RTL hat mich bestohlen. Nein, sie haben mich nicht meiner Jugend beraubt. Im Gegenteil: Ohne die Inspirationen von Hütchenspieler Giovanni und H.M. Murdock wäre ich heute nicht der, der ich bin. Ich wurde auch nicht bei einem Gewinnspiel betrogen, wie gefühlte zehn Millionen Anrufer täglich. RTL hat mir meine Idee geklaut.&lt;br /&gt;Zwar haben sie nicht „Deutschland entgiftet“ ins Programm genommen und mich auch nicht zu einem Hauptdarsteller in ihren Daily-Doku-Soaps gemacht, aber ich bin sicher, dass ihr neues Konzept ohne mein Schreiben nie entstanden wäre. „Endlich wieder Arbeit“ heißt die Produktion, also eine Serie, für die ich mich sicher nicht zur Verfügung gestellt hätte. Ein Anruf vom RTL-Bewerbungsexperten und ganze Langzeitarbeitslosenfamilien finden gleichzeitig wieder einen Job. Eine Art Supernanny für Arbeitslose. Fantastisch.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seien wir mal ehrlich: Was wäre Deutschland ohne RTL? Die Sendergruppe klärt politisch auf, von Nachtjournal bis RTL2 News werden wir kompetent informiert. Dank der Millionärs-Sendung wissen wir, dass ein bisschen Allgemeinwissen für eine Doppelhaushälfte reichen kann. Tagtäglich erfahren wir, welche Z-Promis welche Klamotten tragen und warum. RTL findet unsere Verwandten, die wir schon so lange im Ausland vermissen. Manchmal bringt es auch einfach nur Seelenverwandte zusammen, wie bei Bauer sucht Frau. Wenn du ein Problem mit deinem Kind hast, rufe RTL an, dort holt man die Supernanny oder schickt dein Kind in ein medienbetreutes Bootcamp. Hat dir die ARGE dein Geld gestrichen? Kein Problem für die „Anwältin der Armen“. Schuldendruck? Frag RTL. Und jetzt das: RTL holt dich aus der Arbeitslosigkeit. Da werden Bewerbungen aufgepeppt, Klamotten gebügelt, Lebensläufe frisiert und die Arbeitslosen gleich mit. Ursprünglich sollte die Sendung „Endlich wieder Arbeit by Kurt Beck“ heißen, passte dann aber nicht mehr in das Wahlkampfkonzept der NRW-SPD.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte früher schon nach dem Genuss von Akte X so schlecht einschlafen, „Endlich wieder Arbeit“ könnte heute Abend für große Alpträume sorgen. Wobei – eigentlich sollen doch schon die Castingshows Menschen aus der Gosse zu Geld und Erfolg verhelfen, wozu braucht es da dieses Format überhaupt?&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-970551699817739561?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/970551699817739561/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-282.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/970551699817739561'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/970551699817739561'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-282.html' title='Tag 282'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2774613886228449780</id><published>2010-04-17T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-18T19:25:47.842+02:00</updated><title type='text'>Tag 281</title><content type='html'>Ich saß an einem Rednerpult. Es war ungleich größer gegenüber dem im Bundestag, dennoch fühlte ich mich beengt. Vielleicht lag es an den hellen Scheinwerfern, die auf mich gerichtet waren. Vielleicht auch an Herrn Rüttgers und Frau Kraft neben mir. Beide diskutierten über Bildungsreformen nach der Wahl in NRW. Ohne zu wissen, wo ich mich befand, baute ich Blickkontakt zu einer attraktiven Tontechnikerin hinter der Kamera auf. Plötzlich erkannte ich Frank Plasberg im Glanze des Scheinwerferlichtes. Er zeigte mit dem Finger auf mich: „Kommen wir nun zum Außenseiterkandidaten bei dieser möglicherweise geschichtsträchtigen und richtungsweisenden Landtagswahl. Christian Pfitzer ist sein Name. Er ist Bundesvorsitzender der NSDAP, der Nichtssagenden Deutschen Arbeitslosenpartei. Herr Pfitzer, wie kamen sie auf diesen eigenwilligen Namen und welche politischen Ziele verfolgen sie?“. Der Schweiß lief mir die Stirn herunter. Ich war nicht vorbereitet oder wie man im Fachjargon sagt, gebrieft worden. „Nun, ich dachte mir, wenn die Piratenpartei mit ihrem Segelschiff untergegangen ist, wird es Zeit für eine neue Spaßpartei, die ernste Ziele vorheuchelt. Die Arbeitslosenpartei symbolisiert dabei gleichzeitig das Sprachrohr der Unterschicht. Wir sind die Vertreter der ganz Kleinen. Aber um Irritationen vorzubeugen: Trotz Namensgleichheit sind wir keine Partei für wahnsinnige Kleinwüchsige“. Plasberg war genauso überfordert, wie ich. „Apropos wahnsinnige Kleinwüchsige. Denken Sie, Sie können Gregor Gysi mit ihrer Partei den Rang und vor allem, die Prozente ablaufen?“. Ich suchte Bier auf dem Pult, aber konnte keines finden. „Natürlich. Wir haben schließlich nicht so realitätsferne Vorstellungen. Die NSDAP will nicht raus aus Afghanistan, wir wollen rein. Berufssoldaten gehören am Kunduz einer aussterbenden Rasse an. Und viele Arbeitslose langweilen sich zu Hause in der Platte oder in der Trinkhalle. Sie wollen was erleben, Spiel, Spaß, Spannung und Action. Wenn nur jeder dritte Arbeitslose freiwillig seinen Dienst an der Waffe erledigt, haben wir das Talibanproblem bald im Griff. Und das Arbeitslosenproblem auch.“ Plasberg wandte sich an die Zuschauer: „Radikale Thesen eines radikalen Arbeitslosen. Die Unterschicht radikalisiert sich, ein Phänomen, mit dem sich sogar der Verfassungsschutz beschäftigt. Organisiertes Pfandflaschensammeln, öffentliche Saufgelage mit Hetztiraden, Massenproteste in den Arbeitsagenturen und in den ARGEN. Wie unterscheidet man radikale von friedlichen Arbeitslosen? Und inwiefern ist unsere gesellschaftliche Ordnung durch gewaltbereite Hartzler gefährdet? Der Faktencheck gibt einen Einblick“. Plasberg griff in seine Westentasche und holte einen Flachmann hervor, Kraft und Rüttgers taten ihm gleich. „Wir brauchen mehr Einspieler in der Sendung. Bei dieser scheiß ARD gibt es nicht nur weniger Geld, sondern auch noch weniger Unterbrechungen“, beschwerte sich Plasberg während er hastig trank. „Als guter Nordrheinwestfale wäre mir ein Auftritt im WDR persönlich auch lieber gewesen. Hannelore, was machst du eigentlich später noch?“, äußerte sich Rüttgers. Die Spucke bekam ich ab. „Hey hey“, rief eine Stimme. Das Publikum erzitterte. „Ihr sollt doch den Superstar wählen und nicht den Ministerpräsidenten“. Ich hörte Dieter Bohlen heraus und plötzlich war das Fernsehstudio leer. Bis auf die Talkgäste. „Also, was soll denn der Mist hier, wenn niemand zuschaut?“, fragte Plasberg. Die Off-Stimme der Regie: „Keine Quotenallüren hier, sonst legen wir deine Show mit Beckmann zusammen“. Ich wurde immer noch von Rüttgers vollgesabbert, während der Faktencheck Arbeitslose in typischen Lebenssituationen zeigte. Als ich noch mit Plasberg eine Line zog, schaute mich Gandalfs Antlitz an und er flüsterte mir zu: „Lauf, Christian, lauf“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich darf nicht so häufig bei laufendem Fernseher einschlafen, aber ab einem gewissen Pegel fällt mir der Weg ins Schlafzimmer fast genauso schwer, wie der Griff zur Fernbedienung.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2774613886228449780?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2774613886228449780/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-281.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2774613886228449780'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2774613886228449780'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-281.html' title='Tag 281'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-7632217973540235444</id><published>2010-04-16T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-16T23:03:29.486+02:00</updated><title type='text'>Tag 280</title><content type='html'>Ich hatte es nicht anders erwartet. Eigentlich habe ich mich schon gewundert, warum ich so lange Zeit nichts von der Arbeitsagentur gehört hatte. So vertrauenswürdig waren Brunner und Schneider nun nicht gewesen, als dass ich ihrem Wort Gültigkeitsanspruch auf Ewigkeit zumessen würde. Und prompt kam sie. Eine weitere Einladung zu einem persönlichen Gespräch. Jedoch waren weder Herr Schneider noch Frau Brunner für diesen Akt verantwortlich. Gezeichnet wurde das Papier von einem Gewissen Tobias Cartier, seines Zeichens Jobcentermanager. Ich kenne die Centermanager aus den diversen Einkaufszentren, die in Deutschland so rumstehen. Das sind die gelangweilten Typen, die den ganzen Tag im Büro hocken und sehr ungern ihre Sessel verlassen, um die Handwerker einzuweisen. Ein Centermanger ist nicht zu vergleichen mit einem Manager bei der Deutschen Bank, vermutlich aber schon eher mit einem Jobcentermanager. Ich halte Cartier also trotz seines Namens nicht für sonderlich hochwertig – hierarchiebezogen natürlich. Dennoch bin ich etwas über das Schreiben verwundert. Insgeheim habe ich die Befürchtung, dass sich dahinter ein böser Racheplan des Brunner-Schneider-Gespannes steckt. Wir werden sehen. Montag ist es soweit.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-7632217973540235444?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/7632217973540235444/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-280.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7632217973540235444'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/7632217973540235444'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-280.html' title='Tag 280'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2942387539407192568</id><published>2010-04-15T20:00:00.001+02:00</published><updated>2010-04-15T20:14:23.717+02:00</updated><title type='text'>Tag 279</title><content type='html'>Mit Febreze und Deo kam ich nicht mehr weiter. Meine Wäsche hatte mittlerweile einen Geruch angenommen, der sich gegen jegliche Sprühflaschen mit chemischen Substanzen erfolgreich zur Wehr setzte. Vermutlich hatte die Schmutzarmee aus der Fernsehwerbung ihre Schmierfinger im Spiel.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich konnte nicht anders und sah mich genötigt in den Waschsalon zu fahren. Glücklicherweise kam ich zur Happy Hour, eine Maschine kostete nur 2,50 Euro, ein Schnäppchen. Ich hatte allerdings zwei Maschinen zu waschen. In der linken Hand hielt ich meine Buntwäsche, gut verpackt in einer Lidltüte. In der Rechten befand sich eine Alditüte mitsamt meiner Kochwäsche und Undefinierbarem. Leider brachte die Happy-Hour auch einen entscheidenden Nachteil mit sich: Das gesamte Prekariat der Stadt war offenbar in den Waschsalon gestürmt. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen keine Waschmaschine besitzen. Da war zunächst eine typische Hartz-IV-Hausfrau, die auf einer klapprigen Bank vor den Waschmaschinen saß und Kreuzworträtsel in einer Frauenzeitschrift löste. Eine Maschine weiter wurde die Rockerkleidung eines Hell Angels gewaschen, dessen Armtätowierungen sich in der Wartezeit besser als jedes Buch lasen. Er musste mindestens dreimal im Knast gesessen haben, wenn man nach den Ankern geht. Ich schaute auf die großflächigen Schilder: Der Salon wird nicht nur videoüberbewacht, auch der Verzehr von Alkohol und der Aufenthalt ohne Maschinennutzung ist untersagt. Bedingungen, härter als auf dem Arbeitsamt oder in öffentlichen Verkehrsmitteln. Zwei Südländer unterhielten sich in ihrer Landespreche und ich wette, sie lästerten über einen älteren Mann im Trainingsanzug, der seine Wäsche inklusive Seesack säubern ließ. Ich fand keine freie Waschmaschine, machte mich aber bereits mit der Technik vertraut. Die großen, roten Hinweisschilder waren nicht zu übersehen. Ich warte geschlagene 20 Minuten, ohne dass etwas passierte. Dann entschied ich mich, draußen eine zu rauchen. Ich wurde gerade in ein Gespräch mit dem Trainingsanzugsmann verwickelt, als eine ganze Familie den Salon einnahm. Die nächste freie Maschine verpasste ich. Die anderen drei auch. Eine Familie hat eben eine Menge zu waschen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach einer Stunde konnte ich die erste Maschine ergattern und nutze den Spartarif. Leider hatte ich mein Waschmittel vergessen, aber aufgrund der Inhaltsstoffe von Geruchsneutralisierer und Deodorant war ich recht zuversichtlich. Während die Kinder Fußball im Waschsalon spielten, begann der Mann im Trainingsanzug einen Streit mit der Hartz-IV-Familienmutter. Beide kamen vom Fachvokabular nicht ganz an Frauentausch heran, besonders pointiert waren die Dialoge auch nicht. Da merkt man wieder, was ein gutes Skript ausmachen kann. Glücklicherweise bemerkten sie nicht die Südländer, die ihre Maschine ausräumten. Unerkannt nutze ich die freiwerdende Maschine für meine Aldiwäsche.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Da mich die spielenden und schreienden Flodderkinder mittlerweile auch völlig entnervt hatten, beschloss ich die verbleibende Zeit rauchend vor dem Gebäude zu verbringen. Immerhin zeigte die Digitalanzeige noch 77 Restminuten. Der Besuch bei einem Waschsalon kann zeitaufwendiger als Arbeit sein. Zu allem Überfluss musste es natürlich auch regnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das wiederrum zwang mich die letzte halbe Stunde auf engstem Raum mit hochmodernen Waschmaschinen und äußert rückständigen Menschen zu verbringen. Immerhin, eine Tatsache verband uns alle: Wir hatten keine eigene Waschmaschine. Deshalb waren wir alle sozialer Abschaum. Auch ich.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Studentin stürmte den Salon und eine freie Maschine. Ohne Sinn und Verstand drückte sie die Knöpfe, stellte irgendein Programm ein und setze sich auf die Bank. Ich hatte mittlerweile meinen Platz neben dem Trainingsanzugsmann eingenommen, der bei der Mutter zu einem Flirt übergegangen war. „Du, weißt du wie die Maschine funktioniert?“, fragte mich die Studentin. Sie war nicht sonderlich attraktiv, ich tippe auf angehende Sozialpädagogin. „Programm auswählen, Maschine voll machen, START drücken“. Sie schaute kurz und dachte dabei. „Wie wählt man ein Programm aus?“, fragte sie schließlich. „Bei manchen Menschen reicht auch START drücken“, erklärte ich. Unglaublich, was sich da Bildungselite nennt. Das Lesen eines Fachbuches im Anschluss ließ sie auch nicht intelligenter wirken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich war sehr froh, als ich endlich meine Wäsche in meine Plastiktüten stecken und das Weite suchen konnte. Ein Waschsalon ist wie ein Kulturzentrum, nur dass man dort keine Drogen kaufen kann. Vielleicht habe ich auch einfach die falschen Leute kennengelernt. Meine Wäsche riecht jetzt übrigens nach Schweiß und Alkohol. Das hätte ich auch einfacher hinkriegen können und dann wäre es wenigstens von mir gekommen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2942387539407192568?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2942387539407192568/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-279.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2942387539407192568'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2942387539407192568'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-279.html' title='Tag 279'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-869401576955001025</id><published>2010-04-14T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-14T20:00:00.515+02:00</updated><title type='text'>Tag 278</title><content type='html'>Ich bin so faul, wäre ich Fallobst, würde ich trotzdem am Baum hängen bleiben.&lt;br /&gt;Nach dem Aufstehen legte ich mich gepflegt noch einmal hin und schlief bis in den frühen Abend. Schlaf ist letztlich der einzige Luxus, der einem als Arbeitsloser am Ende bleibt. Zuerst nehmen sie einem die Ersparnisse, dann die Würde und zuletzt den Fernseher. Aber solange man genug schlafen kann, ist noch nicht alles verloren.&lt;br /&gt;An einigen Tagen bin ich sogar zu faul zum Essen und Trinken. Es kann sehr anstrengend sein, Baguettepackungen oder Bierflaschen zu öffnen. Ganz zu schweigen von Müll runterbringen, den Tisch abwischen oder die Unterhosen wechseln. Was habe ich auch noch großartig vom Tage zu erwarten, worauf es sich zu warten lohnt? Manchmal ist es wirklich nicht sonderlich viel, aber zu viel verlangt, meinen Hintern von meiner Couch zu erheben. Wenn es möglich wäre, würde ich sogar von der Couch aus meine nicht-sexuellen menschlichen Bedürfnisse befriedigen. Aber noch bin ich nicht alt und kaputt genug für die Bettpfanne, so dass ich hin und wieder die vier Meter zur Toilette zurücklegen muss. Auch das kann anstrengend sein.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;An solchen Tagen blicke ich zurück auf die schillerende Gestalt, die ich einst war. Stolzer Arbeitnehmer, mit Würde und Antrieb. Wenn ich nicht gerade mit eiserenem Arbeiterwillen und Manneskraft Kabelkanäle gezogen habe, dann stand ich bei einer schweißtreibenden Partie Basketball auf dem Spielfeld. Immer bis an die Grenzen der eigenen Kräfte. Lange ist`s her. Heute habe ich gar keine Kraft mehr und Lust sowieso nicht. Weder mich körperlich zu betätigen, noch meinen Geiste zu beflügeln. Die Misserfolge auf dem Arbeitsmarkt haben mich sogar soweit demoralisiert, dass ich nicht einmal mehr bereit bin, Bewerbungen zu schreiben. Die Erdanziehungskraft hat meine Motivationskurve voll im Griff.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-869401576955001025?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/869401576955001025/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-278.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/869401576955001025'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/869401576955001025'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-278.html' title='Tag 278'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-6989877570558879661</id><published>2010-04-13T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-13T20:40:28.380+02:00</updated><title type='text'>Tag 277</title><content type='html'>Das Pukyrad wurde verkauft. Ich habe das Auktionsende gar nicht mitbekommen und war dementsprechend überrascht, dass mir der Selbstabholer noch 3,51 Euro dafür in die Hand drückte. Er bemängelte die Kratzer und den geplatzten Hinterreifen, die schlechten Fotos und die lange Anfahrt. Trotzdem sicherte er mir eine positive Bewertung zu und verabschiedete sich mit dem Satz „Da wird meine kleine Jaqueline-Marie aber Augen machen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zusammen mit einer zurückgebrachten Bierflasche konnte ich sogar vier Tiefkühlbaguettes von dem Geld kaufen. Doch weil mir langweilig war und ich schon wieder einen Plan zum Geldsparen ausgeheckt hatte, rief ich schon kurze Zeit später wieder bei einem Lieferdienst an.&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;&lt;br /&gt;Ich: Pfitzer ist mein Name. Ich würde gerne bestellen.&lt;br /&gt;Sie: Ja, was denn?&lt;br /&gt;Ich: Vier Packungen Marlboro, groß. Und dazu hätte ich dann gerne den Rotwein.&lt;br /&gt;Sie: Sie müssen schon etwas zu essen bestellen.&lt;br /&gt;Ich: Warum? Hier auf ihrem Werbeprospekt – das übrigens irgendwie an der Aufschrift „Bitte keine Werbung einwerfen“ seinen Weg vorbei in meinen Briefkasten gefunden haben muss – steht eindeutig: „Auf Wunsch liefern wir gerne auch Zigaretten“. Und unten steht. „Ab einem Bestellwert von 20 Euro ist die Anfahrt frei und Sie erhalten nach Wahl eine Flasche Rotwein oder 1,5L Cola“. Wo ist also das Problem?&lt;br /&gt;Sie: Das gilt nicht bei Zigaretten.&lt;br /&gt;Ich: Doch, denn hier steht weiter: „Gilt nicht für Getränke“. Seit wann sind Zigaretten Getränke?&lt;br /&gt;Sie: Wollen Sie nun etwas zu essen, oder nicht?&lt;br /&gt;Ich: Nein, aber ich will den Rotwein. Und zwar umsonst. Also bringen Sie mir jetzt meine vier Schachteln Zigaretten und das Fläschchen?&lt;br /&gt;Sie: Nein. Wenn Sie essen für 20 Euro bestellen, bekommen Sie freie Anfahrt und Wein. Sonst nicht.&lt;br /&gt;Ich: Das ist Betrug am Konsumenten, das ist Ihnen klar?&lt;br /&gt;Sie: Das ist kein Betrug. Gute Kunden bekommen ein Präsent, das ist alles.&lt;br /&gt;Ich: Aber wenn ich für 20 Euro bestelle, dann bin ich doch ein guter Kunde.&lt;br /&gt;Sie: Nur wenn Sie keine Zigaretten bestellen. Damit verdienen wir nichts.&lt;br /&gt;Ich: Doch, ich sterbe früher und Sie bekommen Steuergeschenke. Toll, oder? Also, wann ist der Fahrer hier?&lt;br /&gt;Sie: Wollen Sie jetzt etwas zu essen?&lt;br /&gt;Ich: Ja, ich nehme die 3, die 6, die 9, die 13. Ach nein, die 14. Und dann nochmal 5x die 18.&lt;br /&gt;Sie: Wie war nochmal der Name?&lt;br /&gt;Ich: Pfitzer.&lt;br /&gt;Sie: Adresse?&lt;br /&gt;Ich: Strandweg 2.&lt;br /&gt;Sie: Sie haben schon mal bei uns bestellt, Herr Pfitzer.&lt;br /&gt;Ich. Oh, habe ich das?&lt;br /&gt;Sie: Ja.&lt;br /&gt;Ich: Okay. Ich nehme keine vier Schachteln Marlboro dazu. Bringen Sie mir eine ganze Stange mit.&lt;br /&gt;Sie: Kann ein wenig dauern, in ca. einer Stunde ist der Fahrer da.&lt;br /&gt;Ich: Wunderbar, dann noch einen geschäftstüchtigen Abend junge Dame.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das hat sie nun davon. Der Verlust von nur einer billigen Rotweinflasche wäre sicher nicht so dramatisch gewesen. Aber in meinem Elternhaus wird dem Fahrer sicher niemand die Tür öffnen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-6989877570558879661?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/6989877570558879661/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-277.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6989877570558879661'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/6989877570558879661'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-277.html' title='Tag 277'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-2397138680356474210</id><published>2010-04-12T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-13T00:40:47.940+02:00</updated><title type='text'>Tag 276</title><content type='html'>An manchen Tagen lobe ich mir die Frauenbewegung Ja, wirklich. Rosa Luxemburg zum Beispiel. Scheiß Name, aber Ziele. Oder Karl Liebknecht. Okay, der war keine echte Frau, aber fast. Alice Schwarzer hat selbst Sympathie verdient. Warum? Ganz einfach, weil die neue Frauenbewegung nichts mehr bewegt, als sich selbst vom Supermarkt auf die Couch, um probiotische Joghurts zu essen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein wir ehrlich: Frauen sind an allem Schuld. Ohne sie hätten wir längst die Rückentwicklung in die Steinzeit überwunden und wären ein friedlicher Planet. Wir hätten sogar den Kapitalismus hinter uns gelassen, denn die einzigen, die sich derart billigen Werbesprechen hingeben und immer neue Produkte nachfragen, sind Frauen. Männer machen seit 65 Jahren in Deutschland das gleiche, manche sogar länger. Sie fahren VW oder Opel, trinken Bier und das war es. Frauen hingegen kaufen immer neue Weichspüler, Putzmittel, Lebensmittel, Klamotten, Kochbücher, Frauenzeitschriften, Hygieneartikel, alles immer in der Hoffnung, es könnte ein bisschen besser als der Vorgänger sein. Frauen kaufen alles und wer alles kauft, der ist auch an allem Schuld.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Frauen haben sehr komische Gedanken. „Was ziehe ich an?“. „Was esse ich?“. „Wer macht mir ein Kind?“. Männer machen einfach. Die Konsequenzen sind die gleichen. Man zieht irgendwas an, isst irgendwas und vögelt irgendwen. Wozu darüber stundenlang nachdenken? Weil Frauen aber ihr Hirn mit sinnlosen Fragen beschäftigen, brauchen sie Menschen, die für sie handeln. Diese Menschen heissen Männer, oder wie ich sie nenne, arme Schweine. Für eine Frau ist ein Mann nichts anderes, als ein Avatar, eine Spielfigur, die man unsichtbar steuern kann. Wenn zwei Männer gegeneinander kämpfen und es dabei um eine Frau geht, hat eigentlich schon die Frau gewonnen. Wir Männer benutzen Tekken, Street Fighter und zur Not Kampfhunde oder Fäuste für unsere Gefechte, aber selten menschliche Stellvertreter. Frauen sind wie Viren, die den männlichen Körper manipulieren und den Wirt dann fremdsteuern.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wieso ich überhaupt darauf komme? Nun ja, ich habe heute im Internet nach Bekannschaften für gelegentliche Treffs gesucht, weil ich mir ziemlich sicher bin, bei Nicole keine Schnitte mehr zu haben. Und dabei sind mir die vielen Männer aufgefallen, die in ihren Profilen Leid-Sätze haben wie „Ich suche eine Frau für langfristige Partnerschaft“. Da kann man gleich schreiben „Geist kaputt, gebe Körper zur Fremdbesetzung ab“. Oder „Ich will lebendig begraben werden und suche meine Grabschauflerin“. Es ist traurig, wenn Männer in Frauenhänden gefangen sind. Ich habe das bei einem guten Freund erlebt, früher ein Mann der Straße und des Wortes, heute ein Wrack mit Ed Hardy-Mütze und Armbändchen, das sich willenlos Promimagazine mit seiner Freundin ansieht. Aber wenn Männer auch noch darum betteln, doch endlich in weibliche Gefangenschaft zu kommen, ist tieftraurig das falsche Wort. Hoffnungslos erbärmlich trifft es besser.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eine Partnerschaft ist wie Misery. Es fängt harmlos an, aber irgendwann liegst du da, völlig handlungsunfähig und stellst fest, dass deine Alte aussieht wie Kathy Bates. Und selbst wenn Misery kein wirklicher Horrorfilm war, so war es immerhin ein Psychothriller. Wer bitte spielt da freiwillig mit? Und dann noch unter der Voraussetzung, dass am Ende die Frau den Oscar gewinnt? Männer sind einfach Idioten.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-2397138680356474210?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/2397138680356474210/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-276.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2397138680356474210'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/2397138680356474210'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-276.html' title='Tag 276'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8793530647312422960</id><published>2010-04-11T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-11T20:00:02.541+02:00</updated><title type='text'>Tag 275</title><content type='html'>Ich habe mich häufig gefragt, warum viele Alkoholiker ihr Leben lieber auf der Straße verbringen, als zu Hause. Nervt sie ihre Frau? Ist es dort zu dreckig? Ist der Fernseher kaputt? Liegt ihnen etwas an den emotionalen Bindungen zu ihren Freunden von der Trinkhalle? Ist es etwa der Charme der Parkbank? Nein. Alles falsch. Es ist einfach nur die Ruhe vor der Türklingel, die sie genießen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Guten Tag.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Guten Tag. Ist der Herr Lehmann nicht da, zu dem wollen Sie doch, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Eigentlich wollte ich zu Ihnen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, ich spende nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ich wollte mit Ihnen über Jesus reden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, das ist gerade ganz schlecht. Wissen Sie, ich habe gerade einen Termin. Mit Jesus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ich komme dann mal rein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nee, ich habe doch einen Termin.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ist das das Wohnzimmer?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein, das ist nur die Abstellkammer. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ich setze mich mal auf das Sofa.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Natürlich. Möchten Sie sich noch einen Kaffee machen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Sie können mir gerne einen anbieten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Klar, wo bleiben denn meine Manieren. Also, möchten Sie einen Kaffee?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Nein, danke.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ok, was geht jetzt mit Jesus? Ist das so ein leukämiekrankes Kind aus Osteuropa, was jetzt ganz dringend Geld braucht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Oh, nein. Jesus ist unser Heiland.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das war doch dieser Franzose, wie hieß der noch. Camembert?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Bitte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Lambert. Der wars. Aber mir gefiel Connery besser.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ich kann Ihnen nicht ganz folgen. Darf ich Ihnen eine Informationsbroschüree reichen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ich bin sicher, dass Sie das sowieso machen. Oh, also der Maler dieses Bildes muss auch auf einem krassen Trip gewesen sein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wieso?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na schauen Sie doch mal, die Proportionen. So eine kleine Sonne und so ein großer Turm. Und dieses Baby da, auch viel zu groß. Und das hier, das ist das Lustigste.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Was meinen Sie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na hier, der spaßige Neger mit der Sichel auf dem Feld. Wie locker er neben dem Elefanten steht. Und die weiße Frau zu seiner Linken. Wissen Sie, ich habe eine Menge interracial Filme gesehen, sogar die Weiße Massai habe ich mal angeschaut, weil ich dachte, er würde in die gleiche Sparte fallen. Aber sowas unrealistisches habe ich noch nie gesehen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Das ist das Paradies.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, so haben sich viele Weiße das Paradies vorgestellt. Lachende Neger, die fleißig arbeiten und keine Angst vor wilden Tieren haben. Aber dann kam Martin Luther King und der Traum war vorbei.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Also mit diesem Martin Luther haben wir nichts zu tun.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gut so. Diese ganze Lutherfamilie besteht nur aus Selbstdarstellern. Also, wo muss ich jetzt für die Patenschaft unterschreiben?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Sie müssen nichts unterschreiben.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber ich will dem Negerbaby da helfen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Das ist doch nur gemalt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Stimmt. Ja. Dann haben wir das ja geklärt, gut, einen schönen Tag dann noch.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Wir wollten doch über Jesus sprechen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ach, ich dachte Jesus wäre der Typ mit der Sichel?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Gewiss nicht. Jesus wird wiederkommen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wer macht das nicht? Haben Sie David Hasselhoffs Comeback gesehen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Nein. Wer ist das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Sowas ähnliches wie Jesus. David hatte ein Auto, damals. Der hieß KITT. Zusammen waren sie in der Foundation für Recht und Verfassung und haben gegen das Böse gekämpft. Also so ähnlich wie das US-Militär in Afghanistan. Na ja, und irgendwann begann er, Wasser in Wein zu verwandeln.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie. Wirklich?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja. Nur leider trank er davon zu viel. Ach, kann ich Ihnen sonst etwas anbieten? Ein Bier? Ich habe auch noch etwas Korn.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Nein, danke.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Auf jeden Fall wollten die Leute ihn nicht mehr sehen. Obwohl er und seine Lederjacke bis dato sehr erfolgreich gewesen waren. Dann trank er weiter und irgendwann durfte er zurückkehren. Er hat nur zwei Sätze bei einer Grabrede gesprochen. Es war enttäuschend.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Jesus Rückkehr wird ein riesiges Weltereignis. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das haben sich Take That damals auch gedacht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Möchten Sie in den Himmel oder in die Hölle kommen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Angesichts der Tatsache, dass ich die Hölle bereits kenne, den Himmel aber auch, bleibe ich lieber hier. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Sie können nicht auf ewig auf dieser Erde wandeln. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das ist machbar. Ich bin so gut konserviert, da überlebe ich selbst ihren Jesus.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Irgendwann müssen wir uns alle für unsere Taten vor dem Schöpfer verantworten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Na, klar. Diese Zeit fiel bei mir aber auf meine ersten 18 Lebensjahre. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Möchten Sie sich nicht unserer kleinen christlichen Gemeinde anschließen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Liebend gerne. Aber ich bin schon Mitglied einer großen christlichen Gemeinde.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Ja?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja. Ohne Parteibuch geht heute ja gar nichts mehr. Meine Eltern wollten mich damals immer zu den JuLis schicken. Aber ich habe diese versnobten Kinder mit ihren persönlichen Tennislehrern immer gehasst. Außer Bianca. Bianca war 12, ich 11. Sie spielte sehr erfolgreich Tennis und hatte für ihr Alter schon ansehnliche Brüste. Die sind beim Spielen immer hoch und runter gehüpft. Das fand ich erotisch. Aber ansonsten hatten die Jungen Liberalen mir nichts anzubieten. Deswegen bin ich jetzt in der CDU. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Das klingt, ja, sehr.. Dann haben Sie Ihren Weg zu Gott also schon gefunden?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja. Ich war nicht auf seiner Beerdigung, aber wir haben in etwa den gleichen Weg genommen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Sie: Dann wird Jesus auch in Ihr Haus kommen, wenn er auf die Erde zurückkehrt.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Okay, dann sagen Sie ihm aber, schlafen kann er hier nicht und er soll Bier mitbringen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ob Zeugen Jehovas oder Staubsaugervertreter: Man muss ihnen zeigen, dass sie willkommen sind. Das bringt ihren ganz persönlichen Film durcheinander und irgendwann sind sie so verwirrt, dass sie von selbst wieder gehen. Das ist absolut fantastisch. Wobei ich zugeben muss, dass ich lange keinen Staubsaugervertreter mehr im Haus hatte. Dementsprechend sieht mein Boden auch aus.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8793530647312422960?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8793530647312422960/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-275.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8793530647312422960'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8793530647312422960'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-275.html' title='Tag 275'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-280497162641299989</id><published>2010-04-10T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-10T20:00:01.909+02:00</updated><title type='text'>Tag 274</title><content type='html'>Den Zwanni habe ich noch gestern Abend versoffen. Irgendwann bekam ich Hunger, kochte mir zwei Tiefkühlbaguettes und als ich sie aus dem Backofen holen wollte, stellte ich fest, dass mir mein Pappgeschirr ausgegangen war. Während ich also vom Boden speiste, grübelte ich über einer neuen Erfindung und führte dabei Selbstgespräche. Hätte mich jemand beobachtet, er hätte mich sicher für David Hasselhoffs kleinen Bruder gehalten. Doch dann kam mir ein Geistesblitz: Eine Waschmaschine mit integriertem Trockner wäre evolutionär, aber ein 2-in-1-Hybrid Wasch- und Spülmaschine der Gipfel des technischen Fortschrittes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Deshalb beobachte ich nun Auktionsangebote für Spülmaschinen. Vielleicht kann ich aus zwei defekten Geräten ein völlig neues Elektronikhighlight zaubern. Wer immer noch der Meinung ist, dass Lebensmittel und Wäsche stets getrennt behandelt werden sollten, dem sei gesagt, dass auch ein Backofen wunderbar als Wäschetrockner taugt. Vielleicht muss man einfach nur dem Spülmaschinentab ein bisschen Weichspüler zusetzen, um unschöne Gerüche zu vermeiden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis ich mein Pionierwerk fertiggestellt habe, wasche ich mit Febrezze, ganz ohne Maschine. Einfach einsprühen, ein bisschen Deodorant drüber, fertig. Hartnäckige Verschmutzungen kann man damit zwar nicht entfernen, aber wenigstens merkt so keiner, dass man schon zwei Wochen in seiner Lieblingshose steckt.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-280497162641299989?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/280497162641299989/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-274.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/280497162641299989'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/280497162641299989'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-274.html' title='Tag 274'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-5645770176195528681</id><published>2010-04-09T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-09T20:00:01.956+02:00</updated><title type='text'>Tag 273</title><content type='html'>Ich musste mich beeilen. Amtsmühlen mahlen nicht nur langsam, sie haben auch pünktlich um halb eins freitags ausgemahlen. Auch mein Freund Merkel wollte gerade in den wohlverdienten Feierabend als ich sein Wildwest-Büro hereinschneite.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hallöchen Herr Merkel. Tut mir wirklich leid, aber ich habe vor dem Wochenende noch ein ganz dringendes Anliegen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Hier sind 20 Euro. Reicht das?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ach, Herr Merkel. Es ist zwar immer das Gleiche: Ich komme hier hin und möchte Geld von Ihnen. Aber Sie können das doch nicht immer aus Ihrer privaten Brieftasche bezahlen. Wofür gibt es in Deutschland eine Solidargemeinschaft?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Na, in den meisten Fällen nicht wegen Ihnen. Ich habe aber wirklich keine Zeit, mir Ihre Heintje-Interpretation anzuhören, deshalb kommen wir vielleicht einfach schnell zur Sache.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Kein Problem. Meine Waschmaschine ist kaputt und ich brauche eine Neue. Ich fürchte auch fast, mit dem Zwanni kommen wir heute nicht weiter.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Neue Waschmaschine kann ich Ihnen nicht genehmigen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Warum nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie sind doch ALG1, oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gewiss, gewiss.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Keine Chance. Wenn Sie ALG2 oder Grundsicherung bekommen würden, könnte man das in einen Erstausstattungsantrag aufnehmen. So nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Das heisst auf deutsch, ich soll jetzt so lange in schmutzigen Klamotten herumlaufen, bis ich keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt habe und dann bekomme ich eine neue Maschine. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie können doch mit der Hand waschen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Tschuldigung Herr Merkel, Sie sind sicher schon gedanklich im Wochenende. Freitags arbeitet auch mein Gehirn etwas langsamer. Aber schauen Sie mich an!&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Okay, vielleicht können Sie Ihre Wäsche nicht mit der Hand waschen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Es gibt Frauen, Hände und Maschinen, Herr Merkel. Eigentlich können alle Arbeiten, die Hände verrichten, von Frauen erbracht werden. Die hatten darauf irgendwann keine Lust mehr, also haben sie sich von ihren Männern Maschinen bauen lassen. Daraufhin haben alle Arbeiten die Maschinen verrichtet. Und weil die Frauen so unglaublich faul geworden sind, gibt es mittlerweile sogar künstliche Vaginas mit USB-Anschluss. Das muss man sich mal vorstellen, Herr Merkel. Ich habe keine Frau, sonst würde ich nicht weinen, weil meine Maschine kaputt ist. Logisch oder?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ich kann Ihnen weder eine Waschmaschine, noch eine Frau besorgen.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Oh, und wenn wir tauschen? Ihre Waschmaschine gegen meine Ex? Die wäscht zwar nicht, aber hat flinke Hände.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Danke, ich bin verheiratet. Ich kann Ihnen da wirklich nicht weiterhelfen. Sie können nur abwarten.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Abwarten und Bier trinken mache ich nun schon zu lange. Stellen Sie sich vor, ich hätte ein Bewerbungsgespräch und nur eine dreckige Jogginghose, die ich anziehen könnte?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Würde Sie das stören?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Nein, aber darum geht es doch nicht. Ich brauche eine Waschmaschine.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wie gesagt: Kommen Sie wieder, wenn Sie auf Hartz sind. Vorher geht nichts.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Kann ich die 20 Euro haben? Als Anzahlung?&lt;/span&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-5645770176195528681?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/5645770176195528681/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-273.html#comment-form' title='1 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5645770176195528681'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/5645770176195528681'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-273.html' title='Tag 273'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-8127285626196119916</id><published>2010-04-08T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-08T20:00:02.535+02:00</updated><title type='text'>Tag 272</title><content type='html'>Ungeachtet des herben Rückschlages an der Elektronikmarktfront, oder vielleicht auch gerade deshalb, entschloss ich mich heute den Kundendienst des Waschmaschinenherstellers über das traurige Schicksal des Gerätes zu informieren. Am frühen Nachmittag trudelte auch schon ein gesetzter Herr in Blaumann und mit Alukoffer bei mir ein. Ich führte ihn in die Waschküche und präsentierte ihm mein Schmuckstück. „Die muss ich mitnehmen. Das kriegen wir so nicht hin“, meinte er nach ein paar kurzen, prüfenden Blicken. „Aber das ist nicht meine Maschine“, antwortete ich. „Das ist die vom Ehepaar Wilhelm. Meine steht dahinten“. Er schaute wieder kurz auf das Gerät und sagte dann: „Die muss ich mitnehmen. Das kriegen wir so nicht hin“. Ein Fehler in der Matrix? Wo ist Gandalf, wenn man ihn braucht? „Was liegt denn für ein Defekt vor?“, fragte ich neugierig. „Das kann ich nicht sagen, dafür muss ich sie mitnehmen“.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich bin Handwerkern generell skeptisch gegenüber. Schließlich bin ich selbst einer und weiß genau, wie schlecht gearbeitet wird, wenn Lust und Lohn nicht stimmen. Und wo stimmt das schon, von mydirtyhobby mal abgesehen. Der Kundendienstler aber sah eher so aus, als würde er sich passiv an den dreckigen Hobbies anderer Personen erfreuen. Und damit meine ich nicht schmutzige Wäsche. „Sie haben die Maschine nicht einmal aufgemacht“, stellte ich fest. „Das muss ich auch nicht. Ich muss sie mitnehmen“. Im Fernsehen ist das anders. Selbst der erste Terminator konnte mehr Sätze sprechen und in der Werbung reicht einem der Monteur wenigstens ein Päckchen Entkalker. Bei mir nicht. Er wollte unbedingt meine Maschine mitnehmen, aber angesichts der Tatsache, dass sie zu meinen letzten Wertgegenständen gehört, konnte ich das nicht zulassen. Für die Anfahrt ließ er mir trotzdem verärgert eine Rechnung da. Ich habe sie in einen Briefumschlag gesteckt, an das Ehepaar Wilhelm adressiert und in deren Briefkasten gestopft. Vielleicht sollte ich das mit allen meinen Rechnungen so machen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-8127285626196119916?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/8127285626196119916/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-272.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8127285626196119916'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/8127285626196119916'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-272.html' title='Tag 272'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-9020989210037389104.post-4466858655717792514</id><published>2010-04-07T20:00:00.000+02:00</published><updated>2010-04-07T20:00:03.166+02:00</updated><title type='text'>Tag 271</title><content type='html'>Ich schlenderte an der örtlichen Junkieszene vorbei in den nächstbesten Elektronikmarkt. Der Sicherheitsmensch am Eingang tat gelangweilt und grüßte unfreundlich, als wusste er, dass ich kein Geld in den Markt brachte. Ich wurde von übergroßen Fernsehdisplays von meinem Weg zu den Waschmaschinen abgelenkt und verlief mich zur Unterhaltungselektronik. Fasziniert gab ich mich den Demo-Blu-Rays auf den neuesten Geräten hin. Nach etwa zehn Minuten sprach mich ein Verkäufer an.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Kann ich Ihnen helfen?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, ich interessiere mich für den Fernseher. 1799 Euro. Ist das der reguläre Preis?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja, ist er. Full HD. 60 Zoll, 100 Hertz. Absolute Farbbrillanz.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Und die Null-Prozent-Finanzierung gilt auch für dieses Gerät?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Selbstverständlich.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Gut, dann bräuchte ich dazu noch eine Waschmaschine.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Wollen Sie den Fernseher?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Ja, sicher. Aber primär bin ich wegen der Waschmaschine hier.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Da müssten Sie sich noch an einen Kollegen aus der Haushaltsabteilung wenden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Mache ich. Packen Sie doch den Fernseher schon mal ein.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Dann bräuchte ich aber noch Ihren Arbeitsvertrag und den Personalausweis.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Personalausweis okay. Aber Arbeitsvertrag habe ich gerade keinen zur Hand.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ohne geht es nicht.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wieso?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Na, zu unserer Sicherheit. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wie?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Sie müssen nachweisen, dass Sie nicht arbeitslos sind.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber ich bin doch arbeitslos.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Achso. Ja, dann, geht es nicht. Hallo? Kann ich etwas für Sie tun?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Wie, dann geht das nicht?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Tut mir leid, ich habe schon einen Kunden.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Aber der kam nach mir.&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Er: Ja, den haben wir noch da, einen Moment..&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span style="font-style: italic;"&gt;Ich: Hey, nur weil dieser Mann aussieht, als ob er einen Job hat, wird er jetzt bedient und ich bekomme nichts?&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So war es. Weder Fernseher noch Waschmaschine wollte man mir auf Raten verkaufen. So gezielt werden Arbeitslose heute öffentlich diskriminiert und niemand unternimmt etwas. Null-Prozent-Finanzierung für alle? Ja, für alle, die einen festen Job haben.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/9020989210037389104-4466858655717792514?l=arbeitsminister.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/feeds/4466858655717792514/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-271.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4466858655717792514'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/9020989210037389104/posts/default/4466858655717792514'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://arbeitsminister.blogspot.com/2010/04/tag-271.html' title='Tag 271'/><author><name>Christian</name><uri>http://www.blogger.com/profile/18327598948989606680</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
